Windows 8 im Test: Das leistet die Consumer Preview des neuen Microsoft-Betriebssystems

Verbesserungen bei Maus und Tastatur

Während es bei der Fingerbedienung auf die Seiten des Bildschirms ankommt, geht es bei der Steuerung mit der Maus bei Metro um die Ecken. Laut Microsoft hat man sich dazu entschlossen, um beispielsweise bei Vollbild-Anwendungen, die am Rand beispielsweise über Scroll-Leisten verfügen, Fehleingaben zu vermeiden. Maus- und Touchbedienung lassen sich nach Belieben miteinander kombinieren.

Bewegt man die Maus in die obere linke Ecke, taucht der Dialog zum Wechseln zwischen den Anwendungen auf. Hier ist zunächst das zuletzt benutzte Programm zu sehen, und auf Wunsch werden weitere Anwendungen eingeblendet. Diese Ansicht eignet sich auch dazu, Programme zum Anheften auszuwählen. Bewegt man den Mauszeiger über das zuletzt benutzte Programm, blendet Windows 8 einen Hinweis ein, dass man hier noch durch mehr Anwendungen scrollen kann. So sollen Neulinge die Funktion auch auf eigene Faust entdecken können.

Die linke untere Ecke zeigt ein Thumbnail des Metro-Startbildschirms, den ein Klick öffnet. Schiebt man die Maus nach oben, blendet Windows die gerade laufenden Anwendungen ein. Möchte man mehr als sechs Programme sehen, empfiehlt sich die altbekannte Tastenkombination Alt + Tab. Bewegt man den Mauszeiger in die rechte obere Ecke Bildschirmecke, so tauchen die bereits erwähnten Charms auf. Ein Zurückziehen der Maus lässt sie wieder verschwinden.

Auf dem Startbildschirm dient das Mausrad dazu, durch die einzelnen Kacheln zu blättern. Zieht man die Maus vom unteren Displayrand nach oben, blendet Windows 8 alle installierten Apps ein, wobei die Desktop-Programme zusammen gruppiert sind. Wer kein Scrollrad an seiner Maus hat, kann auch einfach den Startbildschirm von links nach rechts ziehen. Noch bequemer geht’s mit Microsofts Touch Mouse, die selbst über eine berührungsempfindliche Oberfläche verfügt. Hier ist es möglich, mit einem Wisch über die Maus selbst durch die Kacheln zu blättern.

Tastenkürzel-Junkies kommen ebenfalls nicht zu kurz. Alle altbekannten Kombinationen werden nach wie vor unterstützt. Zu ihnen gesellt sich eine Reihe metrospezifischer Handgriffe hinzu. Der meist schnellste Weg, sein Ziel zu erreichen, führt über die Windows-Taste. Man betätigt sie und tippt munter drauf los, um beispielsweise eine Anwendung zu suchen und zu starten. Mit Ende springt man an den Schluss der Trefferliste, Bild hoch und Bild runter dienen zum Blättern. Es gibt sogar eine Tastenkombination in Metro, um einen Screenshot aufzunehmen und direkt in das Foto-Verzeichnung abzuspeichern.

Bewegt man den Mauszeiger in die rechte, obere Ecke, erscheinen die Charms. Dort werden die Suche, die Share-Funktion, die angeschlossenen Geräte sowie die Systemsteuerung aufgerufen.
Bewegt man den Mauszeiger in die rechte, obere Ecke, erscheinen die Charms. Dort werden die Suche, die Share-Funktion, die angeschlossenen Geräte sowie die Systemsteuerung aufgerufen.

Contracts und Charms

Wie bereits bei der Developer Preview spielen auch bei der Consumer Preview von Windows 8 die sogenannten Contracts (und Charms) eine Schlüsselrolle darin, wie die Metro-Anwendungen zusammenarbeiten. Das Teilen-Charm beispielsweise zeigt alle Programme an, die den Teilen-Contract nutzen und somit eine entsprechende Funktion bieten. Das gleiche gilt natürlich auch für das Suchen-Charm. Es ist ein wichtiger Teil des WinRT-Modells, dass einzelne Anwendungen anderer Software spezifische Funktionen zur Verfügung stellen können, ohne dass die beiden Programme voneinander wissen müssen.

Individualisierbarkeit

Wer sich mit dem grünen Hintergrund der Startbildschirms der Developer Preview nicht anfreunden konnte, kann diesen jetzt in der Consumer Preview ersetzen. Allerdings erlaubt Windows 8 hier nicht die Verwendung beliebiger Bilder. Statt dem Babyfoto vom Nachwuchs muss man sich für eine von neun Farben und eines von sechs Mustern entscheiden. Alle möglichen Designs kommen recht subtil daher und passen zur Designsprache von Metro. Wer sich mit seinem Windows-Account eingeloggt hat und seine Einstellungen via SkyDrive synchronisiert, bekommt diese Einstellungen auf alle entsprechend konfigurierten Windows-8-Maschinen übertragen. Damit hat das WOA-Gerät – Windows on ARM, beispielsweise ein Tablet – also stets das gleiche Look & Feel wie der Desktop-Computer im Büro. Wer das nicht möchte, kann auch beschränken, welche Parameter Windows 8 synchronisiert und welche nicht. Darunter fällt beispielsweise auch der Verlauf des Internet Explorer.

Die Unterstützung mehrerer Monitore wurde in Windows 8 deutlich verbessert: Für jeden Screen kann man einen separaten Hintergrund festlegen. Auch ein Panorama, das sich über mehrere Displays erstreckt, ist möglich. Metro-Apps und klassische Windows-Anwendungen laufen auf unterschiedlichen Screens. Die Taskbar eines jeden Displays lässt sich separat mit Icons bestücken. Wenn man eine geöffnete Anwendung auf einen anderen Screen zieht, wandert das Icon in die passende Taskbar.

Eine neue Ansicht zeigt alle installierten Programme,egal ob Metro-style oder klassisch. Die Desktop-Apps werden in die jeweilige Gruppe einsortiert.
Eine neue Ansicht zeigt alle installierten Programme,egal ob Metro-style oder klassisch. Die Desktop-Apps werden in die jeweilige Gruppe einsortiert.

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