Panasonic Lumix DMC-FZ150 im Test: 24-fach-Superzoomer mit verbesserter Bildqualität

von Stefan Möllenhoff am , 19:17 Uhr

Pro
  • deutlich verbesserte Bildqualität
  • sehr guter Videomodus
  • hohe Serienbildgeschwindigkeit
  • schneller Autofokus
  • ausgezeichnete Ausstattung
Con
  • kleiner, niedrig auflösender Sucher
  • durchschnittliches Display
  • teuer
Hersteller: Panasonic Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 8,2 von 10 Punkte
Fazit:

Die Panasonic Lumix DMC-FZ150 ist wie ihre Vorgängerin FZ100 eine hervorragend ausgestattete Bridgekamera mit einem flexiblen Zoomobjektiv. Die größte Neuerung gegenüber dem älteren Modell besteht in dem neu entwickelten Bildsensor, der 12 anstelle von 14 Megapixel auflöst - und eine deutlich bessere Bildqualität bietet. Damit hat der Hersteller die größte Schwäche der FZ100 eliminiert und einen hervorragenden Allrounder im Programm.

Auf den ersten Blick sieht die Panasonic Lumix DMC-FZ150 ihrer Vorgängerin FZ100 zum Verwechseln ähnlich. Und auch bei den technischen Daten muss man die Unterschiede mit der Lupe suchen: Das Objektiv zoomt nach wie vor 24-fach und deckt einen Brennweitenbereich von 25 bis 600 Millimetern ab, es gibt einen elektronischen Sucher und ein 3,0 Zoll großes, beweglich aufgehängtes Display mit unveränderter Auflösung, manuelle und halbautomatische Aufnahmeprogramme – und so weiter. Der größte Unterschied liegt beim MOS-Bildsensor, der jetzt 12 anstelle von 14 Megapixeln auflöst und im Gegensatz zum älteren Modell rückseitig belichtet ist. Damit geht Panasonic auch den größten Kritikpunkt an der älteren FZ100 an: die Bildqualität. Ob das gelungen ist, verrät der Testbericht.

Weniger Megapixel für mehr Bildqualität? Korrekt. Denn je mehr Pixel sich die gerade bei Kompakt- und Bridgekameras sehr knappe Fläche auf dem Bildsensor teilen, desto weniger Platz bleibt für jeden einzelnen Bildpunkt übrig. Und eine geringere Fläche bedeutet, dass die kleinen Lichtfallen mit einer höheren Empfindlichkeit ausgelesen werden müssen. Eine höhere Empfindlichkeit wiederum sorgt für mehr Störungen, also mehr Bildrauschen und damit für eine schlechtere Bildqualität. Zwar haben natürlich auch Kameras mit gewaltiger Auflösung ihre Daseinsberechtigung, doch der Privatanwender wird niemals mehr als 10 Millionen Bildpunkte brauchen. Die irrsinnigen Megapixelzahlen werden von den Marketingabteilungen der Hersteller gebraucht, um immer neue Kameras an den Mann zu bringen. Ist aber quatsch.

Design

Die Panasonic Lumix DMC-FZ150 sieht nicht nur so aus, sondern ist mit 12,4 mal 9,5 mal 8,2 Zentimetern auch genauso groß wie ihre Vorgängerin FZ100 – und damit alles andere als kompakt. Die Kamera passt mit gut Zureden in große Jackentaschen, bei den Hosentaschen müssen sogar Snoop Doggs Baggy Pants passen. Mit einem Gewicht von 528 Gramm ist die Digicam außerdem alles andere als ein Leichtgewicht. Aber dafür stecken in dem Gehäuse ja auch unzählige Features. Die Hülle der FZ150 ist übrigens aus Kunststoff gefertigt, macht aber dennoch einen sehr soliden und hochwertigen Eindruck. Mit griffiger Beschichtung und großzügiger Form sorgen die Daumenablage auf der Rückseite und der Handgriff auf der Vorderseite für einen sicheren Sitz in der Hand.

Auf den ersten Blick sieht die DMC-FZ150 aus wie eine geschrumpfte Spiegelreflexkamera. Neben dem ausgeprägten Handgriff zeichnet dafür das riesige 24-fach vergrößernde Objektiv auf der Vorderseite verantwortlich. Wie bei der Vorgängerin FZ100 gibt es auf dem Objektivtubus eine Focus-Taste sowie einen Schiebeschalter zum Wechseln zwischen Autofokus, Makro-Autofokus und manuellem Fokus. Neu hinzugekommen ist an dieser Stelle ein zweiter Schieber zum Betätigen des optischen Zooms. Er lässt sich bequem mit dem Daumen der linken Hand bedienen und erlaubt insbesondere im Videomodus ein Zoomen ohne Verwackeln.

Die rote Taste hinter dem Auslöser dient zum Starten der Videoaufnahme. [1]
Die rote Taste hinter dem Auslöser dient zum Starten der Videoaufnahme.

Oben auf dem Handgriff der Kamera befindet sich der Auslöser, der von einem zweiten Zoomring eingefasst ist. Dahinter folgen eine dedizierte Taste zum Starten der Videoaufnahme, ein Button zum Konfigurieren des Serienbildmodus sowie ein Ein/Aus-Schieber. Links daneben bringt Panasonic einen Moduswahlschalter unter, der mit insgesamt 14 Aufnahmeprogrammen etwas überfrachtet wirkt – aber dazu später mehr. Noch weiter links gibt es einen Blitzschuh, der zu den Systemblitzen aus Panasonics G-Serie kompatibel ist. Außerdem bringt der Hersteller hier noch ein Stereo-Mikrofon sowie einen Pop-Up-Blitz unter.

Auf der Rückseite der Kamera dominiert das 3,0 Zoll große Display. Mit 480 mal 320 Pixeln (460.000 Subpixeln) bietet es eine durchschnittliche Auflösung. Die dreh- und schwenkbaren Aufhängung ist in schwierigen Aufnahmesituationen eine große Hilfe – beispielsweise bei Aufnahmen über Kopf, aus der Hüfte oder bei Selbstportraits. Außerdem lässt sich die Anzeige auch verkehrtherum zuklappen und ist so vor Kratzern geschützt. Oberhalb des Bildschirms befindet sich ein ziemlich kleiner elektronischer Sucher, der wie bei der Vorgängerin leider nur 201.600 Subpixel (336 mal 200 Bildpunkte) auflöst und sich damit bestenfalls für Notfälle eignet. Der Bildausschnitt lässt sich hier problemlos festlegen, wenn in der prallen Sonne auf dem rückseitigen Display nichts mehr zu erkennen ist. Aber zum Beurteilen der Schärfe eignet sich die Anzeige nicht.

Links neben dem Okular des elektronischen Suchers befindet sich eine Taste, die den Blitz nach oben klappen lässt. Rechts des Okulars gibt es einen Button zum manuellen Umschalten zwischen 3,0-Zoll-Display und elektronischem Sucher. Einen Näherungssensor zum automatischen Wechseln gibt es leider nicht. Weiter rechts folgen schließlich eine Taste für Belichtungs- und Fokusspeicher und – direkt oberhalb der Daumenablage – ein drückbares Rändelrädchen. Im manuellen Modus wechselt ein Druck auf das Drehelement zwischen Blende und Belichtungszeit als zu konfigurierendem Parameter. In den Halbautomatiken Blenden- und Belichtungspriorität springt der Fotograf so zwischen Belichtungskorrektur und Blende beziehungsweise Belichtungszeit hin und her. Das System funktioniert in der Praxis gut.

Das 3,0 Zoll große Display ist dreh- und schwenkbar aufgehängt. Die Auflösung ist mit 480 mal 320 Pixeln allerdings nur durchschnittlich. [2]
Das 3,0 Zoll große Display ist dreh- und schwenkbar aufgehängt. Die Auflösung ist mit 480 mal 320 Pixeln allerdings nur durchschnittlich.

Unterhalb der Daumenablage befinden sich zwei Buttons zum Einstellen der auf dem Bildschirm dargestellten Informationen sowie zum Wechseln in den Wiedergabemodus. Weiter unten folgt ein Vier-Wege-Pad mit mittiger Menu/Set-Taste. Es dient neben der Navigation durch die Menüs auch zum direkten Aufrufen der Einstellungen von Belichtungskorrektur, Selbstauslöser sowie ISO-Empfindlichkeit und hält eine frei belegbare Funktionstaste bereit. Für die Funktionstaste stehen folgende Einstellungen zur Verfügung: Bildstil, Bildseitenverhältnis, Qualität, Messmethode, Weißabgleich, Intelligenter Dynamikbereich, Gitterlinie, Aufnahmefeld und Restanzeige. Ganz unten auf der Rückseite gibt es schließlich noch einen Knopf, der im Foto- beziehungsweise Videomodus das Schnellmenü aufruft und im Wiedergabemodus zum Löschen von Aufnahmen dient.

Auf der linken Seite der Kamera befinden sich ein HDMI-Ausgang, ein proprietärer USB-Port sowie eine 2,5-Millimeter-Klinkenbuchse, die wahlweise zum Anschließen eines Mikrofons oder einer Kabelfernbedienung dient. Die Fächer für Speicherkarte und Akku sitzen hinter einer Klappe auf der Unterseite des Gehäuses. Der Stromspeicher bietet eine Kapazität von 895 mAh und schafft damit nach dem CIPA-Standard gemessene 410 Aufnahmen.

Ausstattung

Panasonic setzt in der Lumix DMC-FZ150 auf einen neu entwickelten, rückseitig belichteten MOS-Sensor. Im Vergleich zur Vorgängerin ist die Auflösung von 14 auf 12 Megapixel zurückgegangen. Wir begrüßen diese Entscheidung sehr, war doch schließlich die Bildqualität der größte Kritikpunkt an der FZ150. Mit der gesunkenen Auflösung müssen sich nämlich weniger Pixel den Platz auf dem Sensor teilen, was für größere Pixel sorgt und damit in einer besseren Bildqualität resultieren dürfte.

Am Objektiv hat sich gegenüber der Vorgängerin nichts verändert. Es deckt nach wie vor einen Brennweitenbereich von 25 bis 600 Millimetern im Kleinbildäquivalent ab. Die größte Blendenöffnung im Weitwinkel beträgt F2,8. Im Telebereich fällt das maximale Öffnungsverhältnis dann auf F5,2 ab. Der Bildstabilisator ist im Objektiv integriert.

Der rückseitig belichtete MOS-Sensor der Panasonic Lumix DMC-FZ150 hat im Vergleich zu konventionellen CCD-Sensoren einen entscheidenden Vorteil: seine Geschwindigkeit. Mit voller 12-Megapixel-Auflösung schießt die Kamera bis zu zwölf Fotos pro Sekunde. Wer sich mit auf 5 Megapixel gedrosselter Auflösung zufrieden gibt, wird mit 40 Aufnahmen pro Sekunde belohnt, bei 3,5 Megapixeln sind sogar 60 fps möglich. Auch im Videomodus macht sich die Geschwindigkeit des Sensor bezahlt. Die Kamera fängt maximal 1920 mal 1080 Pixel bei 50 Vollbildern pro Sekunde ein – mit 28 MBit pro Sekunde im AVCHD-Codec. Mit auf 320 mal 240 Pixel reduzierter Auflösung stemmt die FZ150 220 fps. Bei der Wiedergabe mit 25 Bildern pro Sekunde dauert dann eine aufgezeichnete Sekunde knapp neun Sekunden. Das entspricht also einer neunfachen Zeitlupe. Im Videomodus stehen erfreulicherweise manuelle Einstellungsmöglichkeiten zu Blende und Belichtungszeit zur Verfügung. Der optische Zoom arbeitet auch während der Aufnahme.

Das Modusrädchen auf der Oberseite der Kamera hält insgesamt 14 verschiedene Aufnahmeprogramme bereit. Anspruchsvolle Fotografen dürften sich über die PASM-Modi freuen. M steht für manuell: Hier passt der Fotograf Blende, Belichtungszeit und ISO-Empfindlichkeit selbst an. Im Modus A übernimmt der Fotograf die Blendeneinstellung, und die Kamera passt die Verschlusszeit so an, dass ein korrekt belichtetes Bild herauskommt. Um die Blendenöffnung kümmert sich eine Irisblende und nicht – wie es häufig bei billigeren Kameras der Fall ist – ein Neutraldichtefilter. Im Weitwinkel zehn Werte zwischen F2,8 und F8,0 zur Verfügung, bei maximaler Brennweite sind es noch fünf Optionen zwischen F5,2 und F8,0.

Das Hilfslicht unter dem "FZ150"-Schriftzug greift dem Autofokus bei schwierigen Lichtverhältnissen unter die Arme. [3]
Das Hilfslicht unter dem „FZ150“-Schriftzug greift dem Autofokus bei schwierigen Lichtverhältnissen unter die Arme.

Im Modus S stellt der Fotograf die gewünschte Verschlusszeit ein, und die Kamera wählt die dazu passende Blendeneinstellung. Die längste Verschlusszeit beträgt 8 Sekunden, die kürzeste 1/2000. Einen Bulb-Modus, der etwa für das Fotografieren von Feuerwerk [4] sehr praktisch ist, gibt es leider nicht. In der mit P bezeichneten Programmautomatik schließlich übernimmt die Kamera Blende und Belichtungszeit, während dem Fotografen alle anderen Parameter wie Weißabgleich, ISO-Empfindlichkeit, Belichtungsmessung & Co. zur Verfügung stehen.

Wer die Arbeit lieber der Kamera überlässt, findet in der intelligenten Automatik sein Glück. Sie ist auf dem Modusrädchen mit iA gekennzeichnet. Hier analysiert die FZ150 das Motiv und ordnet es dem am besten dazu passenden Szenenprogramm zu. Außerdem aktiviert sie Gegenlichtausgleich, automatischen Weißabgleich, Gesichtserkennung, Intelligente Dynamik, Intelligente Auflösung, Intelligenten Zoom, Bildstabilisator und Rote-Augen-Reduktion, um ein möglichst optimales Ergebnis zu erzielen.

Wer in der Lage ist, seinen Hund von einem Sonnenuntergang zu unterscheiden, kann auch das zum Geschehen vor der Kamera passendste Motivprogramm auch händisch auswählen. Die wichtigsten Programme – Portrait, Landschaft, Sport, Nahaufnahme und Nachtportrait – sind direkt auf dem Modusrädchen untergebracht. Hinter dem Punkt SCN verstecken sich 17 weitere Modi, darunter Standards wie Strand, Feuerwerk und Sonnenuntergang, aber auch einige Exoten. Der Modus Panning beispielsweise unterstützt den Fotografen bei Mitziehern [5]. Im 3D-Foto-Modus schießt die Kamera, wie der Name schon verrät, 3D-Fotos. Der Fotograf zieht dabei die Digicam einfach im Querformat mit gedrücktem Auslöser von links nach rechts über das Motiv. Währenddessen schießt die FZ150 eine Reihe von Aufnahmen und setzt zwei geeignete in ein 3D-Bild um. Es kommt das MPO-Format zum Einsatz. Unter den Szenenprogrammen befindet sich übrigens auch der zuvor erwähnte Zeitlupenmodus namens Hochgeschwindigkeits-Video. Eine Schwenkpanorama-Funktion, wie sie beispielsweise die Sony Cyber-shot DSC-HX100V [6] bietet, gibt es leider nicht. Stattdessen hat die Bridgekamera lediglich einen Panoramaassistenten zu bieten, der beim Aufnehmen zusammenhängender Bilder hilft, die der Anwender später händisch am Rechner zusammenbasteln muss. Das geht entweder mit dem mitgelieferten Tool PhotofunStudio oder einer beliebigen anderen Panorama-Software [7].

Wer mit der Bildwirkung experimentieren, sich aber nicht Photoshop & Co. herumschlagen möchte, kann sich über die Kreativmodi freuen. Hinter dem mit Pinsel und Palette gekennzeichneten Punkt auf dem Modusrädchen verstecken sich insgesamt acht verschiedene Fotoeffekte: Expressiv, Retro, High Key, Sepia, High Dyn.Range, Lochkamera, Sandstrahl und Miniatureffekt. Leider ist es nicht möglich, die Effekte auf bereits geschossene Fotos anzuwenden.

Zu guter Letzt gibt es auf dem Modusrädchen noch einen mit Cust bezeichneten Slot, unter dem sich drei Blöcke an benutzerspezifischen Einstellungen ablegen lassen. So hat man seine eigenen Einstellungen für bestimmte Aufnahmesituationen, denen man sich häufig gegenübersieht, immer griffbereit.

Wer noch nie eine ähnlich ausgestattete Kamera in den Händen hatte, könnte sich anfangs etwas erschlagen fühlen von dem Funktionsumfang der Panasonic Lumix DMC-FZ150. Aber sobald man die Unterteilung der Einstellungen in Hauptmenü und Quick-Menü begriffen hat, stellt die Bedienung kein Problem mehr dar. Eine ausführliche Beschreibung aller Funktionen der Kamera findet sich im Handbuch auf der Webseite des Herstellers [8].

Die folgende Tabelle zeigt noch einmal die wichtigsten technischen Daten der Panasonic Lumix DMC-FZ150 im Vergleich mit drei aktuellen Konkurrenten.

Hersteller Canon Nikon Panasonic Sony [9]
Modell PowerShot SX30 IS [10] Coolpix P500 [11] Lumix DMC-FZ150 Cyber-shot DSC-HX100V [6]
Preis 340 Euro 320 Euro 430 Euro 425 Euro
Bildsensor 1/2,3-Zoll-CCD 1/2,3-Zoll-BSI-CMOS 1/2,3-Zoll-BSI-CMOS 1/2,3-Zoll-BSI-CMOS
Auflösung 14 Megapixel 12 Megapixel 12 Megapixel 16 Megapixel
Optischer Zoom 35-fach 36-fach 24-fach 30-fach
Brennweitenbereich 24 – 840 mm 22,5 – 810 mm 25 – 600 mm 27 – 810 mm
Lichtstärke F2,7 – F5,8 F3,4 – F5,7 F2,8 – F5,2 F2,8 – F5,6
Bildstabilisator optisch mechanisch optisch optisch
Empfindlichkeiten ISO 80 – 1600 ISO 160 – 3200 ISO 100 – 3200 ISO 100 – 3200
Max. Fotoauflösung 4320 x 3240 Pixel 4000 x 3000 Pixel 4000 x 3000 Pixel 4608 x 3456 Pixel
Max. Videoauflösung 1280 x 720 Pixel
@ 30 fps
1920 x 1080 Pixel
@ 30 fps
1920 x 1080 Pixel
@ 50 fps
1920 x 1080 Pixel
@ 50 fps
Manuelle
Einstellungen
P, A, S, M P, A, S, M P, A, S, M P, A, S, M
Display 2,7 Zoll;
dreh- und schwenkbar
3,0 Zoll;
fest
3,0 Zoll;
dreh- und schwenkbar
3,0 Zoll;
schwenkbar
Sucher elektronisch elektronisch elektronisch elektronisch
Speichermedien SD, SDHC, SDXC SD, SDHC, SDXC SD, SDHC, SDXC SD, SDHC, SDXC
Abmessungen 12,3 x 9,2 x 10,8 cm 11,6 x 10,3 x 8,4 cm 12,4 x 9,5 x 8,2 cm 12,2 x 9,3 x 8,7 cm
Gewicht 601 g 494 g 528 g 577 g

Leistung

Die Panasonic Lumix DMC-FZ150 ist für eine Bridgekamera ordentlich schnell unterwegs. Die einzige Ausnahme ist die Zeit, die die Digicam braucht, um einsatzbereit zu sein. Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto im Kasten ist, vergehen durchschnittlich 1,9 Sekunden. Zwischen jedem weiteren Bild genehmigt sich die Kamera sowohl im RAW- als auch im JPEG-Modus eine Verschnaufpause von 0,6 Sekunden. Mit zugeschaltetem Blitz verlängert sich die Auszeit auf 1,9 Sekunden. Außerdem steigt die Auslöseverzögerung merklich an, wenn der Blitz aktiviert ist.

Um bei optimalen Lichtverhältnissen zu fokussieren und das Foto einzufangen, benötigt die FZ150 0,3 Sekunden. Bei Motiven mit niedrigem Kontrast verschlechtert sich die Auslöseverzögerung auf 0,6 Sekunden. Das sind für eine Bridgekamera beides sehr gute Werte. Der Serienbildmodus schafft mit kontinuierlichem Autofokus im Test genau 5,0 fps. Das ist etwas weniger als die von Panasonic versprochenen 5,5 Bilder pro Sekunde, für eine Kamera in dieser Klasse aber dennoch hervorragend.

Wer sich mehr Geschwindigkeit wünscht, kann die Kamera mit voller Auflösung auch auf bis zu 12 fps beschleunigen. Allerdings kommt der Kontrast-Autofokus nicht mit diesem Tempo mit. Er ist ebenso wie die Belichtung mit dem ersten Foto festgelegt. Ändern sich während des Dauerfeuers also beispielsweise die Lichtverhältnisse oder die Entfernung zwischen Fotograd und Motiv, so misslingt ein Teil der Aufnahmen.

Der Autofokus lässt sich ebenfalls beschleunigen, wenn man die Funktion Quick-AF aktiviert. Dann fokussiert die Kamera, wenn sie ruhig gehalten wird, stets auf das aktuell im Sichtfeld befindliche Objekt und ist so schneller einsatzbereit. Allerdings geht das zu Lasten der Akkulaufzeit.

Bildqualität

Die größte Schwäche der Panasonic Lumix DMC-FZ100 ist ihre Bildqualität. Bei dem alten Modell sind die Fotos bereits ab ISO 200 deutlich von der Rauschunterdrückung weichgezeichnet und weisen gelbe Farbflecken auf. Angesichts der hohen Anschaffungskosten waren wir damals doch etwas enttäuscht. Nachdem die neue Panasonic Lumix DMC-FZ150 die Auflösung des MOS-Sensors von 14 auf 12 Megapixel gesenkt hat und zudem nun auch auf eine rückseitige Belichtung setzt, ist die Hoffnung groß, dass die Bildqualität einen Sprung nach vorne macht.

Und das ist durchaus gelungen. Insbesondere bei hohen ISO-Empfindlichkeiten ist der Unterschied drastisch. Während man mit der FZ100 alles oberhalb von ISO 200 im RAW-Format geschossen hat, kommt man mit der Nachfolgerin Lumix DMC-FZ150 durchaus auch mit ISO 800 auf recht brauchbare Ergebnisse. Bei ISO 1600 lassen die Farben merklich nach – hier lässt sich mit dem Umweg über das RAW-Format noch einiges aus den Fotos herauskitzeln. Auf ISO 3200 sollte man nur im Notfall zurückgreifen. Bei niedrigen Empfindlichkeiten wirken die Fotos allerdings einen Tick zu künstlich nachgeschärft. Immerhin: Das lässt sich in den meisten Aufnahmemodi korrigieren, nicht jedoch in der Automatik. Wer die Fotos aber nicht gerade extrem groß ausdruckt, dürfte sich daran nicht stören.

Die Panasonic Lumix DMC-FZ150 liefert schöne und ansehnliche Fotos, die mit den Standardeinstellungen allerdings einen Tick zu knallig wirken. Wie die Nachschärfung lassen sich in den meisten Aufnahmemodi aber auch die Farben anpassen. Die Belichtungsautomatik liefert gelegentlich etwas zu dunkle Ergebnisse, was sich aber nachträglich besser korrigieren lässt als überbelichtete Fotos. Der automatische Weißabgleich liefert bei Tageslicht gute Ergebnisse, liegt unter Kunstlicht aber gerne einmal daneben. Am besten benutzt man entweder eines der Presets oder verwendet den manuellen Weißabgleich.

Beim Objektiv hat der Hersteller sehr gute Arbeit geleistet. Trotz des starken Weitwinkels von 25 Millimetern ist kaum eine tonnenförmige Verzeichnung festzustellen. Bei maximaler Brennweite tritt keine Verzerrung auf. Das Objektiv bietet eine gute Abbildungsleistung, die auch zum Bildrand hin nicht nennenswert abfällt. Mit Farbsäumen an kontrastreichen Übergängen hat die Bridgekamera nur selten zu kämpfen.

Ein großes Kaufargument der Panasonic Lumix DMC-FZ150 ist ihr Videomodus. Die Kamera fängt Full-HD-Clips im AVCHD-Format mit 50 Vollbildern pro Sekunde ein. Die Videos sind scharf und überzeugen mit guter Belichtung und schönen Farben. Dank der hohen Bildrate wirken auch Actionszenen weich, Rolling-Shutter-Effekte [13] können wir nur mit Gewalt und wildem Geschüttel erzeugen. Der optische Zoom steht während der Aufnahme zur Verfügung. Allerdings ist der Motor des Objektivs in leisen Umgebungen auf den Filmchen zu hören.

Fazit

Die größte Schwäche der Lumix DMC-FZ100 hat Panasonic bei der Lumix DMC-FZ150 zwar nicht ausgemerzt, aber doch deutlich verbessert. Dank eines neu entwickelten und niedriger auflösenden Sensors hat die Bildqualität einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht. Ansonsten ist die Kamera in Sachen Design, Ausstattung und Leistung nach wie vor auf einem sehr guten Niveau. Wer nach einem zoomstarken und schnellen Modell sucht, das viele Features bietet und sowohl im Foto- als auch im Videomodus gute Ergebnisse liefert, ist hier an der richtigen Adresse. Allerdings ist die Brigekamera mit Anschaffungskosten von 430 Euro nicht gerade ein Schnäppchen.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/41556665/panasonic-lumix-dmc-fz150-im-test-24-fach-superzoomer-mit-verbesserter-bildqualitaet/

URLs in this post:

[1] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41556665/panasonic_lumix_dmc-fz150_oben.jpg

[2] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41556665/panasonic_lumix_dmc-fz150_hinten.jpg

[3] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41556665/panasonic_lumix_dmc-fz150_vorne.jpg

[4] Fotografieren von Feuerwerk: https://www.cnet.de/praxis/wochenend/41543699/feuerwerk_aufs_bild_gebracht_so_fotografiert_man_silvester_richtig.htm

[5] Mitziehern: http://de.wikipedia.org/wiki/Mitziehen

[6] Sony Cyber-shot DSC-HX100V: https://www.cnet.de/tests/digicam/41555449/testbericht/sony_cyber_shot_dsc_hx100v_im_test_schnelle_tausendsassa_kamera_mit_30_fach_zoom.htm

[7] Panorama-Software: https://www.cnet.de/praxis/hard-software/41533924/panorama_fotos_selber_machen_wenn_der_weitwinkel_nicht_ausreicht.htm

[8] Webseite des Herstellers: http://www.panasonic.de/html/de_DE/Produkte/Lumix+Digitalkameras/Super+Zoom+FZ/DMC-FZ150/Handb%C3%BCcher/8023226/index.html?trackInfo=true

[9] Sony: http://www.cnet.de/unternehmen/sony/

[10] PowerShot SX30 IS: https://www.cnet.de/tests/digicam/41539793/testbericht/canon_powershot_sx30_is_im_test_bridgekamera_mit_35_fach_megazoom.htm

[11] Coolpix P500: https://www.cnet.de/tests/digicam/41551029/testbericht/nikon_coolpix_p500_im_test_36_fach_superzoomer_mit_vollgas_sensor.htm

[12] Testfotos: die Bildqualität der Panasonic Lumix DMC-FZ150: https://www.cnet.de/41556664/testfotos-die-bildqualitaet-der-panasonic-lumix-dmc-fz150/?pid=1#sid=41556665

[13] Rolling-Shutter-Effekte: http://de.wikipedia.org/wiki/Rolling-Shutter-Effekt