Ein Grund für dieses Feature der „intelligenten Ausrichtung“ ist die Tatsache, dass man zwei Play:3 in gleichen Raum als Stereo-Lautsprecher-Paar nutzen kann. Einer der Play:3 fungiert dann als dedizierter linker Kanal, der andere gibt den rechter Kanal wieder. Das kann man übrigens auch mit dem Play:5 machen. Hier verbessern sich Stereo-Separation und Klang drastisch – aber man muss dann auch knapp 600 Euro auf den Tisch legen.

In Sachen Schnittstellen ist der Play:3 so karg bestückt, wie es für einen vernetzten Lautsprecher nur möglich ist: Er verfügt – neben seiner proprietären kabellosen Netzwerkanbindung – lediglich über einen einzelnen Ethernet-Port für den LAN-Zugang – mehr gibt es nicht. Alle anderen Sonos-Komponenten verfügen über zwei Ethernet-Ports, wodurch sie auch als LAN-Brücken für andere Geräte mit Netzwerkanschluss (zum Beispiel Xbox 360 und Blu-ray-Player) genutzt werden können. Und im Gegensatz zu anderen Sonos-Geräten lässt der Play:3 eben auch sämtliche „normalen“ Audio-Eingänge vermissen.

Sonos unterstützt aber mittlerweile so viele Audio-Dienste, dass die meisten Interessenten wohl auf einen solchen Aux-Eingang verzichten können – es gibt einfach nicht mehr so viel, was man da anschließen möchte. Aber da ein solcher Audio-Eingang nicht vorhanden ist, funktioniert auch die für Sonos‘ andere Komponenten verfügbare AirPlay-Übergangslösung nicht mit dem Play:3. Das ist nach unserer Ansicht aber kein allzu großer Verlust, da fast alle Audioinhalte, die man über AirPlay bekommen könnte, auch auf anderem Weg für den Play:3 verfügbar sind.

An Anschlüssen gibt es lediglich einen Ethernet-Port - ein Aux-Eingang glänzt durch Abwesenheit.
An Anschlüssen gibt es lediglich einen Ethernet-Port – ein Aux-Eingang glänzt durch Abwesenheit.

Einige mögen zwar den Mangel einer Uhrzeitanzeige bemängeln, aber der Sonos-Lautsprecher bietet im Gegenzug einen Einschlaf-Timer und ausgeklügelte Wecker-Optionen. Mittels der iOS- und Android-Apps kann man bis zu 32 Alarme einrichten, die für eines oder mehrere der Sonos-Systeme im Haus gelten. Dabei kann man beispielsweise Wochentag und Alarmdauer definieren und angeben, mit was – Alarmton, bestimmter Song, Playliste oder Online-Musikquelle – man geweckt werden möchte. Um den Alarm auszuschalten, muss man nur die Stummschaltungstaste drücken. Wenn man die Snooze-Funktion genießen will, sollte man allerdings das Smartphone oder Tablet mit der Sonos-App in Reichweite haben.

Der Sonos Play:3 bietet außerdem Aussparungen für die Montage an Wänden oder Decke, wird aber ohne jegliches Befestigungsmaterial ausgeliefert.

Setup und Ausstattung

Der Sonos Play:3 hat zwar eine kabellose Netzwerkanbindung, aber damit kann er lediglich mit anderen Sonos-Komponenten interagieren. Sonos-Komponenten kommunizieren mittels eines kabellosen Mesh-Netzwerks namens SonosNet miteinander, das sich erheblich von einem normalen heimischen WLAN unterscheidet. Vorteilhaft an dieser Separation ist, dass das Audio-Streaming der Sonos-Komponenten praktisch nicht von den Aussetzern und Unterbrechungen betroffen ist, mit denen auf normalen WLANs basierende Streamer oft genug zu kämpfen haben. Es macht auch das Setup potenziell einfacher, da man sich nicht mit Passwörtern und WLAN-Access-Points herumschlagen muss.

Ist der Play:3 die einzige Sonos-Komponente, braucht er allerdings erst einmal einen LAN-Zugang. Wer nun den Play:3 im gleichen Zimmer wie den Router stehen hat oder eine offene oder verdeckte Ethernet-Verkabelung seines Heims sein Eigen nennt, braucht den Lautsprecher lediglich mit einem Ethernet-Port zu verbinden und hat damit das Setup praktisch schon abgeschlossen. Als zweite Möglichkeit stehen eine Anzahl von WLAN-Alternativen wie beispielsweise Powerline-zu-Ethernet-Adapter zur Verfügung, um den Play:3 mit einem Router in einem anderen Raum zu verbinden.

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