Das auf dem iPhone 4S vorinstallierte iOS-5-Betriebssystem bietet außerdem ein paar neue Möglichkeiten bei der Bildbearbeitung. Geschossene Fotos lassen sich zuschneiden und rotieren. Außerdem gibt es eine Funktion zum Eliminieren des Rote-Augen-Effekts und eine automatische Farbkorrektur. Beide Features erfordern lediglich einen Fingertipp und liefern beeindruckend gute Ergebnisse. Wir freuen uns über diese Neuerungen, hätten uns allerdings schon vor Jahren ein paar einfache Bildbearbeitungsfunktionen beim iPhone gewünscht. Und auch jetzt hätten wir nichts gegen ein paar zusätzliche Möglichkeiten. Aber gut – im Zweifelsfall heißt es eben: There’s an app for that.


Das iPhone 4 (links) schießt zwar schöne Fotos, kann mit seinem neueren Bruder iPhone 4S (rechts) allerdings nicht mehr mithalten.

Mit iOS 5 kommen ein paar weitere von der Fangemeinde herbeigesehnte Kamera-Features hinzu. So gibt es rechts unten auf dem Lockscreen nun beispielsweise ein Icon, dass sofort die Fotoapp startet – und den Sperrcode umgeht. So soll das iPhone 4S endlich richtig schnappschusstauglich werden. Wenn man den Code nicht eingetippt hat, kann man nur Fotos schießen und die gerade eingefangenen Aufnahmen löschen. Das Fotoalbum durchblättern ist zum Schutz der Privatsphäre des iPhone-Besitzers nicht möglich – dafür muss man dann doch wieder das Passwort eingeben.

Die Videofunktion hat ebenfalls einen Sprung nach vorne gemacht. Das iPhone 4S fängt Full-HD-Clips mit 1920 mal 1080 Pixeln und 30 Vollbildern pro Sekunde ein. Außerdem gibt es einen digitalen Bildstabilisator. Die Clips sehen scharf aus und bilden auch schnell bewegte Objekte flüssig ab. Bild und Ton sind synchron.

Konnektivität

Eine der großen Enttäuschen beim iPhone 4S dürfte wohl die mangelnde LTE-Unterstützung sein. Gut, besonders verbreitet ist der UMTS-Nachfolger noch nicht. Aber wenn man sich ein sündhaft teures Smartphone kauft, dann möchte man es auch mindestens zwei Jahre – und nicht schon morgen neidisch auf das schneller surfende Samsung-Handy vom Kumpel gucken.

Auf der anderen Seite hat Apple natürlich auch seine Gründe dafür. Wie bei allen mobilen Geräten ist die Akkulaufzeit auch beim iPhone 4S ein heikles Thema. Und anscheinend hat der Hersteller beschlossen, dass man mit einem integrierten LTE-Modem hier einfach auf keinen grünen Zweig kommt. Außerdem setzt Apple traditionell nicht auf sich gerade entwickelnde Technologien, sondern entweder auf Etabliertes oder schafft selbst neue Standard. Als Apple das erste iPhone vorgestellt hat, waren 3G-Netze bereits recht verbreitet – das iPhone 3G kam jedoch erst ein Jahr später auf den Markt.

Unter der Haube gibt es zum ersten Mal bei einem Handy den neuen Bluetooth-Standard 4.0. Er ermöglicht besonders energiesparendes Zubehör wie einen Pulsmesser, der mit einer einfachen Knopfzelle eineinhalb Jahre bei einer Benutzung von circa 1,5 Stunden am Tag durchhalten soll.

iOS 5

Das iPhone 4S bringt alle Features mit, die bei einem Oberklasse-Smartphone zum guten Ton gehören – nicht nur auf der Hard-, sondern auch auf der Softwareseite. Dazu gehören Kalender, Wettervorhersage und Aktienkursanzeige, Google Maps inklusive Kompass, Notizen, E-Mail & Co. Für multimediale Unterhaltung unterwegs ist der iPod weiterhin integriert, der jetzt allerdings zwei Icons im Hauptmenü hinterlegt – eines für Musik und eines für Videos.

Zwar ist iOS 5 kein so umfangreiches Upgrade wie das im Juni 2010 erschienene iOS 4. Es bietet aber einige längst fällige und spannende Verbesserungen. Einige liegen im Verborgenen und verbessern die Nutzererfahrung, während andere die Art und Weise verändern, wie man sein Smartphone benutzt.

Benachrichtigungen: Anstatt von Pop-up-Menüs, die einen bei der Arbeit unterbrechen, bietet iOS 5 ein Notification Center. Es kombiniert Benachrichtigungen, verpasste Anrufe, Software-Updates, einen Börsenticker sowie das aktuelle Wetter. Man kann darauf zugreifen, indem man auf dem Screen von oben nach unten wischt. Auch auf dem Lockscreen erscheinen Benachrichtigungen.

Wählt man mit dem Finger einen Eintrag aus, gelangt man direkt zum jeweiligen Feature. Über ein kleine X auf der rechten Seite kann man ihn löschen. Zwar hat Apple die Implementierung des Benachrichtigungscenters bei Android abgeschaut, trotzdem ist die Möglichkeit, alles an einem Platz zu sehen, eine willkommene Neuerung von iOS 5.

Neueste Kommentare 

7 Kommentare zu Schon getestet: Apples neues iPhone 4S mit Siri, Dual-Core-CPU und 8-Megapixel-Kamera

  • Am 14. Oktober 2011 um 14:58 von seb

    Schöner Test
    Cnet, das ist doch ein guter Test geworden an dem Sachlichkeit im Vordergrund stand. Ich habe mal ne Frage an die Redaktion. Ist es denn möglich mit App´s ohne Jailbreak Daten (Excel, PDF, Word Powerpoint)auf das Iphone zu schieben ohne Itunes um diese einzusehen und ggf. etwas anzupassen.
    Ohne diese Funktion ist das ganze für mich sonst witzlos. Ich möchte das Dingens auch zu arbeiten unterwegs verwenden und das oft im Ausland. Und da kein Admin itunes ins Firmenentzwerk läd nur weil einer was braucht ist die Itunesanbindung schon mal das erste Hinderniss. Aber auch Wlan ist oft schwierig. Man kann dann zwar im Netz surfen aber auf das Firmennetzwerk hat man trotzdem keinen zugriff.
    UMTS ist keine Option (Zu langsam/im ausland unerschwinglich). Somit fällt der Mailversand aus.
    Ich schwanke noch zwischen Android und IOS. Mit meinem Desire war ich aber nicht so zufrieden.
    Das absolute Killerfeature ist aber eben USB von Android (leider hat m$ auf so ne dumme Lösung). Siri juckt nicht, ich nutze AlphaWolfram am Android.
    Aber die Appvielfallt und Qualität spricht eben klar für das Iphone. Aber ohne USB….

    • Am 17. Oktober 2011 um 12:04 von Stefan

      AW: Schöner Test
      Man kann die Dateien doch sicher via bluetooth empfangen/verschicken. Außerdem hat das neue iOS doch Cloud Anschluss, das heißt Du lädst die Dateien einfach im Browser hoch und die werde dann mit dem Telefon gesynct.

      Ich für meinen Teil werde wohl eher zu einem Androiden greifen, wenn ich für die selbe Hardware den doppelten Preis zahlen muß…. Gut die Software bei Apple ist besser, aber für die paar Grundaufgaben sollte Android reichen…

    • Am 18. Oktober 2011 um 09:32 von Frank Weller

      AW: Schöner Test
      Hallo seb, zumindest mit einem dropbox account ist es möglich jegliche Art von Daten auf das iPhone zu schieben oder von dort zu holen. Alternativ habe ich auf meinem Mac Software, die das iPhone als Laufwerk (-> Ordnerstruktur) zeigen. Ansonsten nervt die walled garden policy Apples natürlich schon, doch im Ganzen gesehen ist es mMn die beste Lösung aller Smartphones; es funktioniert einfach.

    • Am 18. Oktober 2011 um 09:35 von Frank Weller

      AW: Schöner Test
      Nachtrag: auch mein iPhone ist NICHT gejailbreaked. Die von mir angesprochene Sofware heißt PhoneView. Alternativ funtioniert auch PhoneDisk. Ob Windows-/ Linuxversionen existieren weiß ich nicht.

  • Am 19. Oktober 2011 um 11:35 von seb

    Danke
    Danke für die Antworten. Ne Cloud ist leider keine Option. Hatte ich ja geschrieben. UMTS und im Ausland unbrauchbar.
    PhoneView schau ich mir mal an. Allerdings leider kein vergleich zum Android welches wie ein USB Stick zu behandeln ist und auch bei Bedarf in der Cloud funzt.

  • Am 31. Oktober 2011 um 17:36 von da

    Akkulaufzeit
    Haben Sie inzwischen die Akkulaufzeit nachgeprüft?
    Dann wäre es nett, wenn Sie dies im Artikel ergänzen würden.
    Danke.

  • Am 1. November 2011 um 14:48 von NNUE

    scheiß test/pros und cons
    die pros und cons, sind völlig für den Arsch, es gibt in Deutschland noch überhauptkein LTE Netzwerk für handys.

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