Am Subwoofer befindet sich außerdem ein 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss, dank dem man jeden beliebigen Media-Player oder jedes Smartphone mit entsprechender Schnittstelle mit dem Soundsystem verbinden und direkt Musik abspielen kann. Das Setup und der Anschluss am Computer sind innerhalb von Minuten erledigt.

Die kapazitive Touch-Lautstärkebedienung mag zwar im Jahr 2000 der große Hit gewesen sein, aber heutzutage irritiert sie einfach nur, da schrittweise Anpassungen der Lautstärke damit unmöglich sind. Nicht nur einmal pumpen wir die Lautstärke des Soundsystems dank der ultrasensitiven Touch-Tasten unbeabsichtigt auf Trommelfell-erschütternde Pegel hoch. Wir können nur hoffen, dass Harman Kardon hier endlich Hand anlegt und der nächsten SoundSticks-Generation einen dedizierten Lautstärkeknebel spendiert. Der ist zwar nicht so schick und „hip“ wie eine Touch-Steuerung, aber um Welten praktischer.

Ein weiterer Kritikpunkt ist der Mangel eines Kopfhörerausgangs, auch wenn man optional ein doppelseitiges und knapp neun Zentimeter langes Audiokabel für den Lautsprecherausgang erwerben kann. Und zu guter Letzt wäre noch die Bass-Bedienung zu nennen, die immer noch direkt am Subwoofer lokalisiert ist und gleichzeitig als Ein/Aus-Schalter fungiert. Wenn man also den Bass nachregeln oder nachts ohne blau ausgeleuchtetes Zimmer schlafen will, muss man wohl oder übel zum Subwoofer krabbeln.

Performance

Die SoundSticks-Lautsprecher bekommen nach mehr als zehn Jahren nicht nur positive Wertungen von ihren Besitzern, weil sie schick aussehen: Das 2.1-Lautsprechersystem kennt selbst bei extrem hohen Lautstärken keine Verzerrungen, und unser Bass-betonter Test-Track First of the Year von Skrillex klingt trotz des vergleichsweise limitierten Frequenzgangs von 42 bis 20.000 Hertz knackig und ausgewogen.

Die berührungssensitive Lautstärkesteuerung des SoundSticks III sollte Harman Kardon schleunigst gegen einen Knebelknopf austauschen.
Die berührungssensitive Lautstärkesteuerung des SoundSticks III sollte Harman Kardon schleunigst gegen einen Knebelknopf austauschen.

Wir bemerken zudem keinerlei zusätzliches Gezische oder Gerausche bei gezischten Konsonanten und sehr wenig hörbare Statik zwischen den Tracks. Bei 192K-enkodierter MP3-Musik, PC-Games und besonders in Szenen der jüngsten Silver-Screen Version von King Kong klingt der SoundSticks III ähnlich kraftvoll. Auch bei einem stufenweisen Aufdrehen der Lautstärke können wir keine Störungen feststellen.

Fazit

Wer bereits einen der Vorgänger des Harman Kardon SoundSticks III sein Eigen nennt, kann getrost auf den Kauf verzichten – die Änderungen sind marginal, bestimmte Schwachpunkte dafür aber immer noch nicht behoben. Aber trotz der bestehenden Kritikpunkte ist das SoundSticks III eines der am besten klingenden und aussehenden PC-Lautsprechersysteme in der Preisklasse bis 150 Euro. Wer keinen der Vorgänger besitzt und ein gutes Soundsystem für den PC sucht, sollte sich dieses Modell auf jeden Fall einmal näher anschauen.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Harman Kardon SoundSticks III: transparentes Design-Soundsystem mit sehr gutem Klang

  • Am 29. Januar 2017 um 21:12 von Tom

    Ich möchte kurz anmerken, dass ich bis jetzt super mit den Lautstärkereglern zurecht komme. Habe die Soundsticks jetzt eine Woche intensiv genutzt. Durch einfaches tippen ist auch ein Verändern der Lautstärke stufenweise möglich. Alternativ lässt sich die Lautstärke natürlich auch über das angeschlossene Gerät steuern.
    Als weiteren positiven Punkt möchte ich anmerken, dass sich die im Subwoofer verbaute LED automatisch abschaltet, wenn das Soundsystem nicht genutzt wird. Hiervon hatte ich auch bei Harman/Kardon nichts gelesen.

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