3D mit halber Auflösung

Die Polfiltertechnik hat allerdings zwei Nachteile: Die Bildauflösung ist im 3D-Betrieb durch die starre Aufteilung der Displayzeilen fürs linke und rechte Auge in der Vertikalen nur halb so hoch wie bei Shutterbrillen-Fernsehern. Deshalb darf man auch nicht zu nah vor dem Fernseher sitzen, denn sonst gibt es ein deutlich sichtbares Streifenmuster. Ab etwa 1,5 Metern verschwinden diese Streifen und bei zwei Metern Distanz machen 3D-Filme auf dem Philips wirklich Spaß. Aber auch aus vier Metern Entfernung erlebt man noch sehr tolle räumliche Eindrücke. Die räumliche Tiefe des 3D-Bildes lässt sich zudem im Einstellungen-Menü des Philips in drei Stufen an den individuellen Geschmack anpassen.

Seitlich auf der Rückseite des Philips Cinema sind die Buchsen und Slots für das PayTV-CI-Interface, für ein Sat-Antennenkabel, für eine SD-Card zur Zwischenspeicherung von gebuchten Videoload-Filmen, für zwei USB-Geräte oder Speichermedien und für eine HDMI-Quellen untergebracht. Schade ist aber, dass der Abstand zum Gehäuserand nur 11 cm beträgt und dadurch starre Kabel nicht immer für den Bilck von vorne oder schräg von der Seite unsichtbar bleiben.
Seitlich auf der Rückseite des Philips Cinema sind die Buchsen und Slots für das PayTV-CI-Interface, für ein Sat-Antennenkabel, für eine SD-Card zur Zwischenspeicherung von gebuchten Videoload-Filmen, für zwei USB-Geräte oder Speichermedien und für eine HDMI-Quellen untergebracht. Schade ist aber, dass der Abstand zum Gehäuserand nur 11 cm beträgt und dadurch starre Kabel nicht immer für den Bilck von vorne oder schräg von der Seite unsichtbar bleiben. (Foto: Peter Pernsteiner)

Der zweite Nachteil der Polfiltertechnologie beruht auf den vor dem Display sitzenden Filterstreifen für die jeweiligen Bildzeilen. Dadurch funktioniert diese 3D-Technik nur in einem vertikalen Winkelbereich von ca. +/- 15 Grad. Das bedeutet, dass beispielsweise in knapp zwei Metern Entfernung die Augen etwa zehn Zentimeter unter dem oberen Displayrand sein sollten und gleichzeitig mindestens zehn Zentimeter über dem unteren Displayrand. Geht man mit dem Kopf aus diesem Bereich heraus, dann treten die von vielen Shuttergeräten her bekannten unschönen Schattenbilder und Doppelkonturen (Crosstalk-Effekte) auf. Im richtigen Sehbereich gibt es aber auf dem Philips erfreulicherweise so gut wie keine Crosstak-Effekte und 3D-Filme machen wirklich Spaß.

Im Praxis-Vergleichstest mit zahlreichen Freunden und Verwandten hat sich insgesamt herausgestellt, dass das Seherlebnis der Polfilter-Technik trotz der schlechteren Bildauflösung mindestens genauso gut empfunden wird, wie bei den Shutter-Fernsehern. Mit dafür verantwortlich ist auch, dass bei der persönlichen Empfindung Fakten wie Tragekomfort und die nicht vorhandene Flimmer- und Crosstalk-Problematik im Gehirn anscheinend schwerwiegender empfunden wird, als die tatsächliche Bildauflösung.

Angenehm großes Blickfeld, aber Spiegelungen in der Brille

Mit einer Brillenfenster-Breite von bis zu 59 Millimetern und einer Höhe von bis zu 40 Millimetern ermöglicht die 17 Gramm leichte Philips-Polfilterbrille ein angenehm großes Blickfeld. Allerdings hat sie das gleiche Problem wie viele andere 3D-Brillen: flache Filterscheiben, die an den seitlichen Rändern natürlich weiter von den Augen entfernt sind, als in Nasennähe. Durch diese offene Bauweise der Brille sollte man tunlichst vermeiden, bei Tageslicht schräg hinter einem Fenster und abends schräg hinter einer Lampe zu sitzen, weil sich dann das Licht von dort in der Brille spiegelt.

Die nach unten zeigenden Anschlüsse enthalten eine Ethernet-Schnittstelle, einen optischen Audioausgang, einen Scarteingang für ein entsprechendes etwas unförmiges Adapterkabel, zwei HDMI-Ports, einen Audio-Eingang für PCs, die Antennenbuchse für den terrestrischen TV-Empfang und eine VGA-PC-Schnittstelle. Darüber befinden sich weitere Anschlüsse, bei denen leider die Kabel nach hinten abstehen: Es sind fünf Cinch-Buchsen für ein Componenten-Videosignal nebst Ton, eine weitere HDMI-Schnittstelle, eine Stereokopfhörer-Klinkensteckerbuchse und eine Service-Schnittstelle.
Die nach unten zeigenden Anschlüsse enthalten eine Ethernet-Schnittstelle, einen optischen Audioausgang, einen Scarteingang für ein entsprechendes etwas unförmiges Adapterkabel, zwei HDMI-Ports, einen Audio-Eingang für PCs, die Antennenbuchse für den terrestrischen TV-Empfang und eine VGA-PC-Schnittstelle. Darüber befinden sich weitere Anschlüsse, bei denen leider die Kabel nach hinten abstehen: Es sind fünf Cinch-Buchsen für ein Componenten-Videosignal nebst Ton, eine weitere HDMI-Schnittstelle, eine Stereokopfhörer-Klinkensteckerbuchse und eine Service-Schnittstelle. (Foto: Peter Pernsteiner)

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Philips Cinema 21:9 Gold 50PFL7956K im Test: 3D-Breitbild-Kinoerlebnis mit Polfilterbrillen

  • Am 6. Februar 2012 um 15:45 von Ficticio

    "Weitere USB-Schnittstelle", die HDMI3 heißt?
    Wieso steht neben der "weiteren USB-Schnittstelle" HDMI3?

    • Am 23. Februar 2012 um 11:47 von Daniel Schraeder

      AW: "Weitere USB-Schnittstelle", die HDMI3 heißt?
      Hallo Ficticio,

      vielen Dank für den Hinweis. Sie haben natürlich vollkommen recht, dabei handelt es sich nicht um einen USB-, sondern um einen HDMI-Eingang. Wir haben den Beitrag entsprechend aktualisiert.

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