Akkulaufzeit

Dass die Akkulaufzeit der Sony PlayStation Vita nicht besonders beeindruckend ist, überrascht uns angesichts des riesigen Displays und des rechenstarken Quad-Core-Prozessors nicht besonders. Wie lange die Konsole abseits der Steckdose durchhält, hängt natürlich essentiell davon ab, was man mit ihr anstellt. Unseren Tests zufolge gehen bei der Vita nach etwa drei bis vier Stunden Daddeln die Lichter aus. 

Wer WLAN beziehungsweise mobiles Internet deaktiviert und die Bildschirmhelligkeit auf das niedrigste Niveau schraubt, wird die Reichweite sicherlich noch ein wenig nach oben schrauben können. Einen Interkontinental-Flug wird die Konsole jedoch auch dann nicht überstehen. Der Akku ist übrigens nicht austauschbar. Einen zweiten Stromspeicher als Reserve mitzunehmen, ist daher keine Option.

Sobald der Akku der Vita komplett leer ist und man die Konsole ans Netz hängt, dauert es ein paar Minuten, bis sie sich wieder einschalten lässt. Das ist zwar kein großes Thema, geht aber auf die Nerven, wenn man so schnell wie möglich einen Endgegner besiegen muss und gerade von einem abnippelnden Stromspeicher unterbrochen wurde. Erfreulicherweise merkt sich die Vita beim Abschalten aufgrund von Energieunterversorgung den Zustand der Konsole. Wenn man sich also gerade mitten im Gefecht befand, stehen die Chancen gut, dass man an genau dieser Stelle weiterdaddeln kann.

In Sachen Akkulaufzeit schlägt sich die Konkurrenz allerdings nicht viel besser. Nintendos 3DS legt eine ganz ähnliche Laufzeit an den Tag, und auch Smartphones oder der iPod Touch haben ihr Pulver ähnlich schnell verschossen, wenn man grafisch anspruchsvolle Anwendungen laufen lässt. Auf Langsteckenflügen sollte man also besser einen Plan B in Petto haben, um gegen das Geschnarche des Sitznachbarn anzukämpfen.

Fazit

Wenn man dann gemütlich im Sessel sitzt und auf der Vita daddelt, dann kommt tatsächlich ein beeindruckendes Spielgefühl auf. Bis es allerdings einmal so weit ist, hat man einen ganzen Haufen Geld investiert und nicht gerade wenig Gerümpel mit sich herumgeschleppt. Die Online-Features der Konsole sind zwar recht ordentlich, sehen im Vergleich zu Android-Smartphones oder dem iPod Touch recht bleich aus. Wirft man hier noch die mäßige Akkulaufzeit in die Waagschale, muss man sich doch fragen, was die teurere Vita gegenüber der Konkurrenz bietet.

Die Antwort lautet: Spieleauswahl. Nicht, was die Masse angeht – hier wird die Vita niemals auch nur annähernd in die Schlagdistanz der Android- und iOS-Rivalen kommen. Aber es gibt eben ein paar Titel, die ausschließlich für die Vita erscheinen werden. Dazu gehören etwa Uncharted: Golden Abyss, Call of Duty oder Wipout 2048 dazu. Das ist das große Alleinstellungsmerkmal, und auf dieses Pferd setzt Sony.

Die Vita macht einen guten Job dabei, „echtes“ Konsolenfeeling in die Hosentasche zu quetschen. Während das auf dem Papier toll klingt, sollten sich potenzielle Käufer aber darüber im Klaren sein, dass im Paket eben auch ein paar Nachteile von vollwertigen Konsolen dabei sind. Der Preis ist hoch, es gibt lange Ladezeiten, und bei den von uns ausprobierten Titeln sind immer wieder Zwischenszenen enthalten, die zwar schick aussehen, aber den Spieler letztendlich zum Zugucken verdammen. Bis man also endlich im Spiel ist und richtig loszocken kann, ist die Busfahrt schon fast vorbei. Lange Autofahrten oder verregnete Urlaubstage eignen sich hier schon besser.

Unterm Strich ist die Vita für sich gesehen eine leistungsfähige Gaming-Maschine mit beeindruckender Hardware. Wäre da nicht die Konkurrenz. Denn unserer Meinung nach wird man mit einem deutlich günstigeren und deutlich praktischeren iPod Touch mehr Erfolg haben, sich die eine oder andere S-Bahn-Fahrt zu versüßen.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Schon im Test: Sony PlayStation Vita – mobile Zockstation für echte Gamer?

  • Am 15. Februar 2012 um 12:05 von Clark

    was uns nicht gefällt
    Zu den Minuspunkten kann man eigentlich nichts mehr sagen,schwache Akkulaufzeit,wirkt groß und klobig und dann noch zu teuer? Ich meine bei der Leistung die das Teil hat,sind 4 bis 5 Stunden total angebracht und was zu groß angeht,ich meine auf nem mini Bildschirm wie beim DS möchte ich nicht unbedingt spielen.

  • Am 17. Februar 2012 um 08:52 von Julian W.

    Ja nee, ist klar…
    Sie vergleichen die Vita also allen ernstes mit einem iPod Touch? Sie finden die Vita zu teuer, obwohl Sie den Preis von 249€ für den 3DS damals sehr angemessen fanden? (rechnen Sie bitte mal alleine die Produktionskosten der beiden Geräte gegeneinander auf), Sie bemängeln das eingeschränkte Mutitasking? Sorry – aber hiermit haben Sie sich für mich absolut unglaubwürdig gemacht. Besten Dank!

  • Am 17. Februar 2012 um 09:49 von Andreas H.

    PS VITA vs 3DS
    Sehr geehrtes CNet-Team,

    bei vielen anderen Test kann ich die Wertung nachvollziehen, aber nicht bei diesem.
    Mir ist auch schleierhaft wieso man einen Gaming-Handheld mit einem IPod Touch vergleicht und nicht mit dem Konkurrenzprodukt Nintendo 3DS.

    Hier werden Mängel angekreidet die beim 3DS-Test nichtmal erwähnt werden obwohl er noch viel weniger Funktionen hat als die PS Vita. Bei den jeweiligen Testzeitpunkten waren die Preise ähnlich jedoch wird das beim 3DS gelobt und bei der PS Vita stellt dies trotz umfangreicherer Funktionen im Vergleich zum Konkurrenzprodukt ein negativen Punkt dar.

    Mir scheint es als ob die beiden Test von unterschiedlichen Leuten aus unterschiedlichen internen Testbereichen verfasst wurden. Der 3DS-Test sieht mir wie ein Test aus dem Gamingbereich aus und der PSVita Test sieht aus wie als hätte den jemand verfasst der nur Mobilfunk-, Multimediahardware testet.

    Völlig intransparent und weit an der Wahrheit vorbei.
    Sorry aber das habt ihr definitiv verissen.
    Da kann ich euch leider nicht mehr Ernst nehmen.

    Ihr habt nur Negativpunkte bei der PSVita aufgezählt die für den 3DS ebenfalls (verstärkt) gelten, nur da hats keinen interessiert. Das ist Verfälschung…

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