Fujifilm X-Pro1 ausprobiert: Systemkamera mit Innovationen bei Sucher und Sensor

von Stefan Möllenhoff am , 15:46 Uhr

Mit der Fujifilm X-Pro1 kommt das nächste spiegellose Kamera-System. Und das tut es nicht heimlich, still und leise, sondern mit großen Versprechungen: Die Bildqualität soll beispielsweise die professioneller Vollformat-DSLRs übertreffen, das System geht mit drei Festbrennweiten-Objektiven an den Start, und der elektronisch-optischen Hybrid-Sucher, der uns bereits bei der Vorgängerin X100 begeistern konnte, wurde weiter verbessert.

An sich ist der Markt der spiegellosen Systemkameras, auch EVIL-Kameras genannt, schon extrem dicht besiedelt. Nach den beiden Pionieren Panasonic und Olympus bieten inzwischen auch Samsung [1], Sony [2], Pentax, Ricoh und Nikon Modelle in diesem Segment an. Doch Fujifilm hat ein paar Tricks auf Lager, mit denen sich der Hersteller von der Masse absetzen möchte. Und da zählen nicht nur die mit wohl rund 1590 Euro vergleichsweise sehr hohen Anschaffungskosten dazu. Wir hatten auf der CES [3] in Las Vegas die Gelegenheit, uns die X-Pro1 näher anzusehen.

Design & Ausstattung

Die Fujifilm X-Pro1 kommt im gleichen Retro-Design daher wie ihre beiden kleinen Schwestern X10 und X100. Das Design erinnert an Sucherkameras der 50er und 60er Jahre – insbesondere, was die Front angeht. Betrachtet man die Kamera von vorne, so sitzt mittig das Objektiv. Links davon befindet sich ein recht kleiner, aber ergonomisch geformter Handgriff. Wer sich mehr Halt wünscht, findet im Zubehörangebot des Herstellers einen größeren Griff. Zwischen Handgriff und Objektiv bringt der Hersteller einen Schiebeschalter unter, der den Betriebsmodus des optisch-elektronischen Hybridsuchers wechselt – aber dazu später mehr. Rechts über dem Objektiv befindet sich das Guckloch des Suchers. Weiter unten sitzt ein Bedienelement zum Umschalten zwischen Einzelbild-Autofokus, kontinuierlichem Autofokus und manuellem Scharfstellen.

Auf der Oberseite des Gehäuses gibt es – wie bei der X100 – zwei Drehelemente. Das rechte dient zum Einstellen der Belichtungskorrektur, das linke legt die Verschlusszeit fest. Zwischen den beiden Rädchen befindet sich der Auslöser, der in Kombination mit einem Ein/Aus-Schalter ausgeführt ist. Ganz rechts vorne auf der Ecke bringt der Hersteller schließlich noch eine Funktionstaste unter. Mittig auf der Oberseite gibt es einen Zubehörschuh.

Die Oberseite der Fujifilm X-Pro1 ist sehr ähnlich aufgebaut wie bei der Schwester X100. [5]
Die Oberseite der Fujifilm X-Pro1 ist sehr ähnlich aufgebaut wie bei der Schwester X100.

Nach der Vorder- und der Oberseite verrät erst die Rückseite, dass im Inneren der Fujifilm X-Pro1 keine 50er-Jahre-Sucherkamera, sondern modernste Technik steckt. Hier dominiert ein 3,0 Zoll großes Display mit einer überdurchschnittlichen Auflösung von 1,23 Millionen Subpixeln (vermutlich 854 mal 480 Pixel). Oberhalb des Bildschirms sitzt das Okular des Hybrid-Suchers, daneben eine mit View Mode beschriftete Taste zum Wechseln zwischen Sucher und Display beziehungsweise zum Aktivieren der Umschalt-Automatik per Näherungssensor. Links neben der Anzeige bringt der Hersteller drei Knöpfe unter, die zum Konfigurieren von Serienbildmodus, Belichtungsmessung und Autofokuspunkt dienen.

Rechts neben dem Bildschirm befindet sich ein Vier-Wege-Pad mit mittigem Menu/Ok-Button. Die Nach-oben-Taste hält auch zum Aktivieren des Makro-Modus her. Unter dem Pad gibt es einen mit Disp/Back beschrifteten Button, der zum Anpassen der auf in Display und Sucher angezeigten Informationen dient und in den Menüs eine Ebene nach oben springt. Darüber befindet sich ein Knopf zum Aktivieren des Wiedergabemodus sowie ein Rändelrädchen zum schnellen Anpassen von Aufnahmeparametern wie Blende und Belichtungszeit.

Die Anordnung der Bedienelemente auf der Rückseite ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man noch nicht mit einer Kamera aus Fujifilms X-Serie fotografiert hat. [6]
Die Anordnung der Bedienelemente auf der Rückseite ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man noch nicht mit einer Kamera aus Fujifilms X-Serie fotografiert hat.

Oben rechts auf der Rückseite des Gehäuses zieht sich ein großzügiger, horizontaler Wulst nach oben, der dem Daumen der rechten Hand guten Halt bietet. Auf dieser Ausprägung befinden sich zwei Buttons. Die mit Q beschriftete Taste ruft ein Schnellmenü auf, das wichtige Aufnahmeparameter bereithält. Der AE-L/AF-L-Knopf dient zum Speichern von Fokus und Belichtung. Alles in allem ist die Anordnung der Bedienelemente recht sinnvoll. Wer allerdings nicht gerade vorher mit einer anderen Fujifilm-Kamera aus der X-Serie fotografiert hat, muss hier mit einer Lernphase rechnen, bis jeder Handgriff sitzt.

Auf der rechten Seite des Gehäuses befindet sich eine kleine Klappe, die einen HDMI-Ausgang und einen USB-Port beherbergt. Die Fächer für Speicherkarte und Akku sitzen auf der Unterseite. Der Stromspeicher verfügt laut Hersteller über ausreichend Kapazität für 300 Fotos. Für ein als Profi-Kamera angepriesenes Modell ist das ganz schön wenig. Um einen Zweit- oder gar Dritt-Akku führt hier wahrscheinlich kein Weg vorbei. Einen integrierten Blitz bietet die X-Pro1 übrigens nicht.

Zwar bietet die Fujifilm X-Pro1 keinen integrierten Blitz, doch dafür hat der Hersteller dieses kompakte Aufsteck-Modell vorgestellt. Der Preis steht noch nicht fest. [7]
Zwar bietet die Fujifilm X-Pro1 keinen integrierten Blitz, doch dafür hat der Hersteller dieses kompakte Aufsteck-Modell vorgestellt. Der Preis steht noch nicht fest.

Wer mit den Fujifilm-Kameras der X-Serie nicht vertraut ist, wird sich bei der X-Pro1 als erstes über einen fehlenden Moduswahlschalter wundern. Auf Szenenprogramme verzichtet die Kamera komplett, und die für eine Digicam in dieser Preisklasse obligatorischen PASM-Modi werden angewählt wie noch vor etlichen Jahrzehnten.

Die Wahl der Blende geschieht mittels eines Rings am Objektiv. Die dazugehörige Verschlusszeit stellt der Fotograf über das bereits erwähnte Rädchen auf der Oberseite der Kamera ein. Möchte er die Auswahl der Kamera überlassen, so wählt er für die Belichtungszeit hier den Wert „A“. Zusammen mit einem manuell am Objektiv eingestellten Blende entspricht das dann dem bei Digitalkameras üblichen Modus Zeitautomatik [8]. Dreht der Fotograf zusätzlich noch den Blendenring am Objektiv auf „A“, so entspricht das der Programmautomatik [9]. Analog lassen sich auch die Belichtungsautomatik [10] und ein komplett manueller Modus wählen. Der Videomodus hat in diesem Konzept übrigens keinen Platz gefunden und versteckt sich bei den Serienbildmodi.

In der folgenden Tabelle sind noch einmal die wichtigsten technischen Daten der X-Pro1 im Vergleich mit den beiden EVIL-Kameras Sony NEX-7 und Samsung NX200 zu sehen:

Hersteller Fujifilm Samsung Sony
Modell X-Pro1 NX200 NEX-7
Preis (UVP, Body) 1590 Euro 849 Euro 1199 Euro
Bildsensor CMOS (23,6 x 15,6 mm) CMOS (23,5 x 15,7 mm) CMOS (23,5 x 15,6 mm)
Auflösung 16,3 Megapixel 20,3 Megapixel 24,3 Megapixel
Empfindlichkeiten ISO 100 – 25.600 ISO 100 – 12.800 ISO 100 – 16.000
Formatfaktor 1,5 1,5 1,5
Serienbildgeschwindigkeit 6 fps 7 fps 10 fps
Sucher optisch-elektronisch optional (elektronisch) elektronisch
Autofokus 49 Felder 35 Felder 25 Punkte
Belichtungsmessung 256 Zonen 221 Felder 1200 Zonen
Verschlusszeiten 1/4000 – 30 s 1/4000 – 30 s 1/4000 – 30 s
Blitz optional optional (im Lieferumfang) integriert
Display 3,0 Zoll, fest, LCD, 854 x 480 Pixel 3,0 Zoll, fest, OLED, 640 x 480 Pixel 3,0 Zoll, schwenkbar, LCD, 640 x 480 Pixel
Touchscreen nein nein nein
Bildstabilisator optisch (via Objektiv) optisch (via Objektiv) optisch (via Objektiv)
Videofunkion 1080/24p, H.264 1080/30p, H2.64 1080/50p, AVCHD 2.0
Mikrofoneingang nein nein ja
Kopfhörerausgang nein nein nein
Max. Akkulaufzeit (CIPA) 300 Fotos 330 Fotos 350 Fotos
Abmessungen 14,0 x 8,2 x 42,5 11,7 x 6,3 x 3,6 cm 12,0 x 6,7 x 4,3 cm
Gewicht (nur Gehäuse) 400 g 220 g 340 g

Hybrid-Sucher

Eine große Innovation der Fujifilm X100 war ihr optisch-elektronischer Hybrid-Sucher. Im Prinzip handelt es sich dabei um ein Guckloch links oben im Gehäuse, durch das der Fotograf auf das Motiv blickt. In dem Sucher selbst ist allerdings ein Spiegel integriert, über den zusätzlich Daten eines seitlich angebrachten Displays eingeblendet werden können – angefangen von Fokusmessfeld über Gitternetz bis hin zur elektronischen Wasserwaage. Auf Wunsch zeigt die Kamera aber auch ein Vorschaubild im Sucher, das vom Sensor stammt und macht den Sucher auf der Vorderseite mit einer kleinen Jalousie dicht.

Der Hybrid-Sucher der X-Pro1 funktioniert im Wesentlichen genauso, steht allerdings vor einer anderen Herausforderung: Während die X100 über eine nicht austauschbare Festbrennweite funktioniert, muss der Sucher bei der X-Pro1 und ihren Wechselobjektiven die unterschiedlichsten Brennweiten abdecken können. Einen optischen Zoom im Sucher, wie beispielsweise bei der kleinen Schwester Fujifilm X10 oder der Canon PowerShot G12, gibt es hier allerdings nicht. Stattdessen kann die X-Pro1 bei Bedarf eine Linse vor den Sucher schieben und so zwischen zwei Brennweiten wechseln. Nachdem bereits die drei zusammen mit der Kamera startenden Festbrennweiten mehr Ansichten benötigen, nutzt Fujifilm das Display, um den tatsächlichen Bildbereich mit Hilfe eines Rahmens zu markieren.

Der optische Sucher der Fujifilm X-Pro1 bietet zwei verschiedene Vergrößerungen: Weitwinkel (oben) und Standard (unten). Der relevante Bildausschnitt wird mit einem weißen Rechteck markiert. [11]
Der optische Sucher der Fujifilm X-Pro1 bietet zwei verschiedene Vergrößerungen: Weitwinkel (oben) und Standard (unten). Der relevante Bildausschnitt wird mit einem weißen Rechteck markiert.

Das funktioniert bei den drei Festbrennweiten-Objektiven recht gut. Hier sind Brennweite des Suchers und Brennweite des Objektivs allerdings auch relativ ähnlich. Wie sich das dann bei sehr hohen Brennweiten verhält, können wir noch nicht abschätzen. Allerdings könnte der im Sucherbild markierte Ausschnitt dann schon sehr klein ausfallen, so dass er schwer fallen könnte, das Motiv korrekt anzuvisieren. Ein Vorteil wäre hier allerdings andererseits, dass man das Geschehen rund um den aktuellen Bildausschnitt im Blick hat und beispielsweise einen Sprinter schon sieht, bevor er ins Bild gelaufen kommt.

Objektive

Wenn ein neues Kamera-System an den Start geht, ist nicht nur die Kamera an sich wichtig, sondern auch die Auswahl an Objektiven. Insbesondere bei einem derart hochpreisigen System wie der X-Pro1, das sich an Semiprofis und professionelle Fotografen richtet, ist das Zubehör von essentieller Bedeutung – mit einer „billigen Kitscherbe à la 18 bis 55 Millimeter mit F3,5 bis F5,6“ lassen sich diese nämlich nicht so leicht abspeisen.

Und tatsächlich: Fujifilm hat zusammen mit der X-Pro1 drei Objektive vorgestellt, bei denen im Gegensatz zu den Herstellern aller anderen Systemkameras keine einzige Zoomoptik enthalten ist. Es handelt sich um drei Festbrennweiten mit 18 Millimetern und F2,0, 35 Millimetern und F1,4 sowie 60 Millimeter und F2,4. Bei letzterem Objektiv handelt es sich um eine Makro-Optik.

Laut Zone Numerique [12] werden die 18-Millimeter- und die 35-Millimeter-Linsen für 579 Euro den Besitzer wechseln. Die 60-Millimeter-Makro-Optik soll 629 Euro kosten.

Hier sind die drei neuen Objektive zu sehen, die zusammen mit der X-Pro1 an den Start gehen. [13]
Hier sind die drei neuen Objektive zu sehen, die zusammen mit der X-Pro1 an den Start gehen.

Im Laufe dieses Jahres sollen noch zwei weitere Linsen folgen: eine 14-Millimeter-Festbrennweite mit einer maximalen Blendenöffnung von F2,8 sowie ein optisch stabilisiertes Zoomobjektiv mit einem Brennweitenbereich von 18 bis 72 Millimetern und einer konstanten Blende von F4,0.

Auch für 2013 hat der Hersteller bereits seine Objektiv-Roadmap verraten. Auf dem Plan stehen zwei Festbrennweiten mit 28 Millimetern und F2,8 sowie 23 Millimetern und F2,0. Außerdem stehen noch zwei bildstabilisierte Zoomobjektive auf dem Programm, die 12 bis 24 und 70 bis 200 Millimeter abdecken und jeweils eine konstante maximale Blendenöffnung von F4,0 bieten. Außerdem plant Fujifilm noch einen Adapter für Leicas M-Mount.

Die Objektive bringen systembedingt allesamt einen Einstellring für die Blende mit. Soweit wir das in der kurzen Zeit beurteilen können, die wir die X-Pro1 in den Händen hatten, fühlen sich die Optiken wertig und solide an. Die Qualität passt zum Body der X-Pro1. Laut Fujifilm sollen runde Blendenlamellen dafür sorgen, dass das Bokeh auch bei geschlossener Blende sehr weich aussieht.

In der folgenden Tabelle gibt es noch einmal die technischen Eckdaten der drei zusammen mit der X-Pro1 startenden Objektive auf einen Blick zu sehen.

Objektiv XF18mmF2 R XF35mmF1.4 R XF60mmF2.4 R Macro
Preis 579 Euro 579 Euro 629 Euro
Brennweite 18 Millimeter 35 Millimeter 60 Millimeter
Brennweite (KB) 27 Millimeter 53 Mililimeter 91 Millimeter
Bildwinkel 76,5 Grad 44,2 Grad 26,6 Grad
Kleinste Blendenzahl F2,0 F1,4 F2,4
Größte Blendenzahl F16 F16 F22
Blendenlamellen 7 7 9
Naheinstellgrenze 18 cm 28 cm 26,7 cm
Max. Vergrößerung 0,14x 0,17x 0,5x
Durchmesser 6,5 cm 6,5 cm 6,4 cm
Länge 4,1 cm 5,5 cm 7,1 cm
Gewicht 116 g 187 g 215 g
Filterdurchmesser 52 mm 52 mm 39 mm
Aufbau 8 Elemente in 7 Gruppen 8 Elemente in 6 Gruppen 10 Elemente in 8 Gruppen
Asphärische Elemente 2 1 1
ED-Elemente 0 0 1

Leistung

Eine der größten Schwächen der Fujifilm X100 war ihre sehr mäßige Geschwindigkeit. In diesem Punkt hat die X-Pro1 sicherlich einiges an Boden gutzumachen, nicht zuletzt auch angesichts der hohen Anschaffungskosten. Nachdem wir auf der CES in Las Vegas lediglich ein Vorserienmodell in den Finger hatten, können wir in diesem Punkt leider noch keine endgültige Aussage treffen.

Bildqualität

Nachdem die Fujifilm X100 in ihrer Klasse mit die beste Bildqualität abliefert, sind wir extrem auf erste Fotos aus der X-Pro1 gespannt. Denn laut eigenen Aussagen hat der Hersteller noch einmal kräftig am Sensor geschraubt. Die von 12 auf 16 Megapixel gesteigerte Auflösung dürfte wohl die geringste Neuerung des sogenannten X-Trans-Chips sein.

Viel interessanter ist der Aufbau des Sensors selbst. Wie bei praktisch allen Bildsensoren (Ausnahme: Foveon von Sigma) können die einzelnen Pixel nicht einzelne Farben, sondern lediglich hell und dunkel unterscheiden. Daher liegt über dem Sensor eine sogenannte Bayer-Maske, die vor jeden Bildpunkt einen entweder grünen, roten oder blauen Farbfilter setzt. Anhand der umliegenden Pixel interpoliert dann schließlich der Bildprozessor die RGB-Farbe jedes einzelnen Bildpunktes. Am meisten ausschlaggebend für die Detailwiedergabe sind dabei die besonders empfindlichen, grünen Pixel.

Links konventionell, rechts neu: Während gewöhnliche Bayer-Sensoren auf ein Grün-zu-Rot-zu-Blau-Verhältnis von 2 zu 1 zu 1 setzen, versucht Fujifilm mit 5 zu 2 zu 2 sein Glück. [14]
Links konventionell, rechts neu: Während gewöhnliche Bayer-Sensoren auf ein Grün-zu-Rot-zu-Blau-Verhältnis von 2 zu 1 zu 1 setzen, versucht Fujifilm mit 5 zu 2 zu 2 sein Glück.

Bei Fujifilms sogenanntem X-Trans-Array kommen zwar auch rote, grüne und blaue Farbfilter zum Einsatz, doch diese sind anders angeordnet als bei den üblichen Bayern-Masken – es kommen sowohl in jeder Zeile als auch in jeder Spalte alle Farben vor. Laut Hersteller verhindert das bereits von vorneherein, dass Moiré-Effekte und Falschfarben auftreten, die bei herkömmlichen Bildsensoren durch Tiefpassfilter eliminiert werden. Und ein Weglassen dieses Tiefpassfilters soll in der Praxis in einer deutlich höheren Bildqualität resultieren. Fujifilm verspricht Vollformat-Niveau oder sogar darüber. Und wir sind tierisch gespannt. Fest steht jedenfalls, dass Mittelformat-Kameras aufgrund des typischerweise fehlenden Moiré-Filters eine unglaubliche Bildschärfe erreichen. Außerdem enthält Fujifilmx X-Trans-Sensor anteilig mehr grüne Pixel. Angesichts der bereits sehr überzeugenden Bildqualität der X100 sind die Aussichten sehr gut.

Fazit

Die Fujifilm X-Pro1 klingt extrem interessant. Der neu entwickelte Bildsensor verspricht sehr viel, das Gehäuse ist auf höchstem Niveau gefertigt und überzeugt mit tonnenweise Retro-Charme. Und nicht zuletzt begeistert der optisch-elektronische Hybrid-Sucher. Auf der anderen Seite muss sich die Kamera mit ihren Anschaffungskosten von knapp 1600 Euro für alleine den Body schon mit den Einsteiger-Vollformat-Kameras Canon EOS 5D Mark II und Nikon D700 messen. Sicherlich ist sie ein ganzes Stück kompakter als die DSLR-Konkurrenz, hat dafür aber in puncto Objektiv- und Zubehörauswahl noch einiges aufzuholen. Wir sind schwer gespannt.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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URLs in this post:

[1] Samsung: http://www.cnet.de/unternehmen/samsung/

[2] Sony: http://www.cnet.de/unternehmen/sony/

[3] CES: http://www.cnet.de/themen/ces-2014/

[4] CES 2012: Hands-on mit der Fujifilm X-Pro1: https://www.cnet.de/41558164/ces-2012-hands-on-mit-der-fujifilm-x-pro1/?pid=1#sid=41558253

[5] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41558253/fujifilm_x-pro1_oben.jpg

[6] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41558253/fujifilm_x-pro1_hinten.jpg

[7] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41558253/fujifilm_x-pro1_blitz.jpg

[8] Zeitautomatik: http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitautomatik

[9] Programmautomatik: http://de.wikipedia.org/wiki/Programmautomatik

[10] Belichtungsautomatik: http://de.wikipedia.org/wiki/Belichtungsautomatik

[11] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41558253/fujifilm_x-pro1_sucher.jpg

[12] Zone Numerique: http://www.zone-numerique.com/news-12208-fujifilm-x-pro-1-le-prix.html

[13] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41558253/fujifilm_x-pro1_objektive.jpg

[14] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41558253/fujifilm_x-pro1_sensor.jpg