Display

Anders als bei den meisten E-Readern kommt hier statt elektronischem Papier ein LCD mit Hintergrundbeleuchtung zum Einsatz. Das ermöglicht etwa taschenlampenloses Lesen unter der Bettdecke. Auch Farben – etwa von Comics – lassen sich problemlos darstellen. Außerdem ist so das Betrachten von Fotos im JPEG-Format möglich. Der Bildschirm benötigt allerdings im Gegensatz zu E-Ink-Modellen nicht nur beim Umblättern, sondern auch beim Darstellen von Inhalten Energie, was die Akkulaufzeit beträchtlich schmälert. Außerdem hält sich die Farbtreue in Grenzen.

Das matte LC-Display des eBook Reader 3.0 löst maximal 800 mal 480 Bildpunkte auf – im Grunde viel zu wenig für ein 7 Zoll großes Gerät. Eine solche Auflösung besitzen Smartphones mit halb so großen Screens, die aber nicht zum stundenlangen Lesen gedacht sind. Zum Vergleich: Das bisher unerreichte Retina-Display des iPhone 4 schafft 960 mal 640 Pixel bei 3,5 Zoll Bildschirmdiagonale. Dafür zeigt sich im Test, dass der eBook Reader 3.0 den Transport in einer Tasche auch ohne Schutzhülle schadlos übersteht: Der Bildschirm ist gegenüber Kratzern relativ unempfindlich.

Leser können zwischen elf Helligkeitsstufen und fünf Schriftgrößen wählen. Zudem lassen sich Ausschnitte vergrößern. Je nach Dateiformat passt der E-Reader auch den Textfluss an. Mit Hilfe eines Lagesensors wechselt die Textausrichtung automatisch und ermöglicht das Lesen im Hoch- oder Querformat. Im Hauptmenü lässt sich der Lagesensor auch ausschalten.

Für Migränepatienten ist der Weltbild-Reader also nicht geeignet. Und auch Normalsterbliche bekommen beim Starren auf seinen Bildschirm schon mal einen Augenkrampf. Das Bild wirkt körnig und flimmert leicht, was einen schnell ermüden lässt und das Lesen auf Dauer mäßig angenehm macht.

Bedienung

Der eBook Reader 3.0 verfügt über zwei Optionsmenüs: Der Datei-Explorer, die Favoriten sowie die Einstellungen lassen sich etwa nur auf dem Homescreen aufrufen; die Funktion „Gehe zu Seite“ gibt es dagegen logischerweise nur, wenn ein Buch geöffnet ist. Der Lagesensor lässt sich wiederum nur im Hauptmenü ausschalten. Mit ein wenig Zeit und Muße findet man sich aber rasch zurecht, auch ohne die Betriebsanleitung auswendig zu lernen.

Als etwas mühselig erweist sich, dass der Trekstor-Reader alle auf dem Gerät gespeicherten E-Books auf dem Homescreen nach dem Alphabet sortiert anzeigt. Auch ein Verschieben in Unterordner bringt hier wenig. Schon das Durchforsten der vorinstallierten Leseproben ist erschreckend zeitraubend. Hier müssen Nutzer über den Explorer gehen, um zu finden, was sie suchen.

Ein großes Manko ist beim geöffneten E-Book eine am oberen Bildrand befindliche Leiste, in der der Titel angezeigt wird. Ist er zu lang für den Bildschirm, wandert er laufend von links nach rechts und wieder zurück. Zum einen wissen Nutzer hoffentlich, welches Buch sie gerade lesen, zum anderen irritiert es einfach, wenn sich auf der sonst statischen Seite etwas bewegt. Einzige Lösung: Gerät an den PC anschließen, Buch umbenennen, weiterlesen.

Lesezeichen lassen sich im Optionsmenü während des Lesens ganz einfach hinzufügen. Schaltet man das Gerät ein, zeigt es oben auf dem Homescreen die zuletzt geöffnete Seite an. Das funktioniert allerdings immer nur mit dem zuletzt gelesenen Buch: Bei jedem anderen startet der E-Reader wieder bei Seite eins.

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