Um die Grafikleistung zu testen, haben wir Riptide GP auf dem Tablet installiert. Das Jetski-Spiel läuft auf dem Prime flüssig und mit hoher Bildwiederholrate, die allerdings wohl einen Tick unterhalb der des iPad 2 liegt. Ein paar speziellen Optimierungen seitens des Entwicklers sei Dank hat Riptide auf dem Android-Tablet bessere Grafikeffekte – beispielsweise Wasserspritzer auf dem Display – zu bieten. Außerdem reagiert auch die Physik spektakulärer und schleudert uns wilder durch die Gegend. Alles in allem hat uns das Spiel auf dem Transformer Prime deutlich besser gefallen.

Mit der 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite hat das Transformer Prime – jedenfalls auf dem Papier – von allen Tablets die beste Kamera zu bieten. Und tatsächlich, die Fotos des Asus-Boliden weisen in Bildbereichen noch Details auf, wo beim Galaxy Tab 10.1 oder beim Sony Tablet S nur noch Matsch zu sehen ist. Allerdings wirken die Farben im direkten Vergleich mit anderen Smartphone- und Tablet-Kameras etwas verwaschener.

Bei der Auslöseverzögerung schlägt sich das Prime ebenfalls sehr gut. Während beispielsweise das Samsung Galaxy Tab 10.1 mehrere Sekunde zum Fokussieren und Einfangen des Fotos benötigt, schießt das Transformer Prime nahezu verzögerungsfrei. Dank des recht hohen Öffnungsverhältnisses von F2,4 dringt außerdem mehr Licht durch das Mini-Objektiv auf den Bildsensor, als bei anderen Tablet-Kameras der Fall ist. Damit sind bei schlechten Lichtverhältnissen niedrigere Empfindlichkeiten möglich, was sich in weniger starkem Bildrauschen und einer besseren Detailwiedergabe äußert.

Die 1080p-Videos, die wir mit dem Transformer Prime eingefangen haben, sehen klar und weich aus. Es treten keine nennenswerten Artefakte auf.

Der Lautsprecher des Prime liefert zwar einen recht kräftigen Bass, kann aber weder in Sachen Klarheit noch in puncto Lautstärke mit dem iPad 2 mithalten.

Bei normaler Nutzung hält der Akku des Prime etwa so lange wie der anderer Andorid-Tablets. Wir kommen mit einer Ladung über einen kompletten Tag. Die exakten Messwerte reichen wir nach.

Unser zweites Testgerät lädt nun auch Webseiten so flott, wie wir es von einem Quad-Core-Gerät erwarten. Die Gedenksekunden, die sich das offensichtlich defekte Modell beim Start von Apps und beim Blättern durch die Menüs gönnt, gibt es ebenfalls nicht mehr.

Fazit

Das Asus Eee Pad Transformer ist das bislang beste Android-Tablet, das wir im Test hatten. Es überzeugt mit einer Kombination aus flacher Bauform, edlem Design, hoher Leistung, ausgeklügelten Features und schneller Kamera. Es braucht sich hinter keinem seiner Konkurrenten verstecken – inklusive iPad 2.

Zwar zeigt sich bei der Spieleleistung ein gemischtes Bild, die meisten Titel beeindrucken jedoch. Sie liegen auf dem Niveau, das derzeit auf dem iPad 2 geboten wird. Es wird aber einige Zeit dauern, bis Entwickler die vier Kerne voll ausreizen und etwas schaffen, das deutlich über der Konkurrenz liegt.

Neueste Kommentare 

7 Kommentare zu Ausführlicher Testbericht: Asus Eee Pad Transformer Prime – Android-Tablet mit Quad-Core-Prozessor

  • Am 7. Dezember 2011 um 00:56 von Raf

    USB 3.0
    Warum immer noch kein USB 3.0?

    Ohne USB 3.0 und UMTS/LTE kaufe ich dieses Gerät nicht!
    Ich will damit mobil im Internet sein und telefonieren können.

    • Am 10. Dezember 2011 um 17:42 von KP

      AW: USB 3.0
      das is ja ganz toll für dich … interressiert nur niemanden, der daran was ändern könnte …

      • Am 5. Januar 2012 um 18:35 von Tom

        AW: AW: USB 3.0
        Aber gut, dass wir drüber geredet haben…

      • Am 20. Januar 2012 um 19:15 von Raf

        AW: AW: USB 3.0
        Hi KP,
        woher willst du das eigentlich wissen?
        […schau einfach mal hier: ASUS Transformer Prime Plus TF700T
        …außerdem gibt es auch schon Konkurrenten die "Premium" ernst nehmen und trotzdem auf dem gleichen Preisniveau sind.
        BTW: Ich habe mir kürzlich 2 "heavy" ASUS Premium Laptop-PCs angeschafft und war so begeistert davon, dass ich auch Interesse für das ASUS Tr. Prime Tab (ultra leicht!) bekommen habe, u.a. weil es das 1. seiner Art war und hochwertig erschien.
        …doch leider war es noch nicht ganz ausgereift, habe es daher zurück geschickt.

        Wie wärs, wenn du einfach aufhören würdest zu trollen…nimms mir bitte nicht übel aber so kommt mir dein Kommentar leider vor 😉 ]

        Wenn ASUS merkt, dass die Verkaufszahlen nicht so hoch sind wie erwartet (und vorallem die Konkurrenz vorbeizieht), dann dürften sie schon etwas an den offensichtlichen Mängeln wie:
        – Mono-Lautsprecher [es könnte ja wenigstens am Dock gute Stereo-Lautsprecher geben – damit gäbe ich mich zufrieden, wenn dadurch(!) der Stromverbrauch gesenkt würde…ansonsten inakzeptabel!]
        – ruckelnde Bedienung/Filmwiedergabe [wahrsch. Android-Problem…die Hardware ist stark genug]
        – ein Premium-Produkt sollte auch auf dem neusten Stand der Technik sein, daher:
        USB 3.0, Full HD-Display (Filme&eBooks sehen deutlich besser aus!…weiß ich von meinem Laptop) UND LTE (wenigstens UMTS)
        – WLAN und GPS(weniger wichtig) funktionieren nicht einwandfrei [unzuverlässiger Empfang]

        Bis also (hoffentlich) ASUS nachbessert, werde ich noch warten und mit meinem Schlepp-Top arbeiten.

        P.S.: ein USB 3.0 Stick mit 32GB kostet nur 23€…wesentlich günstiger als USB 2.0.
        Außerdem spart USB 3.0 viel effizienter Strom (Akku)!
        Die Sticks funktionieren idR auch an 2.0 Anschlüssen, nur nicht sooo schnell.

        No harm intended!

        bye
        Raf

  • Am 9. Januar 2012 um 12:26 von Georg

    @autor
    "Das Asus Eee Pad Transformer Prime ist ungefähr zwei bis drei Zentimeter breiter und länger als das iPad 2, dafür aber auch etwas dünner als das Apple-Tablet und auch das Samsung Galaxy Tab 10.1. Zwar bescheinigt die Waage dem Transformer Prime ein etwas höheres Gewicht als den beiden Konkurrenten."

    Sag mal Autor, liest du eigentlich deine eigenen Tabellen auch mal? Zwei bis drei Zentimeter breiter als das iPad? Schwerer als beide Konkurrenten?
    Was laberst du da eigentlich?

  • Am 20. Januar 2012 um 19:32 von Raf

    Gorilla Glass 2
    …wenn ich schon dabei bin: Da es sicher noch bis August 2012 dauern wird bis ein neues Transformer erscheint, sollte es auch das neue Gorilla Glass 2 haben (20% dünner, aber ebenso stabil
    …mir wärs recht, wenn es so dick wie bisher bliebe, dafür aber stabiler wäre!).

    BTW…ASUS hat inzwischen seine Aussage via twitter, dass es keine Prime Variante mit UMTS geben wird, relativiert.

    Best,
    Raph

  • Am 21. Januar 2012 um 11:51 von Raf

    Thunderbolt & USB 3.0
    Hallo,
    theoretisch könnte es ab April 2012 auch die ersten Geräte mit Thunderbolt ("Light Peak": ~10 GBit/s; USB 3.0: ~5GBit/s) geben…und ASUS hat gesagt, dass sie dabei sein wollen.

    Wäre ideal dann ein ganz neues Transformer mit beidem auf den Markt zu bringen, das wäre dann auch mal eine wirkliche Neuerung durch die sich der Kauf lohnen würde.

    (…die in vorigen Posts genannten Mängel müssten natürlich auch nachgebessert werden)

    Ciao
    Raf

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