Kaufberatung: iPad, Netbook oder Ultrabook – welches Gadget ist das Beste?

Design

An die 9 Millimeter Bauhöhe des iPad 2 kommt die Konkurrenz nicht heran – so dünn ist kein Note- oder Netbook. Beim Tablet gibt es natürlich kein Scharnier zum Auf- und Zuklappen, was der Bauhöhe zu Gute kommt. Dafür ist der 9,7-Zoll-Bildschirm allerdings auch im harten Alltagseinsatz nicht geschützt. Die meisten iPad-Nutzer wirken dem mit Hüllen oder Taschen entgegen, die das Gerät dann aber wieder auf die Dicke eines Ultrabooks bringen.

Wer es noch kleiner möchte, muss sich bei den Android-Tablets umsehen. Es gibt Tablets wie das erste Galaxy Tab von Samsung oder das Media Pad von Huawei im 7-Zoll-Format – das entspricht fast exakt der halben Bildschirmfläche des iPads. Diese Geräte passen sogar in die Sakko-Innentasche. Der Preis dafür ist aber natürlich der Verlust von Anzeigefläche. Wer das Gerät also hauptsächlich als mobilen Video-Player einsetzen möchte, legt wohl eher Wert auf einen größeren Monitor als jemand, der nur gelegentlich E-Mails, Nachrichten und Messenger checkt.

Auch die Netbooks sind relativ klein. Es gibt sogar Geräte, deren Displays ebenfalls nur 7 Zoll groß sind. Das sind dann aber häufig besonders günstige Mogelpackungen mit breiten Rahmen um die Anzeige – denn die Tastaturfläche darunter lässt sich nun mal nicht beliebig schrumpfen, um noch gut bedienbar zu bleiben. Der 10-Zoll-Faktor ist hier eher üblich – und damit sind die Geräte nur minimal größer als das iPad. Aber eben deutlich dicker.

Fast genauso flach wie Tablets sind die teuren Ultrabooks – so wie das MacBook Air oder eben das Zenbook von Asus. Die Displays sind mit 11 bis 13 Zoll meist etwas größer. Zugunsten der Nutzbarkeit und der zur Verfügung stehenden Tastaturfläche, versteht sich – aber zu Lasten der Portabilität. In eine Jackentasche passt so ein Gerät auch mit viel Fantasie nicht mehr. Da ist dann schon eher eine Notebooktasche oder ein Rucksack gefragt.

Wenn es also besonders auf die Mobilität ankommt, bietet sich ein Tablet an. Wer mehr damit arbeiten möchte als Medien zu konsumieren, benötigt aber wohl eine externe Tastatur – und kann dann auch gleich wieder je nach Leistungsbedarf zum Net- oder Notebook greifen.

Funktionen

Das wohl wichtigste Ausstattungsmerkmal des iPads ist sein Zugang zum App Store. Das gleiche gilt natürlich auch für Android-Tablets. Aber Vorsicht: Ganz billige Modelle bieten üblicherweise nicht den offiziellen Android Market von Google an, sondern einen App-Katalog eines Drittanbieters, der meist eine deutlich geringere Auswahl mitbringt. In den offiziellen Stores hingegen gibt es hunderte und aberhunderte Anwendungen und Spielen aus allen Bereichen – von der Mediennutzung über Videoschnitt bis hin zu Office.

Etwas Vergleichbares gibt es auf der Note- und Netbookseite nur beim MacBook Air. Die anderen Vertreter kommen mit Windows statt OS X oder iOS – und bieten damit die volle Freiheit bei der Software-Auswahl. Die Installation und Pflege durch Updates der Programme ist dafür aber nicht so komfortabel. Der Download erfolgt am Besten direkt über das Internet – optische Laufwerke haben diese Mobilrechner allesamt nicht. Alternativ kommen die Daten über einen USB-Speicherstick auf das Gerät.

Die 3G-Version des iPads bringt darüber hinaus noch einen mobilen Internetzugang über das Handynetz mit. Dafür nötig ist nur eine SIM-Karte, die es bei vielen Verträgen für eine geringfügige, einmalige Gebühr zusätzlich zum Haupttarif gibt – ansonsten bieten sich Prepaid-Karten an, die Tagesflatrates für um die zwei bis drei Euro oder Monats-Flats für um die zehn Euro zu bieten haben. Der Großteil der Net- und Notebooks verfügt übrigens nicht über ein integriertes UMTS-Modem, dafür aber über USB-Anschlüsse, an die sich günstige Surfsticks ab etwa 30 Euro für die gelegentliche Nutzung unterwegs anschließen lassen. Wahre Mobilsurfer sollten aber aus Komfortgründen trotzdem darauf achten, dass der mobile Internet-Zugang über UMTS bereits integriert ist.

Der Bildschirm des iPad 2 stellt mit seiner Auflösung von 1024 mal 768 Pixeln wahrlich keine Rekorde auf, seine Schärfe reicht aber für die Mediennutzung, für Surfen und zum Arbeiten vollkommen aus. Farben und Kontraste hingegen sind hier vorbildlich. Vor allem daran hapert es bei billigen Netbooks, die oft eine noch etwas geringere Auflösung (1024 mal 600 Pixel), vor allem aber kleinere Blickwinkel bieten. Teurere Modelle haben mehr Pixel zu bieten. Wer ernsthaft mit dem Gerät arbeiten möchte, sollte darüber nachdenken, den Aufpreis zu investieren. Bei den ohnehin teureren Ultrabooks ist das nicht nötig: Deren Anzeigen sind mindestens auf iPad-Niveau.

Spieler sollten auf jeden Fall einen Bogen um die Netbooks machen, denn deren Power reicht üblicherweise nicht aus für halbwegs anspruchsvolle Games. Mit einem Ultrabook wird man da schon eher glücklich. Und auch das iPad hat inzwischen schon fast den Ruf einer mobile Spielkonsole – auch wenn hier eben ganz andere Games laufen als auf einem Windows-PC: Angry Birds statt World of Warcraft.

USB-Anschluss und SD-Kartenleser: Das hat das iPad nicht zu bieten - und  kann damit einen Computer nicht ersetzen.
USB-Anschluss und SD-Kartenleser: Das hat das iPad nicht zu bieten – und kann damit einen Computer nicht ersetzen.

Neueste Kommentare 

6 Kommentare zu Kaufberatung: iPad, Netbook oder Ultrabook – welches Gadget ist das Beste?

  • Am 14. Dezember 2011 um 15:12 von Andrea

    Tablet
    Das iPad ist die beste Lösung am Markt. Andere Tablets sind nur billige Imitationen, das IOS-Betriebssystem ist das fortschrittlichste der Welt und Android haushoch überlegen.
    Wer es sich finanziell leisten kann kommt am iPad nicht vorbei.

    • Am 14. Dezember 2011 um 22:33 von HAHA

      AW: Tablet
      Typischer Frauenkommentar wenns um Technik geht, von denen sie keine Ahnung haben 😀

    • Am 15. Dezember 2011 um 08:26 von Flexus

      AW: Tablet
      In was für einer Welt lebst du?
      Es gibt Tablets die sehr wohl mit dem iPad mithalten können.
      Ich beziehe mich hier jetzt z. B. auf das Samsung Galaxy Tab

      Es steht dem iPad in nichts nach!

      -Gleiche, bzw bessere Hardware
      -Gleiche Möglichkeiten
      -Gleichwertig aber andere Bedienung
      -Deutlich Günstiger
      -Nicht auf Apple Produkte angewiesen wie iTunes

      Das einzige was beim Galaxy Tab vielleicht nicht ganz soo gut ist, ist das Design. Aber das ist ja eh Geschmackssache

      Ich möchte des iPad nicht schlecht machen, es ist gut dagegen kann man nichts sagen. Aber es als allerbeste Möglichkeit darzustellen halte ich für nicht richtig.

  • Am 14. Dezember 2011 um 20:47 von Katharina

    Netbook
    Also ich habe seit 2 Jahren ein Netbook. Ich schreibe viel, mehrere Seiten pro Tag, und ich muss sagen, nach der ersten eingewöhnung an die kleineren Tasten klappt das Blindschreiben wie beim „großen“ PC. Ich sitze sogar lieber am Netbook, habe nebenbei Musik an und bin in einigen Foren unterwegs. Bisher kann ich mich nicht beklagen, denn der Kartenslot und die 3 USB Ports machen auch die Fotoarchivierung leicht. Einen eingebauten UMTS Router hat es auch, obwohl ich momentan nur W-Lan nutze. Bei dem Sauwetter macht es auch keinen Spaß mit dem Ding im grünen zu sitzen. Und noch etwas: bei meinem NC10 von Samsung hält der Akku 4 Stunden wenn ich dauerhaft im Netz bin, offline hält er 8 bis 9 Stunden Problemlos durch.

  • Am 15. Dezember 2011 um 11:29 von Herbert

    Netbook und Co.
    Wo bin ich hier hingeraten?
    Das „Gadget“ muss den „Coolnessfaktor“ haben. Mir wird schlecht. Wer so etwas schreibt, ist bestimmt kein „Vielleser“ und sollte Tastaturen in Zukunft auch meiden.
    Will sich hier der Autor bei coolen Jugendlichen einschleimen oder kann er gar nicht mehr richtig reden?

    • Am 15. Dezember 2011 um 11:34 von Daniel Schraeder

      AW: Netbook und Co.
      Hallo Herbert,

      danke für den kritischen Kommentar. Meiner Beobachtung nach wird in der Praxis von vielen Käufern dem iPad auch dann der Vorzug gegeben, wenn das Gerät aufgrund seiner Eigenarten eigentlich nicht der richtige Kauf ist – aber es ist eben das iPad, es ist von Apple, es hat ein gewisses Image, man zeigt sich gerne damit – und man hätte es schlicht einfach gerne. Genau das ist es, was ich in diesem Beitrag mit „Coolness-Faktor“ meine.

      Beste Grüße
      Daniel Schraeder, CNET.de

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