Googles erklärtes Ziel war es, die Smartphone- und Tablet-Designs unter einen Hut zu bringen, so dass Android immer wie Android aussieht – ganz gleich, wie groß der Bildschirm ist. Vom Feature-Standpunkt aus betrachtet, scheint das zu funktionieren. Der neue Look ist simpel, elegant, erwachsen – und sexy. Von den neuen Menü-Buttons und -Listen über den überarbeiteten Benachrichtigungen-Bildschirm und den einfach strukturierten Einstellungen bis hin zur überarbeiteten Bildergalerie wirkt das Design rundum gelungen.

Allerdings gibt es auch die Seite von Ice Cream Sandwich, die unter in Konflikt stehenden Designansätzen leidet und gelegentlich so wirkt, als hätte man Honeycomb irgendwie geschrumpft, um es auf einem Smartphone-Display unterzubringen.

Interface & Homescreens

Ohne Umschweife: Der Standard-Homescreen sieht fantastisch aus. Er ist der erste Begegnungspunkt mit der neuen Schriftart Roboto. Sie sieht wie versprochen sauber und scharf aus. Wenn man aber nicht gerade mit der Lupe nach Neuerungen sucht, fallen die Unterschiede kaum auf.

Auf dem ersten Homescreen finden sich von oben nach unten folgende Neuerungen: eine transparente Suchleiste, eine stilisierte Uhr und ein rundes Icon, hinter dem sich ein mit Google-Services gefülltes Verzeichnis verbirgt. Eigene Ordner lassen sich auf dem Homescreen anlegen, indem man einfach eine App auf eine andere zieht – hallo iOS. Hier wie dort ist as ist einfach zu verstehen und sieht außerdem noch richtig schick aus.

Der neue Homescreen sieht hervorragend aus. Und endlich gibt es hier die Möglichkeit, Verzeichnisse anzulegen.
Der neue Homescreen sieht hervorragend aus. Und endlich gibt es hier die Möglichkeit, Verzeichnisse anzulegen.

Ein weiteres neues Feature, das Ice Cream Sandwich auf die Smartphones bringt, sind skalierbare Widgets. Man hält einfach den Finger auf ein Widget, und schon tauchen Punkte rund um das Element auf, mit denen es sich auf die gewünschte Größe ziehen lässt. Alles in allem wirkt der Homescreen so gleichzeitig bekannt, aber auch neu, erwachsen und weniger kitschig.

Smartphone-Freaks werden feststellen, dass sich Google bei Ice Cream Sandwich nicht nur an Android 3.0, sondern auch an der Konkurrenz anlehnt. Das Hauptmenü-Icon erinnert beispielsweise stark an BlackBerry, der Button, der die Kontextmenüs aufruft, kommt uns von Windows Phone 7 her bekannt vor. Der Kontextmenü-Button ist übrigens je nach App mal oben und mal unten auf dem Display zu finden. Blöd: Uns wäre hier eine konsistentere Lösung lieber gewesen.

Der App-Launcher sieht im Wesentlichen genauso aus wie der von Gingerbread. Das Layout ist leicht überarbeitet, und beim horizontalen Durchwischen durch die Apps gibt es eine coole Überblendungs-Animation. Gut gefällt außerdem, dass die Market-App ständig oben im Display erreichbar ist, und dass der App-Launcher jetzt auch Widgets anzeigen kann. Der Kachel-Look für die Widgets, auf den Google bei der Vorstellung von Ice Cream Sandwich so stolz war, wirkt allerdings etwas verwirrend und zugemüllt.

Neueste Kommentare 

9 Kommentare zu Samsung Galaxy Nexus im Test: 4,65-Zoll-Smartphone mit Android 4.0 Ice Cream Sandwich

  • Am 22. November 2011 um 16:53 von Daniel

    Quantensprung
    Der Autor möge bitte das Wort quantensprung nachschlagen.

  • Am 22. November 2011 um 17:26 von Ringgi

    Falsches Handy
    Das letzte Smartphone beim Grössenvergleich ist nicht das SII! Das SII ist schmaler und eleganter. Ich denke, es ist das Galxy Note…

  • Am 23. November 2011 um 08:35 von Blablub

    Falsch
    Die Bildunterschrift stimmt nicht. Es war schon immer ohne weiteres möglich Ordner auf dem Homescreen anzulegen. Nicht so schön wie jetzt aber problemlos möglich. Langes drücken auf den Homescreen -> Ordner anlegen.
    Bitte korrigieren.

  • Am 23. November 2011 um 10:51 von mbirth

    Gehäuse
    Der Vergleich des Gehäuse mit dem iPhone und dem Droid Razr ist ja ganz nett, aber vielleicht sollte noch erwähnt werden, dass beide Vergleichsgeräte KEINEN Wechselakku haben und der Hersteller da ganz andere Maßstäbe beim Gehäusebau anwenden konnte. Klar, dass sich das auf die Materialwahl auswirkt. Bei einem Wechselakku ist der Akku an sich dicker und das Gerät braucht quasi eine zweite Hülle unter dem Akkudeckel.

  • Am 23. November 2011 um 11:18 von mbirth

    Menütaste
    Zu der Menütaste – mal oben, mal unten: Seit Honeycomb gibt es neue Vorgaben für das Menü (und eine neue API). Der Button ist seit dem oben rechts. Für alte Apps, die noch nicht angepasst sind, blendet Android unten den herkömmlichen Menüknopf ein. Das war auch schon unter Honeycomb so.

  • Am 16. Dezember 2011 um 12:43 von Arno H. Ühm

    Lern mich Deutsch …
    Bei c-net ist wohl nicht der Dativ nicht dem Genitiv sein Tod (Bastian Sick), sondern dem Nominativ.

    Was ist das für ein Deutsch?
    "Und ohne dem neuesten Android ist das …"
    Brrrrrrrrrrr!

    Davon abgesehen: Weiß eigentlich jemand warum die "Original"-Google-Smartphones IMMER ohne Kartenslot sind?

    Wenn dann von Hause aus satt Memory drin wär (so dass die gesamte MP3-Sammlung und ein paar Filme darauf passen), wäre es ja OK.
    Aber 16GB ist viel zu wenig, 32GB ist nur angekündigt und reicht (mir) leider auch nicht.

    Schade eigentlich.

  • Am 29. Dezember 2011 um 10:56 von Dijon

    Wischi-Waschi
    Folgendes stimmt nicht:
    "Aber es gibt beispielsweise keinerlei Hinweise darauf, dass sich Benachrichtigungen im Notifications-Menü einfach wegwischen lassen – und dieses Feature gibt es auch sonst nicht im Betriebssystem"

    Das Wegwischen funktioniert auch im Recent Apps-Menü und bei den Browser-Tabs.

  • Am 29. Januar 2012 um 05:57 von Thomas

    Fehlender MicroSD Slot
    Leider ist beim Test ganz untergegangen, dass im Vergleich zum Nexus One oder anderen Geräten der Kartenslot komplett fehlt. Die 16 GB Variante kostet 500 EUR, die 32 GB Variante 600 EUR… 100 EUR für 16 GB sind Wucher und einfach nur dreist. Die Erweiterbarkeit oder einfach der Tausch der Karte/die Archivierung von Apps sind so nicht möglich.

    Auch das Problemlose Einspielen von Images wird so erschwert, wenn das Gerät mal nicht mehr startet und man keine Karte extern bespielen kann.

    Auch die Kamera ist noch zu gut weggekommen – unscharf und verwaschen, Falschfarben und nur 5 Megapixel. NFC und LTE sind nett, aber Bluetooth 3.0 wäre besser gewesen.

    Für ein Flagschiff zu diesem Preis hätte ich mehr erwartet und auch die Wertigkeit des Gehäuses ist nicht optimal. Man kann auch bei einem Wechselakku Alu oder Carbon verwenden…

    Das die Menütasten jetzt im Bildschirm ausgeführt sind, ermöglicht natürlich kontextsensitive Änderungen, separate Taster oder Sensortasten hätten aber den Vorteil gehabt, dass die einheitliche Bedienung erhalten geblieben wäre, dass man auch blind bestimmte Funktionen an festen Positionen hätte und … der Bildschirm verbraucht wesentlich mehr Akkuleistung als drei Tasten.

    Der große Nachteil bei Android bleibt, dass Google mit jeder Version seine nicht vorhandenen UI-Guidelines auf den Kopf stellt und die Hersteller dann noch ihre eigenen Oberflächen drüberstülpen, was Updates (Google hat mal mit 18 Montaten Update Garantie geworben) ad absurdum führt.

    Ich sage nur HTC Desire Desaster. Daher muss ich sagen, dass Apple mit iOS und selbst Microsoft mit Windows Phone den konsistenteren Bedienansatz hat. Google ist eher ein Hacker Telefon von Kindern programmiert für Kinder. Inkonsistent bis ins letzte Pixel und jedes Gerät ist anders schlecht implementiert.

  • Am 5. April 2012 um 13:22 von MSA

    Artikel aktualisiert?
    An den Autor:
    im Artikel schreiben Sie, das er aktualisiert wird, wenn sie weitere Tests gemacht haben (z.B. Akkulaufzeit). Nach vier Monaten ist noch nichts aktualisiert worden. Der Akku hält wohl recht lange 😉

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