Leistung

In Sachen Geschwindigkeit schlägt sich die Nikon Coolpix S6200 ziemlich durchschnittlich. Um bei optimalen Verhältnissen auf das Motiv scharfzustellen und das Foto einzufangen, benötigt die Kamera zähe 0,5 Sekunden. Bei Motiven mit wenig Kontrast steigt die Auslöseverzögerung sogar auf 1,2 Sekunden an – wenn die Digicam denn überhaupt fokussiert. Im Test kommt es gerade bei ungünstigen Lichtverhältnissen häufiger vor, dass wir etliche Male anfokussieren müssen, bis die Kamera die Entfernung korrekt ermittelt hat. Für statische Motive wie Häuser oder Landschaften mag das in Ordnung gehen, aber herumspringende Haustiere oder Kinder kann man so beim besten Willen nicht ablichten.

Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto im Kasten ist, vergehen mäßig flotte 2,1 Sekunden. Die Verschnaufpausen zwischen zwei Bildern gehen mit 1,2 Sekunden durchaus in Ordnung. Mit zugeschaltetem Blitz verschlechtert sich der Wert auf zähe 3,5 Sekunden. Im Serienbildmodus bricht die S6200 mit lediglich 1,2 Fotos pro Sekunde sicherlich keine Rekorde – zumal schon nach sechs Fotos in Folge Schluss ist.

Bildqualität

Eines vorweg: Die Auflösung von 16 Megapixeln sagt wenig bis nichts über die Bildqualität der Nikon Coolpix S6200 aus. Die Fotos sind geraten weich, rauschen und lassen bei starken Vergrößerungen Details vermissen. Je höher die ISO-Empfindlichkeit respektive je schlechter die Lichtverhältnisse, desto stärker beeinflussen diese Effekte die Bildqualität. Bis einschließlich ISO 400 sehen die Farben noch gut aus, waschen bei höheren Empfindlichkeiten aber zunehmend aus und wirken immer matschiger. In Verbindung mit den nachlassenden Details sorgt das dafür, dass Innenaufnahmen oder Fotos im Zwielicht generell nicht besonders gut gelingen. Unterm Strich präsentiert sich die S6200 wie viele andere günstige Einsteiger-Digicams: Ist viel Licht vorhanden, gelingen die Bilder gut bis sehr gut. Sobald man aber nicht mehr bei Tageslicht fotografiert, enttäuscht die Fotoqualität.

Bei niedrigen ISO-Empfindlichkeiten liefert die S6200 wie gesagt sehr schöne Fotos. Rot- und Blautöne wirken etwas zu intensiv, aber dennoch gelingen die Fotos klar und natürlich. Der automatische Weißabgleich liefert unter Leuchtstoffröhrenlicht grünliche Ergebnisse. Unter Glühbirnenbeleuchtung geraten die Aufnahmen dagegen zu warm. Bei Aufnahmen unter Kunstlicht empfehlen wir, eines der Presets oder am besten gleich den manuellen Weißabgleich einzusetzen.

Die Qualität der Videos ist mit der von einfachen HD-Pocket-Camcordern zu vergleichen. Für YouTube & Co. oder das gelegentliche Betrachten auf dem Fernseher reichen die Clips aus, aber das war’s dann auch schon. Wie die meisten Kompaktkameras quittiert auch die S6200 schnelle Schwenks mit deutlichen Rucklern. Erfreulicherweise funktioniert der optische Zoom während der Videoaufnahme. Der Objektivmotor ist nur in wirklich leisen Umgebungen auf den Filmchen zu hören. Viel störender ist allerdings, dass die Kamera während des Filmens sehr langsam fokussiert.

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