Display

Auf der Vorderseite ist der 3,2 Zoll große Bildschirm das dominierende Element. Die Tatsache, dass er nicht sonderlich groß ist, haben wir schon angesprochen. Wer unterwegs Videos betrachten möchte, wird damit wohl nicht glücklich – für Angry Birds und ein paar Ausflüge ins mobile Internet reicht die Anzeige aber problemlos aus.

Ein gravierenderes Problem als die geringe Diagonale ist die vergleichsweise niedrige Auflösung von 320 mal 480 Pixeln. Damit ist die Anzeige auf dem gleichen Niveau wie die des deutlich günstigere Huawei Ideos X3, das den Besitzer bereits für 100 Euro wechselt. In der Praxis bedeutet das, dass beispielsweise von Webseiten weniger Inhalt zur gleichen Zeit dargestellt werden kann und das Fotos grobpixeliger wirken als auf Displays mit höherer Auflösung. Dennoch muss man dem Explorer einfach zu Gute halten, dass es eben ein Einsteiger-Gerät ist – und wer vorhat, viel zu Surfen, muss für den gehobenen Komfort eines besseren Displays eben mehr Geld auf den Tisch legen.

Dafür können wir der Anzeige die vergleichsweise hohe Helligkeit und die gute Farbwiedergabe zu Gute halten.

Software

Auf dem Explorer ist Googles Android-Betriebssystem in der Version 2.3 vorinstalliert. Das ist nicht mehr die ganz aktuelle Ausführung: Die ersten Smartphones mit Android 4.0 sind bereits verfügbar. Nichtsdestotrotz ist 2.3 alias Gingerbread immer noch sehr weit verbreitet und gerade bei einem Smartphone in dieser Preisklasse nicht per se eine schlechte Wahl – zumal es auch beim günstigen Explorer die HTC-eigene Sense-Oberfläche gibt.

Wie andere Android-Handys verfügt auch Sense über mehrere Homescreens, die der Nutzer mit Widgets und Verknüpfungen zu Kontakten und Apps frei nach seinen Vorlieben anpassen kann. Vor allem bei der Auswahl der Widgets kann Sense punkten, und es gehört mit zu den attraktivsten und nutzerfreundlichsten Oberflächen.

Die üblichen Anwendungen wie Webbrowser, Google Maps, E-Mail, MP3-Player und so weiter sind vorinstalliert. Was für den Ausflug in die sozialen Netzwerke nötig ist, ist bereits in der Oberfläche integriert. Fotos für das eigene Adressbuch beispielsweise zieht das Explorer auf Wunsch direkt aus den Facebook-Kontakten. Wer auf der Suche nach mehr ist, wird im Android Market fündig: dem App Store von Google.

HTC-typisch gibt es viele attraktive Widgets und eine hervorragende Integration der Social Networks.
HTC-typisch gibt es viele attraktive Widgets und eine hervorragende Integration der Social Networks.

Die Speicherausstattung ist mit 512 MByte, von denen ein Großteil bereits die vorinstallierte Software einnimmt, nicht gerade großzügig. Nur 116 MByte stehen dem Nutzer zur Installation von Apps zur Verfügung. Das ist knapp bemessen – App-Junkies sollten sich aufgrund dieser Tatsache lieber nach einer Alternative umsehen. Aber wer nur eine Handvoll Anwendungen und Spiele installieren möchte, kommt damit klar. Zur Nutzung von Kamera und MP3-Player ist der Einsatz einer microSD-Speicherkarte zwingend erforderlich.

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