JBL OnBeat Xtreme: innovatives iPad- und iPhone-Dock mit tollem Sound

von David Carnoy und Gerald Strömer am , 15:45 Uhr

Pro
  • ausgewogener Klang und knackiger Bass
  • integriertes Bluetooth für kabelloses Audio-Streaming
  • fungiert als Freisprecheinrichtung
  • Funk-Fernbedienung (ca. 10 m Reichweite)
  • Videoausgang und USB-Port zur iTunes-Synchronisation
Con
  • hoher Preis
Hersteller: JBL Listenpreis: 480
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 8,0 von 10 Punkte
Fazit:

JBLs OnBeat Xtreme ist zwar teuer, ist aber gleichzeitig auch eines der am besten klingenden Lautsprecher-Docks überhaupt. Durch seine Kompatibilität zu iPod, iPad und iPhone ist es zudem vielfach einsetzbar und hat viele praktische Funktionen. Das Design ist extravagant und natürlich Geschmackssache, aber uns gefällt's.

Das OnBeat Xtreme von JBL lässt sich eigentlich ziemlich einfach beschreiben: Es ist ein richtig gut klingendes Lautsprecher-Dock für iPods, iPhones und iPads mit beeindruckendem Funktionsumfang, wozu auch Bluetooth-Streaming und eine Freisprecheinrichtung gehören. Letztlich bietet es funktionell fast alles, was man bei einem solchen System erwarten könnte. Und auch wenn das eigenwillige, auffällige Design nicht jedem gefallen wird, ist letztlich nur der hohe Preis der einzige echte Grund, von einem Kauf abzusehen.

Der JBL OnBeat Xtreme [1] wird vom Hersteller mit einem Listenpreis von 599 Euro geführt, ist am deutschen Markt aber bereits zu Preisen ab 428 Euro erhältlich.

Design

Im Grunde genommen ist der OnBeat Xtreme lediglich eine aufgepumpte, mit Steroiden vollgetankte Version des JBL OnBeat [2], seines Zeichens ebenfalls ein iOS-Lautsprecher-Dock, aber mit 159 Euro Listenpreis deutlich günstiger. Er hat eines dieser Designs, die man entweder liebt – oder eben nicht. Das Lautsprecher-Dock erinnert in seiner Formsprache von vorn ein wenig an den Oberteil eines formellen Frauenkleides oder an zwei übereinander gelegte Schals. Aber wie auch immer man es wahrnimmt: Fertigungsqualität und Verarbeitung sind spitze. Das System wiegt satte vier Kilogramm, misst 23,0 mal 24,4 mal 44,5 Zentimeter und zielt mit dem Stil und der Qualität der Tasten, Lautsprechergitter, Chrom-Akzente und des RF-Sensors eindeutig auf den Luxusbereich ab. Diesbezüglich – allerdings offensichtlich nicht in der Form – ähnelt es der Zeppelin-Baureihe von Bowers & Wilkins [3].

Wie bereits bemerkt verfügt der OnBeat Xtreme über ein iPad-Dock – und dieses Dock rotiert, so dass man das iPad je nach Bedarf horizontal (beispielsweise zum Anschauen von Filmen) oder vertikal ausrichten kann. iPhones und iPods passen ebenfalls auf das Dock (das übrigens die Akkus von iPads, iPhones und verschiedenen iPods auflädt) und JBL legt dem System einen Adapter bei, der iPhones einen sichereren Sitz beschert. Mit einem angedockten iPad ändert sich die Optik des OnBeat Xtreme übrigens merklich. Uns gefällt das System mit angedocktem iPad besser, aber da das OnBeat Xtreme Bluetooth an Bord hat, muss man das iPad nicht andocken, um (Film-)Musik abspielen zu können.

Ausstattung

Wer nach einem AirPlay-kompatiblen Lautsprecher-Dock sucht, wird beim OnBeat Xtreme nicht fündig. Dafür hat es aber praktisch alles andere – einschließlich Bluetooth und Freisprech-Funktionalität – an Bord, was man sich von einem Lautsprecher-Dock wünschen würde.

Es macht eine gute Figur als „Chef“-System im (Home-)Office, kann aber beispielsweise auch als externer Lautsprecher vor dem Fernseher platziert und dank seines AUX-Eingangs von diesem angesteuert werden. Es gibt auch einen Composite-Video-Ausgang, über den man die Videos eines angedockten iPads, iPhones oder iPods mit einem optionalen Kabel auf dem großen Fernseher abspielen kann. Da dies aber „nur“ eine Composite-Verbindung ist, ist die Bildqualität nicht der Hammer und bewegt sich in etwa auf dem Niveau eines Videorekorders.

Auf der Rückseite findet sich außerdem ein USB-Port, dank dem man ein angedocktes iOS-Gerät mit dem auf dem Rechner installierten iTunes synchronisieren kann. Wenn man das mitgelieferte USB-Kabel nutzen will, sollte sich der entsprechende Rechner aber ziemlich nahe am OnBeat Xtreme befinden.

Noch etwas zu der Freisprecheinrichtung: Wenn ein Anruf ankommt, pausiert die Musikwiedergabe automatisch und wird ebenfalls automatisch wieder aufgenommen, wenn man das Telefonat beendet hat. Um das Feature nutzen zu können, muss das iPhone allerdings per Bluetooth angebunden und nicht angedockt sein.

Leistung

In den Marketingmaterialien zum OnBeat Xtreme behauptet JBL, dass das System vier mal 30 Watt für „kristallklaren Hochleistungs-Sound“ leistet und brüstet sich damit, das die „Ridge-Tweeter und Hercules-Woofer mit dem Computer-optimierten DSP-Equalizer einen beeindruckenden Frequenzgang (20 Hz bis 20 kHz) mit selbst bei hohen Schallpegeln nur minimalen Verzerrungen“ liefern.

Oft kommen die eigentlichen Produkte nicht an die Marketingversprechen des Herstellers heran, aber das OnBeat Xtreme liefert wirklich guten Sound für ein System seiner Größe ab. Stereo-Trennung ist immer ein Problem bei Lautsprecher-Docks, wo die Treiber in der Regel nur Zentimeter voneinander entfernt sind, aber dieses System spielt sehr laut und liefert guten, klaren, und ausgewogenen Sound mit knackigem Bass.

Wir testen das JBL-System in verschiedenen Räumen, unter anderem im Testlabor und im Büro. Im Büro spielt das OnBeat Xtreme in der Tat doch so laut auf, das wir Beschwerden aus dem Nachbarzimmer bekommen.

Zur Testen der Wiedergabe spielen wir Songs verschiedener Musikrichtung vom iPhone und iPad ab, und zwar jeweils per Bluetooth und im angedockten Zustand. Unsere Lossless-Tests-Tracks, die wir zum Testen von Lautsprecher-Docks und Kopfhörern benutzen, klingen bei der kabellosen Wiedergabe via Bluetooth zwar nicht ganz so gut wie im angedockten Zustand, aber die meisten Nutzer werden hier wohl keinen Unterschied feststellen – besonders dann, wenn sie Standard-MP3-Dateien mit niedrigen Bitraten abspielen.

Insgesamt lässt sich die Soundqualität mit der von einigen der besseren Lautsprecher-Docks vergleichen, die unsere US-amerikanischen Kollegen im Test hatten. Dazu gehören das Bose SoundDock 10 [4], das inklusive des optionalen Bluetooth-Adapters zu Preisen ab 540 Euro zu haben ist, und das Bowers & Wilkins Zeppelin Air [5], das ab 598 Euro zu haben ist und AirPlay-Funktionalität mitbringt. Keines dieser beiden Lautsprecher-Docks ermöglicht allerdings das Andocken eines iPads. Das gilt auch für das Monster Beats by Dr. Dre Beatbox [6], das genauso gut wie das JBL klingt, aber mehr Bass liefert und mittlerweile bereits zu Preisen ab 334 Euro zu haben ist. Allerdings lässt das Beatbox auch integriertes Bluetooth vermissen, ist dem JBL also auch hier unterlegen.

Fazit

Wer sich mit dem Design des JBL OnBeat Xtreme anfreunden kann, muss nur noch den Preis schlucken – denn das ist der einzige echte Nachteil des Lautsprecher-Docks. Knapp 430 Euro sind schon eine Menge Geld für ein iPad-/iPhone-/-iPod-Lautsprecher-Dock.

Aber wenn man diese Summe ausgibt, kommt man in den Genuss eines qualitativ hochwertigen und beeindruckend klingenden Systems, das kabelloses Streaming via Bluetooth unterstützt und als Freisprecheinrichtung fungiert. Und man kann auch ein iPad andocken und aufladen, was für viele Anwender ein nicht ganz unwichtiges Feature sein dürfte.

Wenn man all das zusammenpackt, können wir das JBL OnBeat Xtreme bedenkenlos empfehlen. Allerdings würde JBL deutlich mehr Käufer finden, wenn das Unternehmen einen Weg finden würde, den Preis in den Bereich von 300 Euro oder weniger zu drücken – dann wäre das Dock der Renner schlechthin.

Spezifikationen

  • Peripherie-Typ - iPod-/iPhone-Dock
  • Kommunikation - Bluetooth

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/41558776/jbl-onbeat-xtreme-innovatives-ipad-und-iphone-dock-mit-tollem-sound/

URLs in this post:

[1] JBL OnBeat Xtreme: http://de.jbl.com/jbl-onbeat-xtreme-de/jbl-onbeat-xtreme-de.html

[2] JBL OnBeat: http://de.jbl.com/jbl-on-beat-de/jbl-on-beat-black.html

[3] Zeppelin-Baureihe von Bowers & Wilkins: https://www.cnet.de/tests/peripherie/41527180/bowers_wilkins_zeppelin_mini_geschrumpfter_ipod_lautsprecher.htm

[4] Bose SoundDock 10: http://reviews.cnet.com/speakers-speaker-systems/bose-sounddock-10/4505-6467_7-33773058.html

[5] Bowers & Wilkins Zeppelin Air: http://reviews.cnet.com/speakers-speaker-systems/bowers-wilkins-zeppelin-air/4505-6467_7-34532717.html

[6] Monster Beats by Dr. Dre Beatbox: https://www.cnet.de/tests/mp3/41541575/monster_beats_by_dr__dre_beatbox_ipod_dock_teurer_klangwuerfel_mit_gigantischem_bass.htm