Leistung

Die Panasonic Lumix DMC-FZ150 ist für eine Bridgekamera ordentlich schnell unterwegs. Die einzige Ausnahme ist die Zeit, die die Digicam braucht, um einsatzbereit zu sein. Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto im Kasten ist, vergehen durchschnittlich 1,9 Sekunden. Zwischen jedem weiteren Bild genehmigt sich die Kamera sowohl im RAW- als auch im JPEG-Modus eine Verschnaufpause von 0,6 Sekunden. Mit zugeschaltetem Blitz verlängert sich die Auszeit auf 1,9 Sekunden. Außerdem steigt die Auslöseverzögerung merklich an, wenn der Blitz aktiviert ist.

Um bei optimalen Lichtverhältnissen zu fokussieren und das Foto einzufangen, benötigt die FZ150 0,3 Sekunden. Bei Motiven mit niedrigem Kontrast verschlechtert sich die Auslöseverzögerung auf 0,6 Sekunden. Das sind für eine Bridgekamera beides sehr gute Werte. Der Serienbildmodus schafft mit kontinuierlichem Autofokus im Test genau 5,0 fps. Das ist etwas weniger als die von Panasonic versprochenen 5,5 Bilder pro Sekunde, für eine Kamera in dieser Klasse aber dennoch hervorragend.

Wer sich mehr Geschwindigkeit wünscht, kann die Kamera mit voller Auflösung auch auf bis zu 12 fps beschleunigen. Allerdings kommt der Kontrast-Autofokus nicht mit diesem Tempo mit. Er ist ebenso wie die Belichtung mit dem ersten Foto festgelegt. Ändern sich während des Dauerfeuers also beispielsweise die Lichtverhältnisse oder die Entfernung zwischen Fotograd und Motiv, so misslingt ein Teil der Aufnahmen.

Der Autofokus lässt sich ebenfalls beschleunigen, wenn man die Funktion Quick-AF aktiviert. Dann fokussiert die Kamera, wenn sie ruhig gehalten wird, stets auf das aktuell im Sichtfeld befindliche Objekt und ist so schneller einsatzbereit. Allerdings geht das zu Lasten der Akkulaufzeit.

Bildqualität

Die größte Schwäche der Panasonic Lumix DMC-FZ100 ist ihre Bildqualität. Bei dem alten Modell sind die Fotos bereits ab ISO 200 deutlich von der Rauschunterdrückung weichgezeichnet und weisen gelbe Farbflecken auf. Angesichts der hohen Anschaffungskosten waren wir damals doch etwas enttäuscht. Nachdem die neue Panasonic Lumix DMC-FZ150 die Auflösung des MOS-Sensors von 14 auf 12 Megapixel gesenkt hat und zudem nun auch auf eine rückseitige Belichtung setzt, ist die Hoffnung groß, dass die Bildqualität einen Sprung nach vorne macht.

Und das ist durchaus gelungen. Insbesondere bei hohen ISO-Empfindlichkeiten ist der Unterschied drastisch. Während man mit der FZ100 alles oberhalb von ISO 200 im RAW-Format geschossen hat, kommt man mit der Nachfolgerin Lumix DMC-FZ150 durchaus auch mit ISO 800 auf recht brauchbare Ergebnisse. Bei ISO 1600 lassen die Farben merklich nach – hier lässt sich mit dem Umweg über das RAW-Format noch einiges aus den Fotos herauskitzeln. Auf ISO 3200 sollte man nur im Notfall zurückgreifen. Bei niedrigen Empfindlichkeiten wirken die Fotos allerdings einen Tick zu künstlich nachgeschärft. Immerhin: Das lässt sich in den meisten Aufnahmemodi korrigieren, nicht jedoch in der Automatik. Wer die Fotos aber nicht gerade extrem groß ausdruckt, dürfte sich daran nicht stören.

Die Panasonic Lumix DMC-FZ150 liefert schöne und ansehnliche Fotos, die mit den Standardeinstellungen allerdings einen Tick zu knallig wirken. Wie die Nachschärfung lassen sich in den meisten Aufnahmemodi aber auch die Farben anpassen. Die Belichtungsautomatik liefert gelegentlich etwas zu dunkle Ergebnisse, was sich aber nachträglich besser korrigieren lässt als überbelichtete Fotos. Der automatische Weißabgleich liefert bei Tageslicht gute Ergebnisse, liegt unter Kunstlicht aber gerne einmal daneben. Am besten benutzt man entweder eines der Presets oder verwendet den manuellen Weißabgleich.

Beim Objektiv hat der Hersteller sehr gute Arbeit geleistet. Trotz des starken Weitwinkels von 25 Millimetern ist kaum eine tonnenförmige Verzeichnung festzustellen. Bei maximaler Brennweite tritt keine Verzerrung auf. Das Objektiv bietet eine gute Abbildungsleistung, die auch zum Bildrand hin nicht nennenswert abfällt. Mit Farbsäumen an kontrastreichen Übergängen hat die Bridgekamera nur selten zu kämpfen.

Ein großes Kaufargument der Panasonic Lumix DMC-FZ150 ist ihr Videomodus. Die Kamera fängt Full-HD-Clips im AVCHD-Format mit 50 Vollbildern pro Sekunde ein. Die Videos sind scharf und überzeugen mit guter Belichtung und schönen Farben. Dank der hohen Bildrate wirken auch Actionszenen weich, Rolling-Shutter-Effekte können wir nur mit Gewalt und wildem Geschüttel erzeugen. Der optische Zoom steht während der Aufnahme zur Verfügung. Allerdings ist der Motor des Objektivs in leisen Umgebungen auf den Filmchen zu hören.

Fazit

Die größte Schwäche der Lumix DMC-FZ100 hat Panasonic bei der Lumix DMC-FZ150 zwar nicht ausgemerzt, aber doch deutlich verbessert. Dank eines neu entwickelten und niedriger auflösenden Sensors hat die Bildqualität einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht. Ansonsten ist die Kamera in Sachen Design, Ausstattung und Leistung nach wie vor auf einem sehr guten Niveau. Wer nach einem zoomstarken und schnellen Modell sucht, das viele Features bietet und sowohl im Foto- als auch im Videomodus gute Ergebnisse liefert, ist hier an der richtigen Adresse. Allerdings ist die Brigekamera mit Anschaffungskosten von 430 Euro nicht gerade ein Schnäppchen.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Panasonic Lumix DMC-FZ150 im Test: 24-fach-Superzoomer mit verbesserter Bildqualität

  • Am 24. Oktober 2011 um 16:39 von hilleshotmail

    Panasonic Lumix FZ150
    Nach der Entäuschung über die Bildqualität der FZ 100, von der ich mehr erwartet hatte als von meiner Lumic TZ10, – die ich als "Immerdabei-Knipse", wirklich immer dabei habe, habe ich nun die FZ150 gekauft und ich bin begeistert!
    Es ist müßig Panasonic noch mehr Lob für dieses "Top- Gesellenstück" auszusprechen, das haben die Profitester schon zur genüge getan.
    Die Bildauflösung/Detailschärfe bei Vollzoom, also 600mm ist einfach unwerfend gut. Das kann ich mit meiner SLR nur mit wahnsinnig teuren Objetiven und dem xfachen Anschaffungspreis der FZ150 schaffen!
    SLR ade!

  • Am 7. Juli 2012 um 19:47 von Sweethome

    Bitte um Hilfe
    Hallo,

    ich hoffe sehr das mir jemand weiterhelfen kann. Ich stehe vor folgendem Problem. Seit drei Monaten plane ich mir zum Geburtstag eine der folgenden Kameras zu kaufen:

    – Sony Alpha SLT A37
    – Canon EOS D600
    – Nikon 5100D
    – Panasonic Lumix DMC-FZ150

    Meine Geburtstag ist nun schon eine Woche her und ich habe mich immer noch nicht entscheiden können. Das Problem ist, das ich im MM alle Kameras in der Hand halten konnte, aber die Bilder nicht vergleichen konnte. Wenn man schon so viel Geld investiert, möchte man auch das beste dafür bekommen. Da aber sämtliche Testseiten anders bewerten (bei jeder liegt eine andere Kamera oben) und auch die Kundenrezesionen weit auseinander gehen, konnte ich mich bislang für keins der Modelle entscheiden.

    Bei einer Testseite z.B. ist die Lumix am besten bewertet, das wäre dann wohl meine Eierlegendewollmilchsau. Ich kann mir aber nicht vorstellen das diese Kamera bessere Fotos macht als die drei Spiegel (mit oder ohne Reflex) Kameras.

    Aufgrund der auseinandergehenden Meinungen zu den DSLR oder SLT Kit und Zoomobjektiven (mein max. Kapital beträgt 700 Euro) zog ich die Portrait Objektive in ernsthafte Überlegung. Wie z.B. das Canon EF 50mm 1:1.8 II oder das Sony SAL50F18 1.8 / 50mmObjektiv. Diese haben top Bewertungen und die Beispielbilder zeigen genau das was ich möchte, super scharfen Focus Bereich mit einem tollen Bokeh.

    Ich möchte folgendes erreichen:

    – scharfe Portraitaufnahmen mit Bokeh
    – scharfe Nahaufnahmen mit Bokeh
    – tolle Innenaufnahmen auch bei schlechter Beleuchtung (z.B. Kerzenschein, Partys)
    – tolle Nachtaufnahmen von Gebäuden
    – komplett scharfe Landschaftsaufnahmen am Tag

    Den Zoom sehe ich als praktische Sache an, bisher legte sich meine Kameraauswahl immer nach dem optischen zoom, da ich aber merkte wie selten ich diesen benutze, setzte ich ihn jetzt nicht mehr zwingend voraus.

    Hilfeeeeeeeeeeee…

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