Auch normaler Internet-Zugriff ist möglich

Schließlich gibt es auch noch einen konventionellen Browser zum direkten Web-Seitenabruf. Dieser Browser ist aber wie bei vielen allen anderen entsprechend ausgestatteten FlatTVs nicht in der Lage, Flash-Inhalte und PDFs wiederzugeben. Eine nette Funktion ist schließlich noch Multiview. Iim Display kann man dadurch gleichzeitig fernsehen und auf den konventionellen Videotext oder auf die zahlreichen Internet-Apps zugreifen, surfen oder im Programmguide stöbern. Das Videotext- bzw. Internet-Displayfenstern ist dabei links und hat ein üppiges Format von 80 mal 44 Zentimetern, während rechts das Fernsehprogramm weiterläuft – allerdings nur mit einer Bildbreite von 29 Zentimetern. Erscheinen links Bewegtbildinhalte, dann wird vorübergehend das Fernsehbild im kleinen Fenster abgeschaltet.

Sowohl beim Surfen selbst als auch bei Apps wie dem Telefonbuch erweist sich natürlich die Eingabe von Suchbegriffen oder URLs per Fernbedienung als etwas umständlich. Erfreulicherweise kann man aber direkt an den USB-Schnittstellen des Fernsehers eine USB-Tastatur und sogar eine Maus zur direkten Zeiger-Navigation im Internet anstecken. Schade ist nur, dass die in der Redaktion vorhandene USB-Funktastur von Hama (2,4 GHz) leider nicht funktionierte. Als weitere Möglichkeit der einfachen Gerätebedienung bietet Philips noch kostenlose iPhone- und Android-Apps. Das Smartphone wird damit zur interaktiven Komfort-Fernbedienung und bietet per Touchscreen eine alphanumerische Tastatur zur Eingabe von Texten.

Auch ein richtiger Browser ist an Bord des Philips – hier im Bild beim Blättern auf der CNET-Webseite.
Auch ein richtiger Browser ist an Bord des Philips – hier im Bild beim Blättern auf der CNET-Webseite. (Foto: Peter Pernsteiner)

Videotext der Zukunft und USB-Recording

Der Philips verfügt über zahlreiche weitere Komfort-Features, deren ausführliche Beschreibung allerdings den Rahmen dieses Beitrags deutlich sprengen würde. Zwei dieser Merkmale müssen wir aber unbedingt noch erwähnen. Eines davon ist der Programm-begleitende Internetempfang von Multimedia-Informationen, auch unter der Abkürzung HbbTV (Hybrid broadcast broadband TV) oder als Videotext der Zukunft bekannt. Wie üblich wird zwischen reinem Fernsehempfang und HbbTV-Internet-Zugriff mit der roten Fernbedienungstaste umgeschaltet. Allerdings funktionierte dieser Dienst nicht immer perfekt. So gab es beispielsweise bei der Darstellung des HD-Textes von Sat.1 gelegentlich Softwareabstürze, die nur durch Ausschalten und Wiedereinschalten des Fernsehers behoben werden konnten. Der Abruf der Mediatheken via HbbTV arbeitete aber sehr zuverlässig. Hoffentlich werden diese kleinen Schönheitsfehler bei einem der nächsten Firmware- und Software-Updates des Fernsehers behoben. Diese Updates sind einerseits mit Hilfe eines USB-Sticks möglich oder sogar ganz bequem direkt per Internet. Liegt ein neues Update vor, erscheint automatisch beim Einschalten des Fernsehers ein entsprechender Hinweis mit der Frage, ob man gleich oder später aktualisieren will.

Zu guter Letzt sei noch die serienmäßig integrierte USB-Recording-Funktion ein wenig erläutert. An die USB-Ports ist der Anschluss einer USB-Harddisk möglich, um sie als digitalen Videorekorder zu nutzen. Laut Handbuch muss die Harddisk über mindestens 250 GB Kapazität verfügen und vor dem Einsatz mit dem jeweiligen Fernseher gepaart und formatiert werden. Danach lässt sie sich zur Timeshift-Wiedergabe oder als digitaler Videorecorder nutzen. Der Timeshift-Betrieb startet wie üblich ganz einfach per Pause- und Play-Taste der Fernbedienung. Ein kleiner Schönheitsfehler ist allerdings, dass normale USB-Aufzeichnungen nur dann möglich sind, wenn der Fernseher auch gleichzeitig auf den Programmguide im Internet zugreifen kann. Ein weiterer, etwas gravierenderer Schönheitsfehler ist, dass der Bordrechner des Philips wohl relativ knapp ausgelegt ist. Es ist nämlich nicht möglich, während der Aufzeichnung eine andere Aufnahme von der Harddisk wiederzugeben. Damit aber nicht genug, denn während der Aufnahme kann man auch nicht auf die integrierten NetTV-Funktionen zurückgreifen und selbst die Wiedergabe eine Films von einer Blu-ray-Scheibe ist währenddessen nicht möglich. Wenigstens lässt sich der Fernseher während der Aufzeichnung abschalten.

Fazit

Trotz der kleinen Schwächen beim USB-Recorder und bei der Internet-Funktionalität ist der Philips Cinema 21:9 Gold ein faszinierender Flachbildfernseher. Das ultra-breite Kinobild versetzt den Betrachter mitten ins Geschehen und 3D-Filme bereiten mit der leichten Polfilterbrille wirklich großen Spaß. Natürlich ist das Gerät nicht gerade ein Schnäppchen, aber im Vergleich zu den gebotenen Ausstattungsmerkmalen inklusive AmbiLight erscheint uns der Preis als durchaus gerechtfertigt.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Philips Cinema 21:9 Gold 50PFL7956K im Test: 3D-Breitbild-Kinoerlebnis mit Polfilterbrillen

  • Am 6. Februar 2012 um 15:45 von Ficticio

    "Weitere USB-Schnittstelle", die HDMI3 heißt?
    Wieso steht neben der "weiteren USB-Schnittstelle" HDMI3?

    • Am 23. Februar 2012 um 11:47 von Daniel Schraeder

      AW: "Weitere USB-Schnittstelle", die HDMI3 heißt?
      Hallo Ficticio,

      vielen Dank für den Hinweis. Sie haben natürlich vollkommen recht, dabei handelt es sich nicht um einen USB-, sondern um einen HDMI-Eingang. Wir haben den Beitrag entsprechend aktualisiert.

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