Wenn der Teufel telefoniert: Design-Handy Prada Phone von LG im Vorab-Test

Software

Schon vor der offiziellen Präsentation des Prada-Smartphones haben einzelne Bilder ihren Weg ins Internet geschafft. Der schwarz-weiße Look der Oberfläche ist also keine Überraschung mehr. Im Vorfeld hat uns das Konzept sehr gut gefallen, und auch in der Praxis enttäuscht es nicht. Alles ist eben sehr schnörkellos und klar strukturiert. Das Scrollen durch die Menüs geht flott von der Hand und kann sich sehen lassen, das Gerät wirkt nicht wie vollgemüllt mit Apps, die keiner braucht, und bei der Gestaltung der Homescreens scheint sich tatsächlich jemand Gedanken gemacht zu haben.

Damit sich dieser klar gezeichnete Look durchzieht, gibt es die Möglichkeit, die knallbunten Symbole von beliebigen Apps aus dem Android Market gegen ebenso einfach gezeichnete, weiße Icons auszutauschen. Das sollte man auch unbedingt machen, denn ein einzelner Farbklecks zwischen den ansonsten so klaren Linien wirkt fast wie ein Fremdkörper. Wer es bunt haben möchte, sollte sich lieber auf die Auswahl eines hübschen Hintergrundbildes konzentrieren. Typisch für ein Mode-Handy: LG und die Prada-Designer haben hier natürlich vorgesorgt und ein paar Varianten im strukturierten Saffiano-Look des Akkudeckels vorinstalliert.

Beim Verkaufsstart wird das Prada Phone mit Android 2.3 alias Gingerbread ausgeliefert. Die Koreaner versprechen aber schon jetzt ein Update auf die neue Android-Version 4.0 (Ice Cream Sandwich) – irgendwann im März oder April soll es soweit sein. Wer mit einem Neukauf bis dahin warten kann, spart sich wohl auch noch ein paar Euros, denn bis dahin dürfte der Preis schon etwas gefallen sein.

Eine nähere Bewertung der Software und des User Interface werden wir auch erst durchführen, wenn uns ein finales Testgerät vorliegt. Bis zur Markteinführung könnten sich noch einige Punkte ändern.

Vorläufiges Fazit

Die schlanke, attraktive Hardware passt hervorragend zur Software und zum klaren Look der Oberfläche. Dazu trägt auch das Nova-Display seinen Teil bei. Unser erster Eindruck ist positiv – und definitiv ist das hier das beste Prada-Handy, das wir jemals in unseren Fingern hatten. Die offene Android-Plattform macht viele Kompromisse unnötig, unter denen wir bei früheren Modellen mit LG-eigener Software zu leiden hatten.

Allerdings ist die Luft im oberen Ende des Marktes dünn. Fürs gleiche Geld wird es wohl Geräte mit besserer Hardware geben, mit schnelleren Prozessoren und flacheren Gehäusen. Ob sich das Prada Phone by LG gegen diese Konkurrenz einfach nur aufgrund der Marke und des gehobenen Design-Anspruches durchsetzen kann, muss es erst noch beweisen. Zumal wir finden, dass man das Konzept mit etwas hochwertigeren Materialien wie Leder auf der Rückseite und einem Rahmen aus echtem statt auflackiertem Metall noch besser hätte durchsetzen können – und dass ein OLED- anstelle eines Nova-Panels das schwarz-weiße Menü noch beeindruckender darstellen würde.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Wenn der Teufel telefoniert: Design-Handy Prada Phone von LG im Vorab-Test

  • Am 7. Januar 2012 um 14:33 von Jones

    Android 4
    Warum bitte ist es ein Minuspunkt, dass Android 4.0 per Update nachgeliefert wird? Meiner Meinung nach ist das sehr löblich, nicht viele Hersteller machen das. Die meisten wollen eher den Absatz von kommenden ICS Geräten sichern.

    Vermutlich haben die Entwickler eine Deadline, und 4.0 ist/war bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig angepasst. Mal davon abgesehen, dass Android 2.3 meiner Meinung nach zur Zeit noch die bessere Wahl ist, denn viele Apps im Market unterstützen 4.0 noch nicht. Mein Bruder hat dieses Problem auf seinem Nexus S.

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