Neues Apple iPad 3 im Test: gigantisches Display, unbrauchbares LTE und mehr

von Donald Bell und Stefan Möllenhoff am , 17:33 Uhr

Pro
  • beeindruckendes Display
  • deutlich bessere Kamera
  • schnellerer Quad-Core-Grafikprozessor
  • gigantischer App- und Medien-Store
Con
  • etwas schwerer als Vorjahres-Modell
  • LTE in Europa nutzlos
  • für neues Display optimierte Apps und Filme benötigen mehr Speicherplatz
  • HDMI-, USB- und SD-Karten-Anschluss nur via Adapter
Hersteller: Apple Listenpreis: ab 479 Euro
ZDNet TESTURTEIL: EXZELLENT 8,7 von 10 Punkte
Fazit:

Das neue iPad 3 verfügt über eine Vielzahl von Verbesserungen und Optimierungen, darunter eine leistungsstärkere GPU, das Retina-Display und eine bessere Kamera. Unterm Strich wird das iPad damit wieder zum derzeit besten Tablet, das man für Geld kaufen kann. Schade ist allerdings, dass das LTE-Modul mit den in Europa eingesetzten Frequenzen nichts anfangen kann.

Auf den ersten Blick scheint sich bei Apples neuem iPad 3 gar nichts getan zu haben. Das Design ist praktisch identisch mit dem des letztjährigen iPad 2. Doch spätestens, wenn man das Display das erste Mal einschaltet, wird klar: Apple hat keinesfalls geschlafen. Unter der Haube gibt es zahlreiche Neuheiten. Wieso das neue iPad der dritten Generation damit wieder zum besten Tablet aller Zeiten wird, verrät der Testbericht.

Beim ersten Blick auf das Display bekommt man tatsächlich feuchte Augen: Apple [1] hat die Auflösung verdoppelt – in beiden Richtungen. Das Ergebnis ist ein Display mit bislang unerreichten 2048 mal 1536 Pixeln. Damit dürfte das neue iPad 3 das hochauflösendste Gadget im Haushalt sein – und sticht Beamer, Desktop-PCs, Notebooks und selbst den Full-HD-Fernseher im Wohnzimmer mühelos aus. Nicht schlecht für ein Gadget, mit dem man sich in die Badewanne legen kann, und das weniger als 500 Euro kostet.

Apropos Kosten: Die Preise für das iPad haben sich seit der ersten Generation des Tablets im Jahr 2010 kaum verändert – und sind sogar etwas gesunken. Das Einsteigermodell mit 16 GByte und WLAN wechselt wie beim iPad 2 für 479 Euro den Besitzer. Eine Verdopplung der Speicherkapazität auf 32 und dann 64 GByte schlägt mit jeweils 100 Euro zu Buche. Das gleiche gilt auch für das mit mobilem Internet ausgestattete Modell, das dann für 599, 699 respektive 799 Euro über die Ladentheke geht. Alle Varianten sind übrigens sowohl in Schwarz als auch in Weiß erhältlich.

Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte, kann auch jetzt beim iPad 2 zuschlagen, das nach wie vor im Handel erhältlich ist. Denn hier hat Apple die Preise gesenkt. Das Tablet steht allerdings nur noch mit 16 GByte Speicherkapazität zur Verfügung und kostet in der WLAN-Ausführung jetzt 399 Euro. Die UMTS-Variante belastet das Konto mit 519 Euro. Zu diesen Konditionen ist selbst das „alte“ iPad 2 immer noch besser als die meisten anderen Tablets, die wir auf der CES [2] in Las Vegas und auf dem MWC [3] in Barcelona zu Gesicht bekommen haben. Dennoch: Wer auf dem neuesten Stand sein möchte, muss einen Aufpreis von 80 Euro berappen – der alleine schon angesichts des Displays definitiv in Ordnung geht.

Design

Wenn man das neue iPad in die Hand gedrückt bekommt, könnte man glatt meinen, veralbert zu werden. Es sieht exakt aus wie das alte Modell. Das Glas-Aluminium-Gehäuse ist immer noch 18,6 Zentimeter breit und 24,1 Zentimeter hoch. Mit jetzt 9,4 Millimetern ist das Tablet einen 0,6-Millimeter-Hauch in die Breite gegangen, das Gewicht hat mit inzwischen 650 Gramm allerdings um im direkten Vergleich durchaus spürbare 50 Gramm zugelegt.

Ansonsten hat sich wie gesagt: nichts verändert. Mittig unterhalb des Displays sitzt der Home-Button, auf der rechten Seite des Gehäuses befinden sich ein Lautstärkeregler sowie Bedienelemente zum Stummschalten des Lautsprechers und Sperren der automatischen Bildschirmrotation. Auf der Oberseite gibt es nach wie vor den Ein/Aus-Schalter und den 3,5-Millimeter-Kopfhöreranschluss, unten sitzt der proprietäre 30-Pin-Port zum Aufladen des Akkus und zum Übertragen von Daten.

Tipp: Kennen Sie sich mit Tablets aus? Testen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf ITespresso.de. [5]

Modell iPad iPad 2 iPad 3
Displayauflösung 1024 x 768 Pixel 1024 x 768 Pixel 2048 x 1536 Pixel
Dicke 13 mm 8,8 mm 9,4 mm
Gewicht ab 680 g ab 601 g ab 652 g
Prozessor A4 1GHz A5 1GHz (Dual-Core) A5X (Dual-Core mit Quad-Core-GPU)
Frontseitige Kamera nein VGA VGA
Rückseitige Kamera nein 0,7 Megapixel, 720p-Video 5 Megapixels, 1080p-Video
Bildstabilisator nein nein ja, digital
Gesichtserkennung nein nein ja
FaceTime nein ja ja
Siri nein nein nur Diktierfunktion
Gesten ja ja ja
Netze UMTS UMTS UMTS, LTE
Videoausgang eingeschränkt HD-Mirroring HD-Mirroring
Bluetooth 2.1+EDR 2.1+EDR 4.0

Das iPad 3 ist nicht mehr das dünnste und leichteste Tablet auf dem Markt – und auch das iPad 2 muss sich hier der Konkurrenz inzwischen geschlagen geben. Das Toshiba Excite X10 [6] beispielsweise baut lediglich 7,7 Millimeter hoch auf. Aber laut Apple macht das Display die leichten Fettpolster mehr als wieder wett.

Lobenswert: Das dritte iPad setzt auf denselben proprietären Anschluss wie die Vorgänger - damit ist das alte Zubehör auch zum neuen Tablet kompatibel. [7]
Lobenswert: Das dritte iPad setzt auf denselben proprietären Anschluss wie die Vorgänger – damit ist das alte Zubehör auch zum neuen Tablet kompatibel.

Die einfachste Möglichkeit, das iPad der dritten Generation bei abgeschaltetem Display von seinem Vorgänger zu unterscheiden, findet sich auf der Rückseite. Die Kamera, die sich jeweils in der linken oberen Ecke befindet, ist beim neuen Apple-Tablet nämlich etwas gewachsen, um Platz für die verbesserte Optik und den überarbeiteten Sensor zu schaffen. Die Foto-Hardware ist der des iPhone 4S sehr ähnlich.

Neue Funktionen

Neben dem pixelgewaltigen Display gibt es noch eine ganze Reihe weiterer erwähnenswerter Neuerungen. So hat Apple beispielsweise den Prozessor verbessert, der jetzt auf den Namen A5X hört. Wie die A5-CPU des iPad verfügt auch der neue Chip über zwei Rechenkerne. Das „X“ im Namen bedeutet jedoch, dass der Grafikprozessor jetzt auf vier Rechenkerne zurückgreift. Angesichts der vervierfachten Pixelzahl erscheint das als sinnvoller Schritt. In der Praxis laufen Spiele und andere grafiklastige Anwendungen ebenso flott und flüssig wie eh und je.

Entgegen aller Erwartungen hat Apple den Sprach-Assistenten Siri nicht auf das neue iPad übertragen, jedenfalls nicht vollständig. Die Diktierfunktion hat es auf das Tablet geschafft, aber das war’s dann auch. Wer Sushi-Restaurants in der näheren Umgebung finden möchte, muss mit den Fingern auf dem Display herumdrücken – wie ein Neanderthaler.

Dennoch: Die Diktierfunktion ist ein willkommenes Feature und beim schnellen Verfassen von E-Mails durchaus eine Hilfe sein. Die Genauigkeit lässt allerdings etwas zu wünschen übrig. Wie die Autokorrektur ist auch die Spracherkennung nicht unfehlbar.

Zu guter Letzt verfügt das neue iPad noch über eine überarbeitete Kamera auf der Rückseite, die der Hersteller iSight-Kamera nennt. Gegenüber der 0,7-Megapixel-Knipse des iPad 2 hat das neue 5-Megapixel-Modell einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht. Wer sich durch die Informationen auf der Apple-Webseite geklickt hat, wird vermutlich auch über die Explosions-Animation des Fünf-Linsen-Objektivs gestolpert sein, das auch beim iPhone 4S Verwendung findet. Unterm Strich bleibt festzuhalten: Die Bildqualität der integrierten Kamera ist für ein Tablet außergewöhnlich gut. An der Tatsache, dass man beim Fotografieren mit dem iPad total bescheuert aussieht, ändert das jedoch nichts.

Wenig gesprächig: Das neue iPad der dritten Generation unterstützt kein Siri. [8]
Wenig gesprächig: Das neue iPad der dritten Generation unterstützt kein Siri.

Alte Funktionen

Bei all den Neuerungen darf man auch die Funktionen, die die beiden älteren iPads unschlagbar gemacht haben, nicht vergessen. Ganz wichtig ist hier die Usability: Wer schon einmal ein iPhone oder einen iPod Touch in den Fingern hatte, wird sich hier sofort wie Zuhause fühlen. Ab Werk finden sich auf dem Tablet die wichtigsten Anwendungen, die es auch auf dem iPhone gibt, darunter die Apple-Apps für Surfen, E-Mail, Maps, Fotos, Musik, Video und YouTube. Über den integrierten App Store lassen sich quasi beliebig viele Anwendungen für nahezu jeden nur erdenklichen Einsatzzweck nachinstallieren. Wer bereits Apps für das iPhone oder den iPod Touch gekauft hat, kann diese außerdem auf das iPad übertragen.

Auf dem allerersten iPad liegt das iOS-Betriebssystem in der Version 3.2. Mit heutigen Maßstäben gemessen wirkt das gerade einmal zwei Jahre alte OS wie ein Dinosaurier. Es gab es Multitasking, und Apps ließen sich nicht in Verzeichnissen organisieren. Auch die Unterstützung fürs Drucken und für kabelloses AirPlay-Streaming von Musik, Videos und Fotos schafften es erst im November 2010 auf das Gerät.

Das neue iPad wird mit der iOS-Version 5.1 ausgeliefert. Mit an Bord sind hier neue Features wie iMessage, Newsstand, Notifications und Twitter-Integration. Außerdem verbindet sich das iPad 3 ab Werk mit Apples kostenlosem iCloud-Online-Backup-Service.

Eines hat sich allerdings immer noch nicht verändert: Das iPad beherrscht auch im Jahr 2012 kein Flash. Damit bleiben manche Ecken des World Wide Webs auch in diesem Jahr für iPad-Benutzer schlichtweg nicht erreichbar. Man muss Apple allerdings zu Gute halten, dass selbst der Flash-Macher Adobe der Ansicht ist, dass HTML5 der bessere Weg ist, Inhalte auf mobilen Geräten darzustellen. Unterm Strich verbiegt sich eher das Internet für eine verbesserte Kompatiblität zum iPad als andersherum. Die mangelnde Flash-Unterstützung wird jedenfalls mit jedem Jahr belangloser.

Was die Ausstattung angeht, so liegt der Safari-Browser des iPad auf einem Niveau mit dem, was sich bei den besten Rivalen findet. Mit Googles jüngsten Verbesserungen des Chrome-Web-Browsers bei Android [10] 4.0 sieht sich Apple hier einem ebenbürtigem Konkurrenten gegenüber. Was das subjektive Surferlebnis angeht, so hat der Konzern aus Cupertino dennoch die Nase vorne. Der Grund hierfür ist das Retina-Display, das Text einfach absolut messerscharf abbildet. Egal ob Facebook, CNET oder die New York Times, Webseiten sehen wir gedruckt aus.

4G – beziehungsweise nicht

Wer das iPad nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch unterwegs einsetzen möchte, sollte sich das iPad mit integriertem „4G-Modem“ näher ansehen. Der Aufpreis beträgt 120 Euro gegenüber der ausschließlich mit WLAN ausgestatteten Version. Allerdings gibt es für Europa einen deftigen Dämpfer: Denn das 4G- beziehungsweise LTE-Modem ist hierzulande nutzlos. Denn in Übersee setzt der letzte Mobilfunkstandard auf andere Frequenzen, und das iPad der dritten Generation unterstützt lediglich diese. In Deutschland bewegt man sich also mit „nur“ Dual-Channel-HSPA durchs Internet, was – jedenfalls auf dem Papier – immer noch recht flotten 42 MBit pro Sekunde entspricht.

Eine andere Frage ist natürlich, ob man die Internetverbindung überhaupt benötigt – hier scheiden sich die Geister. Wer ausschließlich auf der Couch surft, kann sich den Aufpreis und die neun Gramm Extra-Gewicht getrost sparen. Wer jedoch viel unterwegs ist und sein Smartphone [11] nicht ständig im energiezehrenden Hotspot-Betrieb laufen lassen möchte, sollte durchaus das 4G-Modell in Betracht ziehen. Wer sich die integrierte Internetverbindung leistet, hat jedenfalls – abgesehen vom Preis und dem marginalen Extra-Gewicht – keine Nachteile.

Ein weiterer Vorteil der 4G-Version ist der integrierte A-GPS-Receiver. So lässt sich das Apple-Tablet auch als Navigationshilfe nutzen. Das WLAN-Modell kann die eigene Position nur grob mit Hilfe umliegender WLAN-Netze ermitteln. Das funktioniert aber eben nur, wenn tatsächlich Drahtlos-Netzwerke in Reichweite sind und ist eben ziemlich ungenau. Wer das iPad also lediglich in den eigenen vier Wänden und nur selten außer Haus nutzt, kann sich das Geld sparen und ein WLAN-Modell kaufen.

iPad als E-Reader

Was die Auswahl an E-Books im iTunes-Store angeht, hinken wir in Deutschland leider noch hinter den USA hinterher. Die Auswahl an deutschsprachigen Büchern ist im Apple-Store eher durchschnittlich. In Übersee hat Apple Verträge mit den wichtigsten Verlängen und ist damit besser aufgestellt. Immerhin: Das iPad kommt auch mit PDFs aus anderen Quellen mühelos zurecht, und über weitere Apps, beispielsweise Amazons Kindle-App, kommt noch mehr Material auf das Tablet. Unterm Strich ist man damit dann doch gut versorgt.

Im direkten Vergleich mit seinem papierbasierten Urahnen oder dedizierten E-Ink-Readern muss sich das iPad dann allerdings immer noch geschlagen geben. Es ist mit 650 Gramm fast viermal schwerer als ein Kindle, und der Bildschirm ist trotz der hervorragenden Darstellung bei direktem Sonnenlicht schwer zu erkennen. Ein weiterer Punkt ist die Akkulaufzeit: Nachdem die E-Ink-Displays von Kindle & Co. nur beim Umblättern der virtuellen Seiten Strom verbrauchen, bieten sie oftmals eine wochenlange Akkulaufzeit. Beim iPad dagegen gehen nach zehn Stunden die Lichter aus. Natürlich darf man hier aber auch einfach nicht vergessen, dass das Apple-Tablet eben auch meilenweit mehr kann als nur E-Books.

Im direkten Vergleich zu Amazon Kindle & Co. kommt das iPad deutlich sperriger und schwerer daher. Trotzdem ist es ein beliebter E-Book-Reader. [12]
Im direkten Vergleich zu Amazon Kindle & Co. kommt das iPad deutlich sperriger und schwerer daher. Trotzdem ist es ein beliebter E-Book-Reader.

iPad und Gaming

Ob eine einfache Runde Scrabble oder ein ausgedehnter GTA-3-Marathon: Das iPad macht als Spielekonsole eine hervorragende Figur. Und die Kombination aus Quad-Core-Grafikeinheit und Retina-Display legt bei der dritten Generation des Apple-Tablets noch einmal kräftig nach.

Selbst alte Spiele sehen auf dem neuen iPad deutlich besser aus. Sie werden nicht – wie es früher beim iPhone einmal der Fall war – lieblos in die Länge gezogen und deformiert, um sich der höheren Auflösung anzupassen. Spiele, die auf dem iPad 2 toll aussiehen, beispielsweise Cut the Rope, Infinity Blade und Fruit Ninja, wirken auf dem Nachfolger, als hätte sich ein Nebel gelichtet. Klar, das Tablet skaliert und interpoliert hier die Auflösung hoch. Wir können aber trotzdem keine Artefakte oder andere Störungen entdecken. Alles sieht gestochen scharf aus.

Und was Titel angeht, die für die höhere Displayauflösung des neuen iPads bereits optimiert wurden: Hier nimmt man sich am besten erst einmal einen Tag Urlaub. Bei Spielen wie Sky Gamblers: Air Supremacy oder Mass Effect 3 Infiltrator möchte man meinen, man säße vor der XBox 360. Was allerdings nach wie vor fehlt, sind mechanische Bedienelemente, die ernsthafte Gamer davor bewahren dürften, dem iPad vollends zu verfallen. Und so haben die PS Vita und Nintendos 3DS immer noch eine Daseinsberechtigung.

Ein Nachteil der gesteigerten Auflösung ist allerdings, dass die für das iPad der dritten Generation optimierten Spiele mehr Speicherplatz beanspruchen. Infinity Blade 2 kommt auf satte 791 MByte, zwei Modern-Combat-Titel von Gameloft haben sogar die Gigabyte-Schallmauer durchbrochen. Damit bietet ein 16-GByte-iPad heute weniger effektiv Platz, als das noch vor einem Jahr der Fall war. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick.

App Alte Größe Neue Größe
StockTouch 2,7 MByte 3,8 MByte
New York Times for iPad 4,2 MByte 4,9 MByte
Tweetbot 9,1 MByte 25,0 MByte
Calcbot 10,8 MByte 21,3 MByte
iStopMotion for iPad 13,9 MByte 32,2 MByte
Diamond Dash 14,4 MByte 23,4 MByte
Day One 15,5 MByte 15,9 MByte
SketchBook Pro for iPad 15,5 MByte 34,6 MByte
Labyrinth 2 HD 15,8 MByte 45,3 MByte
Amazon Kindle 16,6 MByte 18,3 MByte
Joining Hands 16,6 MByte 26,4 MByte
Evernote 16,7 MByte 19,0 MByte
Foosball HD 18,5 MByte 25,2 MByte
IncrediBooth 20,0 MByte 37,5 MByte
Star Walk for iPad 122 MByte 153 MByte
Solar Walk 180 MByte 303 MByte
Martha Stewart Cookies 339 MByte 705 MByte

Leistung

Apple hat dem neuen iPad zwar keinen Quad-Core-Prozessor spendiert, doch der Nachschlag an Arbeitsspeicher und Rechenleistung reicht aus, um das Retina-Display mit hochauflösenden Inhalten zu befeuern. Die Reaktionen haben sich gegenüber dem Vorgänger weder verbessert noch verschlechtert. Angesichts der Tatsache, dass wir uns beim iPad 2 niemals über Geschwindigkeitseinbrüche beschweren konnten, ist das positiv zu verbuchen. Es gab damals eben lediglich Dinge, die das Tablet nicht konnte – beispielsweise 1080p-Videos abspielen. Hänger, Ruckler und dergleichen waren aber die absolute Ausnahme.

Modell Apple iPad 3 Apple iPad 2 Asus Transformer Prime Samsung [13] Galaxy Tab 10.1
Maximale Helligkeit (Super IPS) 455 cd/m2 432 cd/m2 358 cd/m2 (570 cd/m2) 336 cd/m2
Standard-Helligkeit 160 cd/m2 176 cd/m2 183 cd/m2 336 cd/m2
Maximaler Schwarzwert (Super IPS) 0,49 cd/m2 0,46 cd/m2 0,27 cd/m2 (0.45 cd/m2) 0,30 cd/m2
Standard-Schwarzwert 0,17 cd/m2 0,19 cd/m2 0,15 cd/m2 0,30 cd/m2
Standard-Kontrastverhältnis 941:1 926:1 1220:1 1120:1
Maximales Kontrastverhältnis (Super IPS) 928:1 939:1 1325:1 (1266:1) 1120:1

Die maximale Displayhelligkeit des neuen iPad ist etwas höher als die des iPad 2. An den Android-4.0-Konkurrenten Asus Transformer Prime im Super-IPS-Modus reicht es jedoch nicht heran. Damit hat das Asus-Tablet unter direkten Sonneneinstrahlung die Nase vorne. Und auch in der dritten Generation ist die Displayhelligkeit mit den Werkseinstellungen vergleichsweise niedrig. Wer hier den Regler nach rechts zieht, muss mit einer spürbaren Wirkung auf die Akkulaufzeit rechnen.

Mit der Wiedergabe von 1080p-Videos hat das iPad 3 überhaupt keine Probleme. Die Clips werden auf die native Auflösung des Displays hochskaliert – so irrwitzig das auch klingt. Allerdings beanspruchen diese hochauflösenden Filmchen einiges an Speicherkapazität. Der Film Hugo beispielsweise belegt satte 3,99 GByte. Wer viele HD-Medien herunterlädt, sollte den Aufpreis für zusätzlichen Speicher in Betracht ziehen.

Die gleiche Problemstellung gibt es auch für die rückseitige Kamera des neuen iPad, die die Auflösung auf 5 Megapixel gesteigert hat und nun auch Videos mit 1920 mal 1080 Pixeln einfängt. Insbesondere die hochauflösenden Clips fressen einiges an Speicher. Wer viel filmt, sollte hier ebenfalls ordentlich Kapazität einplanen.

Dieses Testfoto ist mit der rückseitigen Kamera des neuen iPad entstanden. [14]
Dieses Testfoto ist mit der rückseitigen Kamera des neuen iPad entstanden.

Zubehör

Erfreulicherweise hat Apple an dem universellen Dock-Connector an der Unterseite nichts verändert. Das bedeutet: Konnte man etwas in die ersten beiden iPads einstöpseln, so arbeitet es auch mit der dritten Generation zusammen. Das gilt für Ladekabel, Videoadapter, das Kamera-Kit oder Auto-Adapter-Kabel. Wer Inhalte lieber drahtlos vom iPad auf den Fernseher überträgt, sollte sich den kleinen Apple TV näher ansehen. Er bringt nicht nur iTunes auf den Fernseher, sondern stellt zusammen mit dem iPad auch eine Streaming-Lösung dar – Stichwort: AirPlay.

Für Puristen ist Apples Smart Cover nach wie vor die beste Lösung, um das Display des iPads zu schützen. Das wahlweise aus Leder oder Kunststoff gefertigte Cover ist in mehreren Farben erhältlich. Es klammert sich mittels Magneten wahlweise am linken oder rechten Rand fest – und hält dank Seltenerd-Magneten beeindruckend gut.

Was das Zubehör angeht, ist das Smart Cover praktisch. Nicht nur, was den Schutz angeht, sondern auch, weil es als praktischer Standfuß herhält, wenn man es aufrollt. Wer sein frisch gekauftes Apple-Tablet wirklich schützen möchte, sollte sich bei Drittanbietern nach einem vollwertigen Cover umsehen. Die folgende Fotostrecke gibt hier einen Überblick.

Wer sollte das neue iPad kaufen?

Wer lange gewartet hat, um jetzt sein erstes iPad zu kaufen: Herzlichen Glückwunsch! Es steht außer Frage, dass man mit der dritten Generation das beste iPad aller Zeiten kauft. Wer sich mit den Anschaffungskosten nicht anfreunden kann, muss entweder auf das im Preis gesunkene iPad 2 zurückgreifen oder sich eine der Android-Alternativen näher ansehen.

Für Besitzer älterer iPads kommt die Anschaffung des neuen Apple-Tablets etwa dem Upgrade auf einen HD-Fernseher gleich. Wenn man jeden Tag auf den Bildschirm guckt, dann lohnt es sich definitiv, hier in den bemerkenswert besseres Panel zu investieren.

Wird ein anderer Hersteller in naher Zukunft das Display des iPad 3 übertreffen? Vermutlich. Aber selbst dann, wenn ein Android-Tablet hier eins oben drauf legt, so wird es doch dauern, bis eine signifikante Masse an Android-Apps die Unmengen an Pixel sinnvoll zu nutzen wissen. Apple hat einfach nicht mit dieser enormen Hardware-Zersplitterung zu kämpfen.

Fazit

Als das erste iPad aus den Startlöchern schoss, konnte es sich einen enormen Vorsprung erarbeiten, bevor die Konkurrenz überhaupt merkte, wie ihre geschah. Mit dem iPad 2 hat Apple eins oben drauf gelegt und Ansprüche ans Design geweckt, die kaum zu übertreffen waren. Das dritte iPad setzt auf eine ähnliche Strategie und schraubt unsere Erwartungen, was die Displayqualität angeht, in bis Dato ungekannte Höhen. Legt man das iPad und die Konkurrenz nebeneinander, merken auch wenig technikaffine Personen sofort, welches Gerät das beste ist. Und das zurecht.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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URLs in this post:

[1] Apple: http://www.cnet.de/unternehmen/apple/

[2] CES: http://www.cnet.de/themen/ces-2014/

[3] MWC: http://www.cnet.de/themen/mwc/

[4] Hands-on mit dem neuen iPad alias iPad 3 alias iPad HD: https://www.cnet.de/41562897/hands-on-mit-dem-neuen-ipad-alias-ipad-3-alias-ipad-hd/?pid=1#sid=41563227

[5] Testen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf ITespresso.de.: http://www.itespresso.de/quiz/?quiz_id=5&question=1_wie-gut-kennen-sie-sich-mit-tablets-aus

[6] Toshiba Excite X10: https://www.cnet.de/blogs/mobile/handys/41558124/ces_2012_toshiba_zeigt_superduennes_android_4_0_tablet_excite_x10.htm

[7] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41563227/apple_ipad_3_unten.jpg

[8] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41563227/apple_ipad_3_vorne.jpg

[9] iPhoto für iOS ausprobiert: Das kann Apples neue Bildbearbeitung: https://www.cnet.de/41562916/iphoto-fuer-ios-ausprobiert-das-kann-apples-neue-bildbearbeitung/?pid=1#sid=41563227

[10] Android: http://www.cnet.de/themen/android/

[11] Smartphone: http://www.cnet.de/themen/smartphone/

[12] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41563227/apple_ipad_3_hinten.jpg

[13] Samsung: http://www.cnet.de/unternehmen/samsung/

[14] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41563227/ipad_3_camera_600x448.jpg

[15] Die besten Cover und Hüllen für das neue iPad 3 von Apple: https://www.cnet.de/41563098/die-besten-cover-und-huellen-fuer-das-neue-ipad-3-von-apple/?pid=1#sid=41563227

[16] Apple iPad 3: Fotos vom Verkaufsstart im Apple Store in München: https://www.cnet.de/41563134/apple-ipad-3-fotos-vom-verkaufsstart-im-apple-store-in-muenchen/?pid=1#sid=41563227

[17] Live in Bildern: Apple zeigt "The new iPad" a.k.a. iPad HD oder iPad 3: https://www.cnet.de/41562895/live-in-bildern-apple-zeigt-the-new-ipad-a-k-a-ipad-hd-oder-ipad-3/?pid=1#sid=41563227