Doch leider ist es beispielsweise nicht möglich, mehrere Spiele gleichzeitig zu öffnen. Möchte man ein neues Game starten, so muss man zunächst das vorherige beenden. Das gleiche gilt leider auch für den Webbrowser, der anscheinend zu viele Ressourcen verbraucht. Schade, denn es wäre sehr schön gewesen, wenn man ein Spiel kurz unterbrechen könnte, um kurz etwas zu googeln.

Außerdem friert die PlayStation Vita gerade nicht aktive Anwendungen ein. So werden sowohl Rechenpower als auch Akkuleistung rationiert. An sich ist das kein Problem. Aber so ist nicht möglich, sich die Ladezeiten von Spielen mit etwas anderem zu vertreiben.

Die mechanischen Bedienelemente der Vita lassen sich übrigens nicht dazu benutzen, um zwischen den Homescreens hin und her zu springen. Natürlich klappt das auch mit dem Touchscreen hervorragend. Aber manchmal wären wir eben gerne mal zu faul, um unsere Finger von den Tasten abzulösen.

Downloads und Apps für die Vita

Spiele und Apps lädt die Vita aus dem PlayStation Store herunter. Soll sie zumindest einmal. Denn zum Testzeitpunkt ist der Marktplatz noch nicht online. Wir hoffen darauf, dass Sony diesen mit tonnenweise günstigen Retro-Spielen von den alten PlayStations füllt. Allerdings hat uns der japanische Hersteller in dieser Hinsicht schon einmal enttäuscht. Die Auswahl für das Sony Ericsson Xperia Play war hier jedenfalls eher bescheiden.

Wer sich viel in sozialen Netzen und diversen Chats tummelt, darf sich über Apps für Facebook, Twitter, Foursquare, Skype & Co. freuen. Eine vorinstallierte App namens Near hat ein paar ortsbasierte Schmankerl zu bieten. Mit der Software kann man sich in Locations einchecken, andere Vita-Besitzer in der Nähe finden und jemandem ein virtuelles Geschenk hinterlassen. Um diese App vernünftig zu nutzen, sollte man in die 3G-Version der Vita investieren.

Für ein Gadget, das in erster Linie zum Zocken entwickelt wurde, hat die Vita ein erfreulich breites Softwareangebot. Allerdings kann sie mit aktuellen Smartphones nicht mithalten – auf ähnlich teuren Handys oder einem iPod Touch ist die Auswahl signifikant größer.

Spiele auf Speicherkarte und als Downloads

Games für die Vita lassen sich in Form von sogenannten PlayStation-Vita-Karten kaufen, die etwas kleiner sind als normale SD-Karten. Alternativ lassen sich die Spiele auch direkt aus dem bereits erwähnten PlayStation Store herunterladen. So kann man es sich sparen, zum Elektromarkt des Vertrauens zu pilgern. Die schlechte Nachricht ist hier jedoch, dass die Games extrem teuer sind. Für einen Titel auf Speicherkarte legt man gut und gerne bis zu 50 Euro auf die virtuelle Ladentheke, so etwa für Uncharted: Golden Abyss. 

Es sieht nicht so aus, als wolle Sony mit den Ein-Euro-Casual-Games konkurrieren, die sich auf iPhone und Android-Smartphones gerade so gewaltiger Beliebtheit erfreuen. Es ist unter anderem Apple und Google zu verdanken, dass man heutzutage nicht mehr Unsummen auf den Tisch blättern muss, wenn man unterwegs mal eben eine Runde daddeln möchte. Wer sich die Vita anschaffen möchte, sollte also in die Kosten auf jeden Fall auch die Preise eventuell interessanter Spiele mit einkalkulieren. Wir hoffen ja noch, dass die Titel im PlayStation Store deutlich günstiger zu haben sind.

Einen integrierten Speicher bietet die Vita übrigens nicht. Für die meisten Spiele oder auch nur, um Fotos und Videos auf das Gerät zu kopieren, braucht man also eine Speicherkarte. Die proprietären Medien erinnern etwas an microSD-Speicherkarten. Sie sind in verschiedenen Größen erhältlich. Die kleinste Karte bietet 4 GByte Speicherkapazität und kostet bei Amazon beispielsweise 20,99 Euro. Ganz schön happig. Ob hierzulande zumindest eine kleine Speicherkarte im Lieferumfang enthalten sein wird, wissen wir noch nicht. Wünschenswert wäre es auf jeden Fall – denn ohne lassen sich weder Spiele spielen noch Fotos schießen.

Addiert man jetzt die Kosten von 249 bis 299 Euro für die Konsole mit dem Preis von ein bis zwei Spielen oder Speicherkarten, bewegt man sich bereits in Sphären, in denen auch die Xbox 360 und die PlayStation 3 unterwegs sind. Und auch im Vergleich zur direkten Konkurrenz ist Sonys Gaming-Bolide deutlich teurer: Nintendos 3DS wechselt bei ähnlich teuren Spielen bereits für 140 Euro den Besitzer. Und einen iPod Touch oder ein Android-Smartphones gibt es auch schon für weniger als 200 Euro.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Schon im Test: Sony PlayStation Vita – mobile Zockstation für echte Gamer?

  • Am 15. Februar 2012 um 12:05 von Clark

    was uns nicht gefällt
    Zu den Minuspunkten kann man eigentlich nichts mehr sagen,schwache Akkulaufzeit,wirkt groß und klobig und dann noch zu teuer? Ich meine bei der Leistung die das Teil hat,sind 4 bis 5 Stunden total angebracht und was zu groß angeht,ich meine auf nem mini Bildschirm wie beim DS möchte ich nicht unbedingt spielen.

  • Am 17. Februar 2012 um 08:52 von Julian W.

    Ja nee, ist klar…
    Sie vergleichen die Vita also allen ernstes mit einem iPod Touch? Sie finden die Vita zu teuer, obwohl Sie den Preis von 249€ für den 3DS damals sehr angemessen fanden? (rechnen Sie bitte mal alleine die Produktionskosten der beiden Geräte gegeneinander auf), Sie bemängeln das eingeschränkte Mutitasking? Sorry – aber hiermit haben Sie sich für mich absolut unglaubwürdig gemacht. Besten Dank!

  • Am 17. Februar 2012 um 09:49 von Andreas H.

    PS VITA vs 3DS
    Sehr geehrtes CNet-Team,

    bei vielen anderen Test kann ich die Wertung nachvollziehen, aber nicht bei diesem.
    Mir ist auch schleierhaft wieso man einen Gaming-Handheld mit einem IPod Touch vergleicht und nicht mit dem Konkurrenzprodukt Nintendo 3DS.

    Hier werden Mängel angekreidet die beim 3DS-Test nichtmal erwähnt werden obwohl er noch viel weniger Funktionen hat als die PS Vita. Bei den jeweiligen Testzeitpunkten waren die Preise ähnlich jedoch wird das beim 3DS gelobt und bei der PS Vita stellt dies trotz umfangreicherer Funktionen im Vergleich zum Konkurrenzprodukt ein negativen Punkt dar.

    Mir scheint es als ob die beiden Test von unterschiedlichen Leuten aus unterschiedlichen internen Testbereichen verfasst wurden. Der 3DS-Test sieht mir wie ein Test aus dem Gamingbereich aus und der PSVita Test sieht aus wie als hätte den jemand verfasst der nur Mobilfunk-, Multimediahardware testet.

    Völlig intransparent und weit an der Wahrheit vorbei.
    Sorry aber das habt ihr definitiv verissen.
    Da kann ich euch leider nicht mehr Ernst nehmen.

    Ihr habt nur Negativpunkte bei der PSVita aufgezählt die für den 3DS ebenfalls (verstärkt) gelten, nur da hats keinen interessiert. Das ist Verfälschung…

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