Hardware

Das Asus Eee Pad Transformer Prime ist das erste Tablet, das Nvidias neuen Quad-Core-Prozessor Tegra 3 mitbringt. Dem schnellen Chip stehen außerdem 1 GByte Arbeitsspeicher zur Verfügung. Der interne Speicher beläuft sich auf wahlweise 32 oder 64 GByte. Außerdem an Bord: WLAN nach 802.11 b, g und n, Bluetooth 2.1+EDR, Beschleunigungssensor und GPS.

In dem mobilen Tastatur-Dock befindet sich ein weiterer Akku, der – während die Verbindung besteht – das Prime mit seiner Energie versorgt. Der Dock-Akku geht also erst zur Neige, bevor der Stromspeicher des Tablets angegriffen wird.

So sieht das Transformer Prime aus, wenn es in dem Keyboard-Dock steckt.
So sieht das Transformer Prime aus, wenn es in dem Keyboard-Dock steckt.

Via HDMI-Port verbindet sich das Tablet wahlweise mit einem hochauflösenden HD-Fernseher oder mit einem Monitor. Dann lassen sich hier beispielsweise auch Android-Spiele im Vollbildmodus spielen und Xbox-360- und PS3-Gamepads als Controller einsetzen. Neben den beiden Konsolen-Controllern sind auch eine Reihe weiterer drahtloser Gamepads unterstützt, die die Verbindung dann via USB-Dongle mit dem Tablet herstellen.

Softwareausstattung

Auf dem Asus Eee Pad Transformer Prime ist ab Werk Android Honeycomb in der Version 3.2.1 installiert. Ein Upgrade auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich soll laut Hersteller aber im Laufe des nächsten Jahres erfolgen.

Käufern des Asus MyCloud stehen 8 GByte Speicherplatz in der Wolke zur Verfügung. Asus‘ WebStorage lässt sich nicht nur vom Tablet, sondern auch von PCs und Macs aus erreichen. Außerdem gibt es einen Zugang zur Entertainment-Plattform @Vibe.

Darüber hinaus gibt es noch eine Handvoll weiterer Tools. MyNet erlaubt es, Medien via DLNA über das Netzwerk zu streamen. Mit MyLibrary, Asus‘ E-Book-Reader, schließlich liest und kauft man neue Bücher direkt vom Tablet aus, und mit SuperNote wird das Eee Pad Transformer Prime zum Notizbuch. Neben auf der Tastatur getippten handschriftlich verfassten Notizen lassen sich hier auch Graphen zeichnen oder Fotos und Videos einfangen und weiter mit Kommentaren versehen. Das könnte beispielsweise in der einen oder anderen Vorlesung durchaus nützlich sein.

Asus bietet Nutzern die Möglichkeit, den Quad-Core-Prozessor in drei verschiedenen Modi zu betreiben: normal, ausbalanciert oder energiesparend. Im Normalbetrieb läuft die CPU mit voller Power. In den beiden anderen Modi wird der Motor des Tablets unterschiedlich stark gedrosselt, um die Akkulaufzeit zu verlängern.

Asus hat dem Tablet außerdem einen Modus namens Super IPS+ (In-Plane Switching). Er schraubt im Wesentlichen die Displayhelligkeit nach oben und verbessert die Ablesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung.

Leistung

Zwar ist das IPS-Display des Transformer Prime auch so schon beeindruckend klar und scharf. Doch was uns wirklich beeindruckt, sind die weichen Übergänge – beispielsweise beim Wischen von einem Homescreen zum nächsten. Auch beim Aufrufen der App-Roll wird uns eine spürbar flüssigere Einblendung präsentiert, als es bei den bisherigen Dual-Core-Tablets der Fall war.

Wir hatten gehofft, dass sich dieser Performance-Gewinn auch auf andere Apps auswirken würde, beispielsweise auf Marvel Comics. Leider war dem nicht so. Das Lesen von Comics gestaltet sich mit der iOS-App auf dem iPad 2 immer noch smoother. Dafür könnte allerdings auch eine feiner für das Apple-Tablet optimierte App verantwortlich sein.

Auflösung und Kontrast des IPS-Panels sind wie bei dem alten Transformer oder dem Asus Slider auch bei dem Transformer Prime beeindruckend. Und der neue Modus namens Super IPS+ steigert die Helligkeit auf beeindruckende 570 Candela pro Quadratmeter und damit auf den höchsten Wert, den wir bislang bei einem Tablet messen konnten. Der Unterschied macht sich insbesondere beim Lesen in direktem Sonnenlicht bemerkbar. In Sachen lebendiger Farbwiedergabe gefallen uns allerdings nach wie vor das Samsung Galaxy Tab 10.1 und 8.9 besser.

Modell Asus Eee Pad Transformer Prime Sony S Samsung Galaxy Tab 10.1 Apple iPad 2
Maximale Helligkeit (Super IPS) 358 cd/m2 (570 cd/m2) 393 cd/m2 336 cd/m2 432 cd/m2
Standard-Helligkeit 183 cd/m2 160 cd/m2 336 cd/m2 176 cd/m2
Maximaler Schwarzwert (Super IPS) 0.27 cd/m2 (0.45 cd/m2) 0.47 cd/m2 0.30 cd/m2 0.46 cd/m2
Standard-Schwarzwert 0.15 cd/m2 0.19 cd/m2 0.30 cd/m2 0.19 cd/m2
Standard-Kontrastverhältnis 1,220 842 1,120 926
Maximales Kontrastverhältnis (Super IPS) 1,325 (1,266) 836 1,120 939

Neueste Kommentare 

7 Kommentare zu Ausführlicher Testbericht: Asus Eee Pad Transformer Prime – Android-Tablet mit Quad-Core-Prozessor

  • Am 7. Dezember 2011 um 00:56 von Raf

    USB 3.0
    Warum immer noch kein USB 3.0?

    Ohne USB 3.0 und UMTS/LTE kaufe ich dieses Gerät nicht!
    Ich will damit mobil im Internet sein und telefonieren können.

    • Am 10. Dezember 2011 um 17:42 von KP

      AW: USB 3.0
      das is ja ganz toll für dich … interressiert nur niemanden, der daran was ändern könnte …

      • Am 5. Januar 2012 um 18:35 von Tom

        AW: AW: USB 3.0
        Aber gut, dass wir drüber geredet haben…

      • Am 20. Januar 2012 um 19:15 von Raf

        AW: AW: USB 3.0
        Hi KP,
        woher willst du das eigentlich wissen?
        […schau einfach mal hier: ASUS Transformer Prime Plus TF700T
        …außerdem gibt es auch schon Konkurrenten die "Premium" ernst nehmen und trotzdem auf dem gleichen Preisniveau sind.
        BTW: Ich habe mir kürzlich 2 "heavy" ASUS Premium Laptop-PCs angeschafft und war so begeistert davon, dass ich auch Interesse für das ASUS Tr. Prime Tab (ultra leicht!) bekommen habe, u.a. weil es das 1. seiner Art war und hochwertig erschien.
        …doch leider war es noch nicht ganz ausgereift, habe es daher zurück geschickt.

        Wie wärs, wenn du einfach aufhören würdest zu trollen…nimms mir bitte nicht übel aber so kommt mir dein Kommentar leider vor 😉 ]

        Wenn ASUS merkt, dass die Verkaufszahlen nicht so hoch sind wie erwartet (und vorallem die Konkurrenz vorbeizieht), dann dürften sie schon etwas an den offensichtlichen Mängeln wie:
        – Mono-Lautsprecher [es könnte ja wenigstens am Dock gute Stereo-Lautsprecher geben – damit gäbe ich mich zufrieden, wenn dadurch(!) der Stromverbrauch gesenkt würde…ansonsten inakzeptabel!]
        – ruckelnde Bedienung/Filmwiedergabe [wahrsch. Android-Problem…die Hardware ist stark genug]
        – ein Premium-Produkt sollte auch auf dem neusten Stand der Technik sein, daher:
        USB 3.0, Full HD-Display (Filme&eBooks sehen deutlich besser aus!…weiß ich von meinem Laptop) UND LTE (wenigstens UMTS)
        – WLAN und GPS(weniger wichtig) funktionieren nicht einwandfrei [unzuverlässiger Empfang]

        Bis also (hoffentlich) ASUS nachbessert, werde ich noch warten und mit meinem Schlepp-Top arbeiten.

        P.S.: ein USB 3.0 Stick mit 32GB kostet nur 23€…wesentlich günstiger als USB 2.0.
        Außerdem spart USB 3.0 viel effizienter Strom (Akku)!
        Die Sticks funktionieren idR auch an 2.0 Anschlüssen, nur nicht sooo schnell.

        No harm intended!

        bye
        Raf

  • Am 9. Januar 2012 um 12:26 von Georg

    @autor
    "Das Asus Eee Pad Transformer Prime ist ungefähr zwei bis drei Zentimeter breiter und länger als das iPad 2, dafür aber auch etwas dünner als das Apple-Tablet und auch das Samsung Galaxy Tab 10.1. Zwar bescheinigt die Waage dem Transformer Prime ein etwas höheres Gewicht als den beiden Konkurrenten."

    Sag mal Autor, liest du eigentlich deine eigenen Tabellen auch mal? Zwei bis drei Zentimeter breiter als das iPad? Schwerer als beide Konkurrenten?
    Was laberst du da eigentlich?

  • Am 20. Januar 2012 um 19:32 von Raf

    Gorilla Glass 2
    …wenn ich schon dabei bin: Da es sicher noch bis August 2012 dauern wird bis ein neues Transformer erscheint, sollte es auch das neue Gorilla Glass 2 haben (20% dünner, aber ebenso stabil
    …mir wärs recht, wenn es so dick wie bisher bliebe, dafür aber stabiler wäre!).

    BTW…ASUS hat inzwischen seine Aussage via twitter, dass es keine Prime Variante mit UMTS geben wird, relativiert.

    Best,
    Raph

  • Am 21. Januar 2012 um 11:51 von Raf

    Thunderbolt & USB 3.0
    Hallo,
    theoretisch könnte es ab April 2012 auch die ersten Geräte mit Thunderbolt ("Light Peak": ~10 GBit/s; USB 3.0: ~5GBit/s) geben…und ASUS hat gesagt, dass sie dabei sein wollen.

    Wäre ideal dann ein ganz neues Transformer mit beidem auf den Markt zu bringen, das wäre dann auch mal eine wirkliche Neuerung durch die sich der Kauf lohnen würde.

    (…die in vorigen Posts genannten Mängel müssten natürlich auch nachgebessert werden)

    Ciao
    Raf

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