Ausstattung

Unter der Haube kommt nicht der bei Android-3-Tablets so verbreitete Tegra-2-Prozessor von Nvidia zum Einsatz – Huawei setzt stattdessen auf einen Dual-Core-Snapdragon von Qualcomm, so wie er in den meisten Smartphones sitzt. Er hat eine Taktfrequenz von 1,2 GHz und Zugriff auf insgesamt 1,0 GByte Arbeitsspeicher (RAM). Dazu gibt es 8 GByte internen Speicher (ROM), der ausreichend Platz für Betriebssystem, Apps, Musik und Dokumente mitbringt. Wer eine komplette Staffel seine Lieblingsserie in Full-HD dabei haben möchte, kann einfach eine zusätzliche Speicherkarte mit maximal 32 GByte Kapazität einschieben.

Das Display ist ein echtes Highlight. Obwohl es mit einer Diagonalen von 7 Zoll eben nur halb so groß ist wie das des iPad, löst es deutlich höher auf – und das resultiert in einer schärferen Darstellung. Zum Vergleich. während das Apple-Tablet 1024 mal 768 Pixel darstellt, hat das Huawei 1280 mal 800 Bildpunkte zur Verfügung. Anders gesagt: Wenn man die Android-3-typische Menüleiste im unteren Bildbereich, die die Tasten für Zurück, Home und die zuletzt geöffneten Apps abzieht, bleiben noch 1280 mal 720 Pixel übrig – und damit genug für HD-ready-Videofilme. Dank hochwertigem IPS- statt billigem TN-Panel stimmen auch Farbwiedergabe und Blickwinkel. Bei der Anzeige können sich die teureren Konkurrenten eine Scheibe abschneiden – und dieser Punkt setzt das Huawei auch über das inzwischen etwa gleich teure HTC Flyer, das zwar einen Stift mitbringt, aber dafür nur Android 2.4 und einen 7-Zoll-Screen mit 1024 mal 600 Pixeln. Die hohe Pixelzahl hat aber auch einen Nachteil: Icons und Schriften werden teilweise sehr klein. Wer Probleme hat, noch alles lesen und die Buttons treffen zu können, kann im Menü auch eine geringere Pixelzahl – nämlich 1076 mal 600 – auswählen. Zum Wechseln muss das Gerät allerdings neu starten.

Der Touchscreen ist in der Lage, auf Eingaben von bis zu fünf Fingern gleichzeitig zu reagieren. In den meisten Fällen macht er das auch sehr gut – nur gelegentlich hakt es etwas, wobei wir den Grund dafür nicht auf die Hardware, sondern auf die Software schieben. Wir hoffen, dass der Hersteller hier noch etwas nachlegt. Die leichten Schwächen bei der Reaktion sind allerdings nicht so gravierend, als das wir nicht damit leben könnten. Nur besonders ungeduldige Zeitgenossen sollten das vor dem Kauf selbst ausprobieren.

Insgesamt zwei Kameras ermöglichen Selbstporträts, Fotos und Videotelefonie. Die Frontkamera mit ihren 1,3 Megapixeln reicht für einen schnellen Schnappschuss sowie für ein Bildtelefonat unterwegs aus – für viel mehr aber auch nicht. Von der 5-Megapixel-Cam auf der Rückseite erwarten wir da schon mehr, aber leider entpuppt sie sich als eine der größten Schwächen des ansonsten so ausgeglichenen MediaPad – doch dazu später mehr.

Softwareseitig läuft Android 3.2 alias Honeycomb auf dem Tablet. Wie bei dieser Version des Google-Betriebssystems typisch gibt es keine großartigen Anpassungen seitens Huawei. Untypisch ist lediglich die Möglichkeit, die Display-Auflösung im Menü verändern zu können. Daran gibt es nichts auszusetzen – man muss sich kurz mit der Bedienung auseinandersetzen, kommt dann aber gut damit klar. Wer es wirklich simpel haben möchte, ist aber zumindest in diesem Punkt mit dem iPad besser bedient.

Mit an Bord sind die üblichen Android-Apps inklusive Browser, Mail, Youtube und Maps, dazu gibt es selbstverständlich über den Market Zugriff auf zigtausend weitere Anwendungen. Neben dem Standard hat Huawei noch einen hauseigenen, recht anständigen Dateimanager vorinstalliert. Dazu gibt es von Drittanbietern noch eine handvoll Spiele sowie eine uns unbekannte, aber ansonsten grundsolide Offie-Anwendung namens Yozo.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Huawei MediaPad im Test: klein, gut ausgestattet und hochwertig

  • Am 15. Dezember 2011 um 10:37 von Ben Best

    Fehlerteufel?!
    Ihrem Fazit zu entnehmen, wird es sich, wie in der Vorschau erwähnt, doch eher um die Note 7.9 handeln, oder?!
    Gruß Ben

    • Am 15. Dezember 2011 um 11:31 von Daniel Schraeder

      AW: Fehlerteufel?!
      Hallo Ben,

      leider finde ich den Fehler nicht – können Sie ihn mir noch einmal aufzeigen?

      Danke 🙂
      Daniel Schraeder, CNET.de

      • Am 15. Dezember 2011 um 22:58 von Ben Best

        AW: AW: Fehlerteufel?!
        Nu mal bitte nicht ganz so scheinheilig! Auf dieser Seite war für eine gewisse Zeit ihr Testergebnis bei 7.0, auf der Hauptseite bei 7.9! Alles auch überhaupt nicht schlimm, wurde ja dann auch recht zügig korrigiert! Nur, bitte nicht so tun, als wenn ich einer fata morgana erlegen war!

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