Geschwindigkeit

Die Nikon Coolpix S9300 verfügt über eine ganze Reihe von Serienbildmodi. Mit voller Auflösung schießt die Kamera bis zu 7,9 fps pro Sekunde – allerdings nur sieben Fotos respektive knapp eine Sekunde lang. Mit auf zwei Bilder pro Sekunde gedrosselter Geschwindigkeit knipst die Digicam, bis die Speicherkarte voll ist oder der Fotograf nicht mehr auf den Auslöser drückt. Mit auf 1 beziehungsweise 0,3 Megapixel gedrosselter Auflösung schießt die Digicam 60 respektive 120 Fotos pro Sekunde – allerdings laufen die Pufferspeicher nach 25 beziehungsweise 50 Aufnahmen voll. Nach jeder Serienbildsalve genehmigt sich die Kamera eine mehrsekündige Verschnaufpause. Außerdem sind Fokus, Belichtung und Weißabgleich jeweils immer mit dem ersten Foto festgelegt – ändern sich die Aufnahmebedingungen während des Fotografierens, misslingt ein Teil der Aufnahmen. Ein Beispiel wäre hier ein auf den Fotografen zulaufender Läufer, der quasi aus dem Fokus „herausrennt“.

Auch abgesehen vom Serienbildmodus ist die Nikon Coolpix S9300 recht flott unterwegs. Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto im Kasten ist, vergehen 1,4 Sekunden. Genauso lange ist auch die Verschnaufpause zwischen jedem weiteren Foto. Mit zugeschaltetem Blitz verschlechtert sich die Auszeit auf sehr zähe 6,5 Sekunden.

Um bei optimalen Lichtverhältnissen auf das Motiv scharfzustellen und das Foto einzufangen, benötigt die Nikon Coolpix S9300 flotte 0,3 Sekunden. Im Zwielicht verschlechtert sich die Auslöseverzögerung auf immer noch flotte 0,6 Sekunden. Allerdings gilt das nur im Weitwinkel. Wer den optischen Zoom kräftig nutzt, muss mit deutlich längeren Fokuszeiten rechnen. Das macht Nahaufnahmen von entfernt herumrennenden Fußballspielern beispielsweise nicht gerade leichter.

Bildqualität

Im Großen und Ganzen ist die Bildqualität der Nikon Coolpix S9300 sehr gut und eignet sich für Abzüge bis DIN-A4-Größe und natürlich auch für Facebook & Co. – gute Lichtverhältnisse vorausgesetzt. Bei stark vergrößerter Betrachtung sehen die Bilder allerdings nicht mehr so schön aus – damit entfällt die auf 16 Megapixel gesteigerte Auflösung als Kaufgrund. Mit weniger Pixeln hätte man möglicherweise sogar eine bessere Bildqualität bei höheren ISO-Werten herausholen können, da den Pixeln auf dem Sensor mehr lichtempfindliche Fläche zur Verfügung gestanden wäre. Die besten Ergebnisse liefert die Kamera bei Empfindlichkeiten unterhalb von ISO 400. Aber auch hier wirken die Fotos nicht ganz scharf und können etwas Nachschärfen per elektronischer Bildbearbeitung vertragen.

Die S9300 bietet die Möglichkeit, den von der ISO-Automatik verwendeten Empfindlichkeitsbereich auf ISO 125 bis 400 oder ISO 125 bis 800 einzuschränken. Wir empfehlen ersteren für Außen- und zweiteren für Innenaufnahmen. Die beiden höchsten Empfindlichkeiten schließlich – ISO 1600 und 3200 – eignen sich nur noch für Notfälle. Hier geraten die Farben sehr ausgewaschen, und die Rauschunterdrückung lässt die Fotos verschmiert wirken. Bei ISO 3200 sehen die Fotos auch bei stark verkleinerter Betrachtung nicht mehr ansehnlich aus.

Immerhin: Bis ISO 800 liefert die Nikon S9300 schöne Farben. Wer mit den Standard-Ergebnissen nicht zufrieden ist, findet auch Einstellungen zu Farbton und Sättigung. Die getroffenen Einstellungen merkt sich die Digicam erfreulicherweise. Die Belichtungsautomatik leistet zuverlässig gute Dienste. Die D-Lighting-Funktion leistet gute Dienste dabei, in dunklen Bildbereichen Details wieder zum Vorschein zu bringen.

Die Qualität der Videos bewegt sich auf einem Niveau mit besseren Mini-Camcordern: Fürs Internet oder das gelegentliche Betrachten auf dem Fernseher reicht sie aus. Allerdings sorgen – wie bei den meisten Kompaktkameras – Schwenks für Ruckler, und schnell bewegte Motive für Geisterbilder. Allerdings sind die Störungen nicht so stark ausgeprägt, dass die Aufnahmen dadurch unbrauchbar wären. Der optische Zoom funktioniert während der Aufnahme, allerdings ist der Objektivmotor auf den Clips leise zu hören.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Nikon Coolpix S9300 im Test: kompakter 18-fach-Superzoomer für Automatik-Fotografen

  • Am 18. Juli 2012 um 12:04 von Arno

    Nikon coolpix S 9300
    Ich bin von der Camera enttäuscht. In lichtschwachen Räumen werden die Bilder sehr verrauscht, die Auflösung erscheint mir viel schlechter als bei weitaus preiswerteren Modellen. Zwangsweise löscht man deshalb viele Fotos unmittelbar, was wiederum zu Problemen führte, denn die Handhabung der Papierkorbfunktion ist im Modus: Löschen Ja/Nein zu überempfindlich und sprang zumindest bei mir immer hin und her. Das Gleiche gilt für die Modi Einstellungen, in der die Camera beim Drehen des Einstellungsrades hypersensibel reagierte. Die Software für die Bildbearbeitung ist umfangreich, gefällt mir aber nicht.
    Alles in allem: recht teuer, aber nicht befriedigend, habe sie deshalb zurückgegeben.

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