Alienware M11xR3 im Test: leistungsstarkes Gaming-Notebook im 11,6-Zoll-Format

von Craig Simms und Gerald Strömer am , 16:32 Uhr

Pro
  • starke Performance und Akkulaufzeit
  • guter Sound für ein so kleines Notebook
  • hintergrundbeleuchtete Tastatur
  • USB 3.0 und Gigabit-Ethernet
Con
  • 3G-Slot wird immer noch nicht genutzt
  • verbesserungswürdige Touchpad-Tasten
  • mäßiger Bildschirm
Hersteller: Dell Listenpreis:
ZDNet TESTURTEIL: EXZELLENT 9,0 von 10 Punkte
Fazit:

Das Alienware M11xR3 ist ein kompaktes Sub-Notebook mit einem selbst in der Grundausstattung schon äußerst leistungsfähigen Innenleben, das sich nur kleine Schwächen leistet.

Kleines Kraftpaket: Das Alienware M11xR3 ist eines der leistungsstärksten Sub-Notebooks auf dem Markt. Mit dicker Hardware, aber kompakten Abmessungen und relativ niedrigem Gewicht empfiehlt sich das 11,6-Zoll-Gerät für all jene Anwender, die auch unterwegs oder im Urlaub zocken wollen, sich aber nicht mit einem Gaming-tauglichen Desktop-Replacement- oder Fullsize-Notebook abschleppen wollen.

Das Alienware M11xR3 ist frei konfigurierbar und wird von Dell in zwei Grundvarianten für 699 Euro [1] (Intel Core i3 mit 1,3 GHz, 2 GByte RAM) und 799 Euro [1] (Intel Core i5 mit 1,6 GHz, 4 GByte RAM) angeboten. Die restliche Grundausstattung der R3-Modelle ist mit Windows 7 Home Premium als Betriebssystem, einem 11,6-zölligen Breitbilddisplay mit 1366 mal 768 Bildpunkten Auflösung und LED-Backlight, einer 250 GByte großen SATA-Festplatte sowie einer Nvidia Geforce GT 540M mit 1 GByte GDDR3-Videospeicher identisch.

Unser Testgerät entspricht der 799-Euro-Version, verbaut aber anstelle der 250- eine 320-GByte-Festplatte – das macht einen Aufpreis von 85 Euro aus.

Design und Ausstattung

Bereits die letztjährige Fassung des Alienware M11x gefiel uns sehr gut [2]: Das kleine Notebook [3] bot ein unglaublich hohes Performance-Niveau für ein Notebook mit solch kompakten Abmessungen. Natürlich war das Alienware M11x mit einem Gewicht von rund zwei Kilogramm keine Konkurrenz für ein superleichtes Gerät wie Apples MacBook Air [4], aber wer nach dem sucht, was Dell unter der Marke Alienware seinen Kunden bietet, gehört sowieso zu einer anderen Kategorie von Anwendern als der klassische Apple [5]-Fan.

Das M11x gewinnt zwar keinen Schlankheitheitswettbewerb, bietet aber enorm viel Performance bei kompakten Abmessungen. [6]
Das M11x gewinnt zwar keinen Schlankheitheitswettbewerb, bietet aber enorm viel Performance bei kompakten Abmessungen.

Nun bringt Dell das Alienware M11x mittlerweile in der dritten Revision (R3) mit rundum erneuerter Technik in Rot („Nebula Red“) und Schwarz („Stealth Black“) auf den Markt. Trotz etlicher grundlegender Neuerungen – so sind mittlerweile zwei USB-3.0-Ports und eine Gigabit-Netzwerkanbindung an Bord – wird der vorhandene 3G-Slot immer noch nicht genutzt und kann auch nicht optional gegen Aufpreis ab Werk bestückt werden.

Davon abgesehen kann man das Notebook auf eine ziemlich irre Technikdichte hochrüsten. Die Voraussetzung dafür ist natürlich eine ganze Menge überflüssiges Kleingeld; wer also einen Ölscheich in der Familie hat, ist hier klar im Vorteil.

Bei unserem Testgerät hätte man beispielsweise den Core-i5-Prozessor gegen einen Core i7-2637M mit 1,7 GHz (2,8 mit Turbo Boost) eintauschen können, wofür zusätzlich 310 Euro fällig werden. Immerhin: Wählt man diese Option, wird der Videospeicher der Nvidia-Grafikkarte quasi kostenlos auf 2 GByte verdoppelt. Außerdem ließe sich das Windows-7-Betriebssystem auf Professional oder Ultimate aufwerten (für 70 beziehungsweise 150 Euro), den RAM auf 6, 8 (800 MHz, alle anderen RAMs haben 1333 MHz) oder 16 GByte aufblasen (zusätzliche 60, 140 respektive 830 Euro) oder eine 256 GByte große SSD (plus 470 Euro) als Festplattenersatz wählen können.

Unser Testgerät war mit der großen Standardbestückung – Core i5-2467M, 4 GByte RAM, 7200er Festplatte mit 320 GByte sowie kräftige Geforce 540M – dagegen vergleichsweise bodenständig bestückt.

Die sonstige Ausstattung des M11xR3: Ein 11,6 Zoll großes Display mit 1366 mal 768 Pixel Auflösung, eine hintergrundbeleuchtete Tastatur, vier verschiedene Beleuchtungszonen, die in jeder gewünschten Farbe erstrahlen oder ganz abgeschaltet werden können, je ein DisplayPort-, HDMI- und USB-2.0-Anschluss (letzterer mit PowerShare), zwei USB-3.0-Ports, ein SD-Kartenleser sowie FireWire- und Audio-Anschlüsse, die für 5.1-Ausgabe umkonfiguriert werden können. Die im Gerät integrierten Lautsprecher stinken zwar nicht gegen ein ausgewachsenes Soundsystem an, sind aber um Längen besser als alles, was man sonst in einem Sub-Notebook vorfindet.

In zweierlei Hinsicht enttäuscht das kompakte Gerät allerdings: Erstens ist der verbaute Bildschirm nicht annähernd so knackig, lebendig und dynamisch, wie er es sein könnte und wie wir es uns wünschen würden. Und zweitens agieren die zum Touchpad gehörigen Tasten derart schwammig, dass man für alles abseits gelegentlicher Nutzung – geschweige denn ernsthaftes Gaming – lieber auf eine separate Maus zurückgreift.

Performance

Es ist ein Beweis für die rasante Weiterentwicklung der Technik, dass das M11xR3 eine deutlich höhere Leistung hat als das letztes Jahr getestetes M11x [2]. Nur zur Erinnerung: Vor einem Jahr lag eine Version mit Core i5, 4 GByte RAM, SSD und Geforce 335 vor, die damals 1633 Euro kostete – also fast doppelt so viel wie die jetzt getestete M11xR3-Version. Und würde man noch das Update auf eine größere Festplatte ausklammern, die auf die Gaming-Performance praktisch keinen Einfluss hat, wäre der Preis der letztjährigen Testversion sogar mehr als doppelt so hoch.

Beim Display des Alienware M11x sollte Dell in der nächsten Fassung Hand anlegen - das geht besser. [7]
Beim Display des Alienware M11x sollte Dell in der nächsten Fassung Hand anlegen – das geht besser.

Prinzipiell tritt also ein diesjähriges Midrange- gegen ein letztjähriges Highend-Modell an – und zeigt ihm die Hacken. Im 3DMark06 fährt das M11xR3 8112 Punkte ein, letztes Jahr standen nur 6136 Punkte auf dem Zähler. Die neue Version hat aber nicht nur mehr Leistung, sondern geht auch noch effizienter mit ihr um: Die Akkulaufzeit liegt im Test – Wiedergabe eines XviD-Videos bei abgeschalteten Stromsparfunktionen sowie Bildschirmhelligkeit und Lautstärke auf Maximum – bei satten drei Stunden und 51 Minuten, was ein absolut respektabler Wert ist.

Fazit

Wir lieben das M11x der Dell-Tochter Alienware auch in seiner R3-Fassung. Aber angesichts stetig besser werdender Technik würden wir uns wünschen, dass Alienware den Nachfolger – ein möglichstes R4 – einer Abmagerungskur unterzieht und dem Gerät einen schöneren Bildschirm und ein deutlich besseres Touchpad mitsamt Tasten spendiert. Und vielleicht schaffen es die Designer endlich, dem immer noch ungenutzten 3G-Slot endlich einmal sinnvoll in das System einzubinden.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/41557736/alienware-m11xr3-im-test-leistungsstarkes-gaming-notebook-im-11-6-zoll-format/

URLs in this post:

[1] 699 Euro: http://configure.euro.dell.com/dellstore/config.aspx?oc=n00w1v01&c=de&l=de&s=dhs&cs=dedhs1&model_id=alienware-m11x-r3

[2] letztjährige Fassung des Alienware M11x gefiel uns sehr gut: https://www.cnet.de/tests/notebook/41535046/testbericht/mini_notebook__maxi_power_alienware_m11x_mit_core_i5__ssd_und_geforce_335.htm

[3] Notebook: http://www.cnet.de/themen/notebook/

[4] Apples MacBook Air: https://www.cnet.de/tests/notebook/39160958/der_erste_test_apple_macbook_air_sexy__schlank_und_edel.htm

[5] Apple: http://www.cnet.de/unternehmen/apple/

[6] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41557736/alienware_m11x_03.jpg

[7] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41557736/alienware_m11x_05.jpg