Nikon 1 V1 im Vorab-Test: Edel-Schnappschuss-Kamera mit Wechselobjektiven

Objektive

Wie bereits erwähnt, hat Nikon zusammen mit den beiden Kameras V1 und J1 vier neue Objektive vorgestellt. Alle Optiken machen einen edlen und hochwertig verarbeiteten Eindruck. Das Standard- und das Telezoom-Objektiv decken die bei Systemkameras im Einsteigerbereich üblichen Brennweitenbereiche ab: 10 bis 30 und 30 bis 110 Millimeter beziehungsweise 27 bis 81 und 81 bis 297 Millimeter im Kleinbildäquivalent. Die Lichtstärke des Standardzooms ist mit F3,5 bis F5,6 durchschnittlich, die 30-bis-110-Millimeter-Linse ist mit einem Öffnungsverhältnis im Weitwinkel von F3,8 etwas lichtstärker als die meisten direkten Konkurrenten.

Das Pancake-Objektiv ist – wie es sich gehört – ordentlich flach und bietet eine Brennweite von 10 Millimetern. Leider ist es mit einem größten Öffnungsverhältnis von F2,8 nicht besonders lichtstark, aber das ist wohl der kompakten Bauform geschuldet. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 250 Euro halten sich die Anschaffungskosten immerhin erfreulicherweise in Grenzen.

Am anderen Ende der Fahnenstange steht das Zehnfach-Zoom-Objektiv. Es ist vergleichsweise riesig – und bietet einen Motorzoom. Damit dürfte es insbesondere für Videofilmer interessant sein. Laut Nikon soll der 10-Megapixel-CMOS-Chip eine überdurchschnittliche Bildqualität bieten. Und es gibt ja einen Mikrofoneingang. Möglicherweise könnte die V1 also eine ähnliche Laufbahn einschlagen wie Panasonics GH1 und GH2.

Das Zehnfach-Zoomobjektiv ist ein ganz schöner Brummer.
Das Zehnfach-Zoomobjektiv ist ein ganz schöner Brummer.

Einen etwas faden Beigeschmack bei den Objektiven hinterlässt lediglich die Tatsache, dass die kleinste derzeit verfügbare Brennweite bei 10 Millimetern liegt, was im Kleinbildäquivalent 27 Millimetern entspricht – und damit nicht besonders weitwinkelig ist. Aber gut, Nikon verspricht, zeitnah viele weitere Linsen. Wer sich an der Objektivauswahl stört: Nikon hat einen Adapter vorgestellt, mit dem sich die DSLR-Objektive fürs DX- und FX-Format an der V1 und J1 nutzen lassen.

Interessant ist übrigens noch, dass keines der vier neu vorgestellten Objektive über einen Ring zum Fokussieren verfügt. Um händisch scharfzustellen, muss der Fotograf auf dem Vier-Wege-Pad die Fokusmodus-Einstellung aufrufen und den manuellen Fokus auswählen. Anschließend aktiviert ein Druck auf die Ok-Taste in der Mitte des Fokusrädchens die Fokuswahl. Die Entfernung stellt man schließlich über die Wippe rechts oben über der Daumenablage ein. Die Kamera richtet sich nicht an Leute, die viel an den Feinheiten drehen wollen – mehr gibt’s hier wohl nicht zu sagen.

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