Ausstattung

Die Nikon Coolpix S9300 richtet sich in erster Linie an Schnappschussfotografen – dementsprechend sucht man manuelle oder halbautomatische Aufnahmemodi vergeblich. Dafür sind zwei verschiedene Automatiken an Bord. Eine davon analysiert das Motiv und ordnet es einem von sechs Motivprogrammen zu. Wenn keines davon passt, wählt die Digicam eine Allround-Automatik. Darüber hinaus gibt es noch einen Automatik-Modus, der im Wesentlichen einer Programmautomatik entspricht. Hier passt der Fotograf ISO-Empfindlichkeit, Weißabgleich, Belichtungskorrektur, Belichtungsmessung, Autofokus-Bereich & Co. an – Zugriff auf Blende und Belichtungszeit gibt es jedoch nicht.

Wer sich von der Szenenautomatik nicht bevormunden lassen möchte, kann auch händisch zwischen 16 Motivprogrammen wählen. Hier gibt es Standards wie Landschaft und Portrait, aber auch exotischere Modi à la Haustierportrait. Hier schießt die Kamera automatisch ein Foto, wenn sie einen Hund oder eine Katze vor der Linse erkennt. Außerdem gibt es auch eine Schwenkpanorama-Funktion, bei der der Fotograf lediglich den Auslöser drückt und anschließend die Digicam über das Motiv schwenkt, und schon ist ein Ultrabreitbild im Kasten. Wie alle Mehrfachaufnahme-Features funktioniert auch dieser Modus nur, wenn sich das Motiv nicht allzu sehr bewegt. Ebenfalls an Bord ist ein 3D-Foto-Modus: Hier knipst der Fotograf ein Bild, bewegt die Kamera ein wenig zur Seite, diese fängt ein zweites Foto ein und rechnet die beiden Bilder anschließend zu einer MPO-Aufnahme zusammen. Diese lässt sich auf jedem 3D-fähigen Fernseher, Smartphone oder Bilderrahmen in drei Dimensionen bewundern.

Zum Aufpeppen von langweiligen Fotos oder zur kreativen Betätigen gibt es noch eine Reihe von Spezialeffekten. Hier findet sich auch ein Gegenlicht-Modus, der entweder den Blitz nutzt oder mehrere in schneller Serie geschossene Aufnahmen miteinander kombiniert, um schwierige Lichtbedingungen zu kompensieren. Das Nachtlandschaft-Feature arbeitet ganz ähnlich: Hier rechnet die Kamera aus einer Reihe von Fotos ein Bild mit möglichst wenig Rauschen und möglichst viel Schärfe zusammen. Eine Portrait-Funktion, die Lächelerkennung, Blinzelwarnung und Beauty-Modus kombiniert, darf natürlich ebenfalls nicht fehlen. Aber wie gesagt: Manuelle Einstellungsmöglichkeiten zu Blende und Belichtungszeit sucht man hier vergeblich.

Zu guter Letzt verfügt die Nikon Coolpix S9300 noch über einen integrierten GPS-Receiver. Er dient lediglich dazu, Fotos mit Ortsinformationen zu versehen – einen digitalen Reiseführer oder Ähnliches gibt es also nicht. Bei der Bestimmung der aktuellen Position ist die Kamera recht schnell, selbst wenn die Sicht auf den Himmel aufgrund umliegender Hochhäuser nicht gut ist. Nachdem Nikon der GPS-Funktion ein eigenes Tab in den Einstellungen gewidmet hat, ist sie schnell und einfach ein- und wieder ausgeschaltet. Das hilft beim Stromsparen.

Die folgende Tabelle zeigt noch einmal die wichtigsten technischen Daten der Nikon Coolpix S9300 im direkten Vergleich mit denen der Panasonic Lumix DMC-TZ31 und der Canon PowerShot SX260 HS.

Hersteller Canon Nikon Panasonic
Modell PowerShot SX260 HS Coolpix S9300 Lumix DMC-TZ31
Preis 320 Euro 280 Euro 360 Euro
Bildsensor 1/2,3-Zoll-BSI-CMOS 1/2,3-Zoll-BSI-CMOS 1/2,3-Zoll-MOS
Auflösung 12 Megapixel 16 Megapixel 14,1 Megapixel
Optischer Zoom 20-fach 18-fach 20-fach
Brennweitenbereich 25 – 500 mm 25 – 450 mm 24 – 480 mm
Lichtstärke F3,5 – F6,8 F3,5 – F5,9 F3,3 – F6,4
Belichtungszeiten 1/3200 – 15 s 1/4000 – 4 s 1/2000 – 15 s
Bildstabilisator optisch optisch optisch
Empfindlichkeiten ISO 100 – 3200 ISO 125 – 3200 ISO 100 – 6400
Max. Fotoauflösung 4000 x 3000 Pixel 4608 x 3456 Pixel 4320 x 3240 Pixel
Max. Videoauflösung 1920 x 1080 Pixel @ 24 fps 1920 x 1080 Pixel @ 30 fps 1920 x 1080 @ 50 fps
Dateiformate JPEG (Foto), H.264 (Video) JPEG (Foto), H.264 (Video) JPEG, MPO (Foto), AVCHD (Video)
Manuelle Einstellungen P, A, S, M P P, A, S, M
Display 3,0 Zoll (480 x 320 Pixel) 3,0 Zoll (640 x 480 Pixel) 3,0 Zoll (480 x 320 Pixel), Touchscreen
Sucher nein nein nein
Zubehörschuh nein nein nein
Speichermedien SD, SDHC, SDXC SD, SDHC, SDXC SD, SDHC, SDXC
Akkulaufzeit (CIPA) 230 Fotos 200 Fotos 260 Fotos
Abmessungen 10,6 x 6,1 x 3,3 cm 10,9 x 6,2 x 3,1 cm 10,5 x 5,9 x 2,8 cm
Gewicht 231 g 215 g 206 g

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Nikon Coolpix S9300 im Test: kompakter 18-fach-Superzoomer für Automatik-Fotografen

  • Am 18. Juli 2012 um 12:04 von Arno

    Nikon coolpix S 9300
    Ich bin von der Camera enttäuscht. In lichtschwachen Räumen werden die Bilder sehr verrauscht, die Auflösung erscheint mir viel schlechter als bei weitaus preiswerteren Modellen. Zwangsweise löscht man deshalb viele Fotos unmittelbar, was wiederum zu Problemen führte, denn die Handhabung der Papierkorbfunktion ist im Modus: Löschen Ja/Nein zu überempfindlich und sprang zumindest bei mir immer hin und her. Das Gleiche gilt für die Modi Einstellungen, in der die Camera beim Drehen des Einstellungsrades hypersensibel reagierte. Die Software für die Bildbearbeitung ist umfangreich, gefällt mir aber nicht.
    Alles in allem: recht teuer, aber nicht befriedigend, habe sie deshalb zurückgegeben.

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