Insgesamt sorgt Siri vor allem am Anfang für Unterhaltung. Man kann ja auch sinnlose Fragen stellen – und bekommt erfreulich oft Antworten, die für einen Lacher sorgen. Auf die Frage nach dem Sinn des Lebens hat Siri gleich mehrere Antworten parat – und ja, eine davon lautet tatsächlich 42. Heiraten will Siri uns allerdings nicht, aber immerhin: Auch diese Frage wird verstanden. In der Praxis ist der digitale Assistent auch tatsächlich eine praktische Hilfe – beispielsweise, wenn man Auto fährt. Wer sich künftig im Büro akustisch ausrechnen lässt, wieviele Euro 500 Dollar gerade sind, wird allerdings wohl schnell von seinen Kollegen des Raumes verwiesen – dafür werden wir wohl noch solange auf die Tastatur zurückgreifen, bis das iPhone Gedanken lesen kann. Aber ob wir das wohl wollen?

Derzeit befindet sich Siri noch in der Beta-Phase. Wie gesagt, vor allem hierzulande fehlt es auch noch an Informationsquellen. Dennoch gefällt uns die Funktion.

Kamera

Bereits die Digicam des iPhone 4 lieferte für ein Handy ausgezeichnete Ergebnisse – insbesondere mit Third-Party-Apps. Aber die im iPhone 4S integrierte Knipse ist deutlich besser. Die 8-Megapixel-Kamera bietet Autofokus, Blitz, F2,4-Objektiv und einen rückseitig belichteten CMOS-Bildsensor, der gegenüber seinem Vorgänger eine 73 Prozent bessere Lichtausbeute ermöglichen soll. Außerdem ist ein sogenannter Hybrid-IR-Filter vor dem lichtempfindlichen Chip angebracht, der laut Apple für akkuratere Farben sorgen soll. Hinter dem Begriff versteckt sich wohl ein gewöhnlicher kombinierter Antialiasing-und-Infrarot-Filter – also nichts Besonderes. Aber man muss seine Produkte ja gut vermarkten. Das iPhone 4S soll außerdem gegenüber seinem Vorgänger eine um 33 Prozent beschleunigte Auslöseverzögerung besitzen. Der in der A5-CPU integrierte Bildprozessor ermöglicht laut Hersteller einen um 26 Prozent verbesserten automatischen Weißabgleich. Eine Gesichtserkennungsfunktion ist ebenfalls mit von der Partie.

Bereits bei den ersten Fotos stellen wir eine deutliche Verbesserung gegenüber der iPhone-4-Kamera fest. Die Farben gelingen strahlender, und die Aufnahmen wirken schärfer und weniger pixelig. Trotz der gesteigerten Auflösung schlägt sich die Kamera in dunklen Umgebungen besser als beim Vorgänger. Allerdings neigt der integrierte Blitz nach wie vor dazu, das Motiv zu intensiv zu beleuchten.

Der Kamerasucher bietet nun ein Raster an. Das ist beim horizontalen oder vertikalen Ausrichten der Kamera sowie beim Befolgen der Drittel-Regel eine große Hilfe.
Der Kamerasucher bietet nun ein Raster an. Das ist beim horizontalen oder vertikalen Ausrichten der Kamera sowie beim Befolgen der Drittel-Regel eine große Hilfe.

In Sachen Bedienung hat sich an der Kamera eigentlich nichts verändert. Es gibt auf dem Display nach wie vor einen Schieber zum Wechseln zwischen Foto- und Videomodus. Darunter sitzt immer noch der virtuelle Auslöser. Neu hinzugekommen ist eine kleine Optionen-Schaltfläche, die zwischen dem Modusumschalter und dem Blitz-Icon sitzt. Hier lassen sich eine Zwei-mal-zwei-Raster und eine HDR-Automatik aktivieren. Mit aktivierter HDR-Funktion schießt die Kamera bei jedem Druck auf den Auslöser drei unterschiedlich belichtete Fotos und kombiniert diese zu einer einzigen Aufnahme mit erhöhtem Dynamikumfang. Insbesondere bei kontrastreichen Motiven bleiben so in sehr hellen und sehr dunklen Bildteilen mehr Details erhalten. In der folgenden Bildergalerie gibt es eine Reihe von Testfotos sowie Vergleiche zu den beiden Vorgängern des iPhone 4S und dem Samsung Galaxy S2.

Neueste Kommentare 

7 Kommentare zu Schon getestet: Apples neues iPhone 4S mit Siri, Dual-Core-CPU und 8-Megapixel-Kamera

  • Am 14. Oktober 2011 um 14:58 von seb

    Schöner Test
    Cnet, das ist doch ein guter Test geworden an dem Sachlichkeit im Vordergrund stand. Ich habe mal ne Frage an die Redaktion. Ist es denn möglich mit App´s ohne Jailbreak Daten (Excel, PDF, Word Powerpoint)auf das Iphone zu schieben ohne Itunes um diese einzusehen und ggf. etwas anzupassen.
    Ohne diese Funktion ist das ganze für mich sonst witzlos. Ich möchte das Dingens auch zu arbeiten unterwegs verwenden und das oft im Ausland. Und da kein Admin itunes ins Firmenentzwerk läd nur weil einer was braucht ist die Itunesanbindung schon mal das erste Hinderniss. Aber auch Wlan ist oft schwierig. Man kann dann zwar im Netz surfen aber auf das Firmennetzwerk hat man trotzdem keinen zugriff.
    UMTS ist keine Option (Zu langsam/im ausland unerschwinglich). Somit fällt der Mailversand aus.
    Ich schwanke noch zwischen Android und IOS. Mit meinem Desire war ich aber nicht so zufrieden.
    Das absolute Killerfeature ist aber eben USB von Android (leider hat m$ auf so ne dumme Lösung). Siri juckt nicht, ich nutze AlphaWolfram am Android.
    Aber die Appvielfallt und Qualität spricht eben klar für das Iphone. Aber ohne USB….

    • Am 17. Oktober 2011 um 12:04 von Stefan

      AW: Schöner Test
      Man kann die Dateien doch sicher via bluetooth empfangen/verschicken. Außerdem hat das neue iOS doch Cloud Anschluss, das heißt Du lädst die Dateien einfach im Browser hoch und die werde dann mit dem Telefon gesynct.

      Ich für meinen Teil werde wohl eher zu einem Androiden greifen, wenn ich für die selbe Hardware den doppelten Preis zahlen muß…. Gut die Software bei Apple ist besser, aber für die paar Grundaufgaben sollte Android reichen…

    • Am 18. Oktober 2011 um 09:32 von Frank Weller

      AW: Schöner Test
      Hallo seb, zumindest mit einem dropbox account ist es möglich jegliche Art von Daten auf das iPhone zu schieben oder von dort zu holen. Alternativ habe ich auf meinem Mac Software, die das iPhone als Laufwerk (-> Ordnerstruktur) zeigen. Ansonsten nervt die walled garden policy Apples natürlich schon, doch im Ganzen gesehen ist es mMn die beste Lösung aller Smartphones; es funktioniert einfach.

    • Am 18. Oktober 2011 um 09:35 von Frank Weller

      AW: Schöner Test
      Nachtrag: auch mein iPhone ist NICHT gejailbreaked. Die von mir angesprochene Sofware heißt PhoneView. Alternativ funtioniert auch PhoneDisk. Ob Windows-/ Linuxversionen existieren weiß ich nicht.

  • Am 19. Oktober 2011 um 11:35 von seb

    Danke
    Danke für die Antworten. Ne Cloud ist leider keine Option. Hatte ich ja geschrieben. UMTS und im Ausland unbrauchbar.
    PhoneView schau ich mir mal an. Allerdings leider kein vergleich zum Android welches wie ein USB Stick zu behandeln ist und auch bei Bedarf in der Cloud funzt.

  • Am 31. Oktober 2011 um 17:36 von da

    Akkulaufzeit
    Haben Sie inzwischen die Akkulaufzeit nachgeprüft?
    Dann wäre es nett, wenn Sie dies im Artikel ergänzen würden.
    Danke.

  • Am 1. November 2011 um 14:48 von NNUE

    scheiß test/pros und cons
    die pros und cons, sind völlig für den Arsch, es gibt in Deutschland noch überhauptkein LTE Netzwerk für handys.

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