Innenleben und Leistung

Angetrieben wird das Satellite Z830 von einem Intel Core i5-2467M. Der Chip hat einen Basistakt von 1,6 GHz, Turbo Boost übertaktet einen Kern laut Datenblatt auf bis zu 2,3 GHz. In der Praxis pendelt der Takt bei 2,2 GHz – ein gutes Ergebnis für ein so flaches Gerät. Werden alle Kerne belastet, sind es immerhin noch 2 GHz. Hyperthreading macht aus den beiden echten Kernen vier virtuelle.

Als Grafik kommt die in die CPU integrierte HD 3000 zum Einsatz. Sie beherrscht nur DirectX 10, bietet aber für alle Anwendungen abseits aufwändiger 3D-Spiele genügend Leistung.

An Bord sind 4 GByte DDR3-1333-RAM, die vom vorinstallierten Windows 7 Home Premium (64 Bit) voll adressiert werden können. Eine Aufrüstung auf 6 GByte ist möglich. Als Massenspeicher kommt eine SSD aus hauseigener Produktion (Toshiba THNSNB128GMCJ) zum Einsatz. Deren Leistung lässt zu wünschen übrig: So weist der Crystal Diskmark beim sequentiellen Schreiben nur 47 MByte/s aus – deutlich weniger als jede Festplatte. Auch die übrigen Werte, beispielsweise das Lesen und Schreiben kleinerer Dateien (4- und 512-GByte-Blöcke), liegen zwar über dem Niveau von Festplatten. Doch von einer SSD erwarten wir mehr. Die untenstehende Tabelle zeigt die drastischen Unterschiede bei der SSD-Performance zwischen dem Toshiba-Notebook und dem Asus Zenbook. Ein Grund für die schwache Leistung ist die fehlende Unterstützung für Native Command Queuing.

Modell Asus Zenbook UX 31 Toshiba Satellite Z830
Sequential read 439,9 185,71
Sequential write 137,2 47,93
Random read (512 KByte) 380,8 161,64
Random write (512 KByte) 141,1 21,52
Random read (4 KByte) 19,71 8,89
Random write (4 KByte) 48,11 1,39

Zwar enttäuscht die Performance der SSD, unterm Strich ist sie aber eben doch deutlich schneller als eine Festplatte. Das gilt insbesondere für das Lesen kleiner Dateien, was auf das Antwortverhalten einen großen Einfluss hat. Daher fällt der PC Mark Vantage, der die Gesamtperformance des Systems abbildet, mit 8234 Punkten relativ gut aus. Eine Quad-Core-Maschine mit klassischer Festplatte schafft etwa 8000 Punkte.

Akkulaufzeit und Geräuschentwicklung

Mit 47 Wattstunden hat der fest verbaute Akku eine etwas geringere Kapazität als der des UX31 von Asus (50 Wh). Beim Surfen per WLAN im Internet und leicht abgedunkelter Display-Hintergrundbeleuchtung hält er gut fünf Stunden durch. Je nach Aufgabe gibt es aber deutliche Abweichung nach oben und nach unten. Wer sich auf Textverarbeitung beschränkt, kann durchaus sieben Stunden erreichen. Bei der Ausführung des 3D-Benchmarks geht dem Stromspeicher schon nach drei Stunden die Puste aus.

Der Lüfter des Z830 ist selbst im Leerlauf immer aktiv und zwar leise, aber eben doch hörbar. Unter Belastung dreht er recht zügig hoch und tritt dann akustisch sehr in den Vordergrund. Offenbar wird die Luft vom Boden her angesaugt, was auf weichen Unterlagen Probleme bereiten könnte.

Software

Auf dem Toshiba kommt als Betriebssystem Windows 7 Home Premium in der 64-Bit-Version zum Einsatz. Vorinstalliert sind zudem eine Reihe von Toshiba-Tools sowie Office 2010 Starter, McAfee Internet Security mit Updates für 30 Tage, Skype sowie Nero Multimedia Suite Essential.

Fazit

Mit dem derzeit rund 1000 Euro teuren Satellite Z830 hat Toshiba ein besonders leichtes Ultrabook im Angebot. Die Konkurrenz bringt locker 200 Gramm mehr auf die Waage. Erfreulich ist auch der Einsatz eines matten Screens: Selbst unter schwierigen Lichtverhältnissen treten keine störenden Reflexionen auf.

Demgegenüber stehen aber einige Schwächen: Die Tastatur wirkt beim Tippen gefühllos, die Geräuschentwicklung ist sowohl im Leerlauf als unter Volllast relativ hoch, und die Anmutung des Chassis ist nicht ganz auf dem gewünschten Niveau. Aus technischer Sicht ist vor allem die vergleichsweise niedrige Leistung der SSD eine Enttäuschung.

Wer das um 200 Gramm höhere Gewicht verschmerzen und mit einem spiegelnden Display leben kann, findet im kürzlich getesteten Asus Zenbook UX 31 eine exzellente Alternative. Es bietet zum gleichen Preis einen höher auflösenden Screen, eine höher getaktete CPU sowie eine SSD, die leistungsmäßig in einer anderen Liga spielt.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Toshiba Satellite Z830 im Test: Ultrabook mit zahlreichen Anschlüssen und mattem Display

  • Am 24. Oktober 2012 um 16:07 von Ulrich Welzel

    Display nach 6 Monaten gebrochen und kein Ersatz?
    Im April 2012 habe ich mir ein Toshiba Z830 gekauft. Trotz sehr pfleglichem Umgang ist nach sechs Monaten das Display gebrochen. Obwohl das Problem bei Toshiba bekannt ist, wollen sie keine Garantieleistung anerkennen. Hat schon jemand Erfahrung mit Toshiba gemacht?

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