Fujifilm X-Pro1 ausprobiert: Systemkamera mit Innovationen bei Sucher und Sensor

Oben rechts auf der Rückseite des Gehäuses zieht sich ein großzügiger, horizontaler Wulst nach oben, der dem Daumen der rechten Hand guten Halt bietet. Auf dieser Ausprägung befinden sich zwei Buttons. Die mit Q beschriftete Taste ruft ein Schnellmenü auf, das wichtige Aufnahmeparameter bereithält. Der AE-L/AF-L-Knopf dient zum Speichern von Fokus und Belichtung. Alles in allem ist die Anordnung der Bedienelemente recht sinnvoll. Wer allerdings nicht gerade vorher mit einer anderen Fujifilm-Kamera aus der X-Serie fotografiert hat, muss hier mit einer Lernphase rechnen, bis jeder Handgriff sitzt.

Auf der rechten Seite des Gehäuses befindet sich eine kleine Klappe, die einen HDMI-Ausgang und einen USB-Port beherbergt. Die Fächer für Speicherkarte und Akku sitzen auf der Unterseite. Der Stromspeicher verfügt laut Hersteller über ausreichend Kapazität für 300 Fotos. Für ein als Profi-Kamera angepriesenes Modell ist das ganz schön wenig. Um einen Zweit- oder gar Dritt-Akku führt hier wahrscheinlich kein Weg vorbei. Einen integrierten Blitz bietet die X-Pro1 übrigens nicht.

Zwar bietet die Fujifilm X-Pro1 keinen integrierten Blitz, doch dafür hat der Hersteller dieses kompakte Aufsteck-Modell vorgestellt. Der Preis steht noch nicht fest.
Zwar bietet die Fujifilm X-Pro1 keinen integrierten Blitz, doch dafür hat der Hersteller dieses kompakte Aufsteck-Modell vorgestellt. Der Preis steht noch nicht fest.

Wer mit den Fujifilm-Kameras der X-Serie nicht vertraut ist, wird sich bei der X-Pro1 als erstes über einen fehlenden Moduswahlschalter wundern. Auf Szenenprogramme verzichtet die Kamera komplett, und die für eine Digicam in dieser Preisklasse obligatorischen PASM-Modi werden angewählt wie noch vor etlichen Jahrzehnten.

Die Wahl der Blende geschieht mittels eines Rings am Objektiv. Die dazugehörige Verschlusszeit stellt der Fotograf über das bereits erwähnte Rädchen auf der Oberseite der Kamera ein. Möchte er die Auswahl der Kamera überlassen, so wählt er für die Belichtungszeit hier den Wert „A“. Zusammen mit einem manuell am Objektiv eingestellten Blende entspricht das dann dem bei Digitalkameras üblichen Modus Zeitautomatik. Dreht der Fotograf zusätzlich noch den Blendenring am Objektiv auf „A“, so entspricht das der Programmautomatik. Analog lassen sich auch die Belichtungsautomatik und ein komplett manueller Modus wählen. Der Videomodus hat in diesem Konzept übrigens keinen Platz gefunden und versteckt sich bei den Serienbildmodi.

In der folgenden Tabelle sind noch einmal die wichtigsten technischen Daten der X-Pro1 im Vergleich mit den beiden EVIL-Kameras Sony NEX-7 und Samsung NX200 zu sehen:

Hersteller Fujifilm Samsung Sony
Modell X-Pro1 NX200 NEX-7
Preis (UVP, Body) 1590 Euro 849 Euro 1199 Euro
Bildsensor CMOS (23,6 x 15,6 mm) CMOS (23,5 x 15,7 mm) CMOS (23,5 x 15,6 mm)
Auflösung 16,3 Megapixel 20,3 Megapixel 24,3 Megapixel
Empfindlichkeiten ISO 100 – 25.600 ISO 100 – 12.800 ISO 100 – 16.000
Formatfaktor 1,5 1,5 1,5
Serienbildgeschwindigkeit 6 fps 7 fps 10 fps
Sucher optisch-elektronisch optional (elektronisch) elektronisch
Autofokus 49 Felder 35 Felder 25 Punkte
Belichtungsmessung 256 Zonen 221 Felder 1200 Zonen
Verschlusszeiten 1/4000 – 30 s 1/4000 – 30 s 1/4000 – 30 s
Blitz optional optional (im Lieferumfang) integriert
Display 3,0 Zoll, fest, LCD, 854 x 480 Pixel 3,0 Zoll, fest, OLED, 640 x 480 Pixel 3,0 Zoll, schwenkbar, LCD, 640 x 480 Pixel
Touchscreen nein nein nein
Bildstabilisator optisch (via Objektiv) optisch (via Objektiv) optisch (via Objektiv)
Videofunkion 1080/24p, H.264 1080/30p, H2.64 1080/50p, AVCHD 2.0
Mikrofoneingang nein nein ja
Kopfhörerausgang nein nein nein
Max. Akkulaufzeit (CIPA) 300 Fotos 330 Fotos 350 Fotos
Abmessungen 14,0 x 8,2 x 42,5 11,7 x 6,3 x 3,6 cm 12,0 x 6,7 x 4,3 cm
Gewicht (nur Gehäuse) 400 g 220 g 340 g

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