Die Benutzung von Smartphones oder Tablets als Sonos-Fernbedienung ist vor allem dank der einfachen Bedienbarkeit der Sonos-App so angenehm. Man kann unkompliziert Zonen – und damit die jeweiligen Geräte – synchronisieren, so dass sie die gleiche Musik abspielen, oder aber in verschiedenen Zonen unterschiedliche Musik laufen lassen. Beispielsweise kann man so in einem Raum Last.fm streamen, während in einem anderen Raum ein Album von einem PC im Netzwerk wiedergegeben wird. Außedem lassen sich die einzelnen Zonen auch an- und abschalten oder die Lautstärke in einem Raum erhöhen, während sie in einem anderen gesenkt wird oder gleich bleibt.

Auch wenn man sich das erste Mal mit einem Sonos-System auseinandersetzt und den Play:3 erstmals als Einzel- oder Multi-Zonen-System aufsetzt, bleibt der Vorgang dennoch recht unkompliziert. Das Ganze kann sich allerdings etwas verkomplizieren, wenn man sämtliche Musik von einem Netzwerkspeicher ziehen will.

Aber alles in allem gestaltet sich der Aufbau einer solchen Multi-Room-Audio-Lösung mit Sonos-Komponenten mindestens so einfach wie mit den Lösungen anderer Firmen, die uns bereits untergekommen sind. Erwähnenswert an dieser Stelle ist auch, dass man sich eine ähnliche Lösung mit in den Wänden eingelassenen Lautsprechern und einem speziellen Netzwerksystem natürlich auch von professionellen Anbietern daheim installieren lassen kann (beispielsweise mit Produkten von Crestron), aber dann muss man sich unter Umständen auf Kosten im Bereich von tausenden und nicht von hunderten Euro pro Raum gefasst machen.

Performance

Für viele Anwender, die bereits Sonos-Komponenten besitzen, oder auch für all jene, die sich ein nagelneues Sonos-System einrichten wollen, stellt sich natürlich die Frage, ob man zum Play:3 oder doch lieber zum größeren, leistungsstärkeren Play:5 greifen sollte, der mit deutschen Marktpreisen ab 380 Euro allerdings auch ein ganzes Stück teurer ist.

Wir würden dazu erst einmal sagen, dass beide Geräte in die Kategorie „gut genug für das, was sie sind“ fallen. Einzellautsprecher dieser Art – dazu zählen beispielsweise auch die meisten iPod-Dock-Lautsprecher – haben generell ausgeprägte, bauartbedingte Schwächen. Dazu zählt beispielsweise die mangelhafte Stereo-Trennung, da die internen Treiber so nahe beieinander liegen.

Sonos' kostenlose Remote-Control-App für Apples iPad lässt sich komfortabel und intuitiv bedienen.
Sonos‘ kostenlose Remote-Control-App für Apples iPad lässt sich komfortabel und intuitiv bedienen.

Der Play:5 kann sich im Test gut gegen konkurrierende Lautsprecher seiner Größe und Preisklasse behaupten. Er ist ein ausgewogener Lautsprecher, der einen detaillierten Klang mit ordentlichem, aber nicht dröhnendem Bass bietet, auch bei hohen Schallpegeln ohne Verzerrungen arbeitet und einen guten Job abliefert, wenn es um das Beschallen größerer Räume geht. Der Play:3 ist für einen derart kompakten Lautsprecher ebenfalls recht gut. Aber während er einen relativ vollen, wohldefinierten Bass bietet und ebenfalls sehr laut angesteuert werden kann, ohne zu verzerren, hält er in Sachen Detailreichtum und Klarheit nicht mit dem Play:5 mit.

Nun kann man zwar von einem kompakten Einzellautsprecher nicht die Welt erwarten, aber wir würden es dennoch mal so formulieren: Der Play:3 klingt gut, aber nicht großartig. Aber wie schlägt er sich im Vergleich zu anderen Einzellautsprechern seiner Preisklasse? Im Vergleich zum Bowers & Wilkins Zeppelin Mini (ab knapp 350 Euro) macht er sich beispielsweise recht gut – und auch wenn der Tivoli Audio PAL (ab 200 Euro) eine besser Klarheit bietet, so hat der Play:3 doch den besseren Bass.

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