Ausstattung

Wie alle Sony-Kompaktkameras der gehobenen Klasse verfügt auch die Cyber-shot DSC-HX10V über eine ganze Reihe von Aufnahmemodi, die den schnellen BSI-CMOS-Sensor ausnutzen. Wer die Arbeit am liebsten der Kamera überlässt, findet drei verschiedene Automatiken vor. Die Standard-Automatik namens Easy überlässt dem Fotografen lediglich die Wahl der Bildgröße und vergrößert zudem noch den Text auf dem Display. Die intelligente Automatik analysiert das Geschehen vor der Linse und ordnet es einem von zehn Motivprorammen zu. Außerdem setzt die HX10V hier Gesichtserkennung, Dynamikbereichsoptimierung und Bildstabilisator ein, um das Ergebnis zu optimieren. Die überlegene Automatik schließlich fügt der intelligenten Automatik noch drei Mehrfachaufnahme-Modi hinzu: Hintergrundlicht-Korrektur HDR, Anti-Bewegungs-Unschärfe und Handheld Dämmerungsmodus. In diesen drei Programmen kombiniert die Kamera jeweils mehrere in schneller Serie geschossene Fotos miteinander, um die Bildqualität zu verbessern.

Auch wenn diese Multishot-Modi in der Praxis im Großen und Ganzen gute Ergebnisse liefern, gibt es einen guten Grund, wieso Sony eine Automatik ohne dieser Funktionen anbietet. Denn erstens sorgen bewegte Motive für Artefakte, und zweites genehmigt sich die Kamera bei den Spezialmodi immer eine Verschnaufpause zum Verarbeiten der Fotos. Damit eignet sich die überlegene Automatik eher für wenig zeitkritische Motive. Die drei Mehrfachaufnahme-Modi lassen sich übrigens auch in den Motivprogrammen direkt anwählen. Sie sind dort mit zwölf weiteren Aufnahmemodi wie Soft-Teint, Haustier, Landschaft und Gourmet untergebracht.

Erfreulich: Bei den diversen Fotoeffekten gibt es eine Vorschau darüber, wie sich der Filter auf die Aufnahme auswirken wird.
Erfreulich: Bei den diversen Fotoeffekten gibt es eine Vorschau darüber, wie sich der Filter auf die Aufnahme auswirken wird.

Experimentierfreudige Fotografen dürfen sich über einen manuellen Modus freuen, der volle Kontrolle über Blende und Belichtungszeit gewährt. Die auf den Bildsensor einfallende Lichtmenge reguliert die Sony Cyber-shot DSC-HX10V allerdings nicht mit einer Irisblende, sondern mit einem Graufilter, der bei Bedarf vor den Chip geklappt wird. Damit hat die Blendeneinstellung hier keinen Einfluss auf die Tiefenschärfe, und es stehen bei jeder Brennweite nur zwei verschiedene Werte zur Auswahl. Im Weitwinkel bietet die Kamera F3,3 und F8,0 an, beim Hineinzoomen nimmt die Lichtstärke ab, bis sie bei maximaler Brennweite schließlich bei F5,9 beziehungsweise F14 angelangt ist.

Für die Verschlusszeit bietet die Sony Cyber-shot DSC-HX10V Werte zwischen 1/1600 und 30 Sekunden an. Die beiden Halbautomatiken Blenden- und Belichtungspriorität sucht man hier übrigens vergeblich. Schade, aber besser ein wenig Freiraum als gar keinen. Erwähnenswert ist noch, dass die Kamera eine Belichtungsreihenfunktion anbietet, die drei Aufnahmen mit einem Abstand von 0,3, 0,7 oder 1,0 Lichtwerten schießt. Allerdings knipst hier die Kamera nicht besonders schnell – wer aus den Einzelfotos selber HDR-Aufnahmen zusammenbasteln möchte, sollte auf ein Stativ und unbewegte Motive setzen. Außerdem gibt es eine Weißabgleich-Reihen-Feature.

Angesichts der gigantischen Ausstattung könnte man glatt vergessen, dass die HX10V – wie das „V“ im Namen andeutet – über einen GPS-Receiver verfügt. Außerdem ist ein Kompass an Bord. Damit fängt die Kamera nicht nur den Aufnahmeort, sondern auch die Aufnahmerichtung ein. Um den Orientierungssinn zu aktivieren, muss man sich leider durch das Hauptmenü wühlen. Das ist etwas ungeschickt, denn ein so akkufressendes Feature wie der GPS-Receiver sollte sich leicht bei Bedarf ein- und wieder ausschalten lassen. Nach dem Aktivieren fängt die Kamera an, nach den Satelliten zu suchen und ihre Position zu ermitteln. Je nachdem, wie gut die Sicht auf den Himmel ist, kann das schon einmal mehrere Minuten dauern. Sobald sich die HX10V orientiert hat, schreibt sie die Ortsdaten in die EXIF-Daten der Fotos, die sich anschließend mit Software wie Picasa oder Google Earth auf einer Landkarte betrachten lassen. Außerdem ist eine GPS-Logger-Funktion an Bord, mit der die Kamera die allgemein zurückgelegte Strecke aufzeichnet.

Die folgende Tabelle zeigt noch einmal die wichtigsten technischen Daten der HX10V im direkten Vergleich mit den beiden aktuellen Konkurrentinnen Panasonic Lumix DMC-TZ31 und Canon PowerShot SX260 HS.

Hersteller Canon Panasonic Sony
Modell PowerShot SX260 HS Lumix DMC-TZ31 Cyber-shot DSC-HX10V
Preis 300 Euro 350 Euro 350 Euro
Bildsensor 1/2,3-Zoll-BSI-CMOS 1/2,3-Zoll-MOS 1/2,3-Zoll-BSI-CMOS
Auflösung 12 Megapixel 14 Megapixel 18 Megapixel
Optischer Zoom 20-fach 20-fach 16-fach
Brennweitenbereich 25 – 500 mm 24 – 480 mm 24 – 384 mm
Lichtstärke F3,5 – F6,8 F3,3 – F6,4 F3,3 – F5,9
Belichtungszeiten 1/3200 – 15 s 1/2000 – 15 s 1/1600 – 30 s
Bildstabilisator optisch optisch optisch
Empfindlichkeiten ISO 100 – 3200 ISO 100 – 6400 ISO 100 – 12.800
Max. Fotoauflösung 4000 x 3000 Pixel 4320 x 3240 Pixel 4896 x 3672 Pixel
Max. Videoauflösung 1920 x 1080 Pixel @ 24 fps 1920 x 1080 Pixel @ 50 fps 1920 x 1080 Pixel @ 50 fps
Dateiformate JPEG (Foto), H.264 (Video) JPEG (Foto), AVCHD (Video) JPEG (Foto), AVCHD (Video)
Manuelle Einstellungen P, A, S, M P, A, S, M P, M
Display 3,0 Zoll, 480 x 320 Pixel 3,0 Zoll, 480 x 320 Pixel, Touchscreen 3,0 Zoll, 640 x 480 Pixel
Speichermedien SD, SDHC, SDXC SD, SDHC, SDXC SD, SDHC, SDXC, Memory Stick
Stromversorgung Lithium-Ionen-Akku Lithium-Ionen-Akku Lithium-Ionen-Akku
Akkulaufzeit (CIPA) 230 Fotos 260 Fotos 330 Fotos
Anschlüsse USB, AV, HDMI USB, AV, HDMI USB, AV, HDMI
Mikrofon Stereo Stereo Stereo
Abmessungen 10,6 x 6,1 x 3,3 cm 10,5 x 5,9 x 2,8 cm 10,5 x 6,0 x 3,4 cm
Gewicht 231 g 206 g 234 g

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Sony Cyber-shot DSC-HX10V im Test: 16-fach-Tausendsassa mit 18 Megapixeln

  • Am 11. April 2012 um 12:49 von Oliver

    kein 3:2 Aufnahemmodus
    Leider bietet die Kamera, wie auch andere Modelle von Sony keine Fotoaufnahme im Format 3:2 welche eigentlich seit Jahren Standard ist. Warum Sony darauf verzichtet, ist unverständlich. Allein deshalb war die Anschaffung einer Sony für mich ausgeschlossen (HX20V war in der engeren Auswahl) – habe jetzt eine Panasonic Lumix TZ31 und bin sehr zufrieden.
    Will man Fotoabzüge machen lassen, wird das 4:3 Format entweder beschnitten oder man hat unbedruckte Ränder. Entwicklung 16:9 ist um einiges teurer.
    Die Mehrheit der Nutzer macht sicher keine Fotobearbeitung mit einer entsprechenden Software, nur damit einige Abzüge bestellt werden könne.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *