Leistung

Die YAS-101 beeindruckt sofort mit einem ausgewogenen Klangbild. Nur wenige Soundbars in dieser Preisklasse haben einen so vollen Klang – und einen separaten Subwoofer vermissen wir keine Sekunde lang. Die YAS-101 produziert zwar keinen zwerchfellerschütternden Bass, aber die vorhandenen Tiefen sind adäquat und völlig ausreichend.

Wir beginnen unsere Tests mit Peter Gabriels kürzlich aufgenommener Konzert-Blu-ray-Disk New Blood Live in London und vermerken bei einen guten, dynamischen Punch bei den Schlagzeugen und Bässen. Gabriels Gesang und die Streicher des Orchesters klingen natürlich und voll, von dem dünnen oder harten Sound bestimmter niedrig- bis mittelpreisiger Soundbars bemerken wir nichts. Die YAS-101 ist ein Stereo-Gerät, aber dennoch weitet sich das Klangfeld ein bisschen weiter aus, wenn man Yamaha Air Surround Extreme-Modus nutzt. Das Ganze ist zwar kein echter Surround-Sound, aber die Stereo-Soundstage war richtig groß und breit – sehr schön.

Als nächstes probieren wir eine breite Varianz an Filmen aus, bei denen die YAS-101 einen entspannten und kompetenten Eindruck hinterlässt. Also machen wir mit unseren „Folter“-Disks Master and Commander und Black Hawk Down weiter und sind selbst hier vom Verhalten des schlanken, kleinen Lautsprechers beeindruckt. Nur bei den lautesten, dynamischsten Szenen lassen das Geschütz-, Gewehr- und Pistolenfeuer sowie die Explosionen die bassige Wucht von größeren Systeme wie dem Harman Kardon SB 16 vermissen. Die Yamaha YAS-101 klingt bei bis zu moderaten Schallpegeln wirklich gut. Dreht man die Lautstärke aber weiter gen Maximum, schleicht sich eine gewisse Härte in den Klang ein. Allerdings ist der CNET-Hörraum ziemlich groß – in kleineren Räumen sollte die YAS-101 auch bei moderater Lautstärkeeinstellung laut genug sein. Das Clear Voice-Feature der YAS-101 soll die Verständlichkeit von Dialogen verbessern, macht aber unserer Meinung nach keinen großen Unterschied. Wer bei der Fall seiner Soundbar diesbezüglich die höchste Priorität setzt, sollte sich nach der Konkurrenz von Zvox umschauen, deren Dialogue Emphasis-Funktion wirklich exzellent ist. Die UniVolume-Einstellung ist etwas effektiver und schwächt abrupte Leise-zu-Laut-Wechsel ein bisschen ab.

Im Vergleich zu einer anderen Budget-Soundbar wie der Energy Power Bar mit separatem Subwoofer produziert das YAS-101 zwar etwas weniger Bass (allerdings gar nicht mal so viel weniger), gefällt uns klanglich aber insgesamt besser. Die Bassqualität des YAS-101 und der Klang insgesamt sind für Filme gut geeignet, für Rockmusik ist der Sound allerdings nur akzeptabel – da gibt es bessere Systeme. Die Tatsache, dass Stereo-Musik bestenfalls okay klingt, ist aber kein Killer-Argument gegen die Yamaha YAS-101. Denn diesen Nachteil hat sie mit praktisch allen Soundbars gemein.

Fazit

Wenn die Yamaha YAS-101 in ihrem angestammten Umfeld – kleine bis mittelgroße Räume – und bei moderaten Schallpegeln genutzt wird, bietet die Soundbar exzellenten TV- und Film-Sound zu einem vernünftigen Preis. Denkt man sich jetzt noch den innovativen IR-Transponder und die dank integrierten Subwoofer äußerst kompakten Abmessungen dazu, dann hat man eine der besten Soundbars der Preisklasse zwischen 200 und 250 Euro vor sich.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Yamaha YAS-101: Budget-Soundbar mit exzellentem Klang für TV-Sendungen und Filme

  • Am 11. Dezember 2013 um 15:07 von Derk

    Hi,

    schöner Beitrag, hat sehr zu meiner Kaufentscheidung beigetragen. Ihr nehmt im Text auf einen „Energy Power Bar“ Bezug. Ich habe bei Amazon einen Energy Soundbar angesehen, es mangelt jedoch an Bewertungen und überhaupt ist im deutschsprachigen Raum wenig darüber zu finden. Habt ihr eine Meinung zu dem Teil, falls mir der Bass vom YAS-101 doch nicht ausreichen sollte?

    Grüße
    Derk

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