Leistung

Die Sony Cyber-shot DSC-HX10V bewegt sich in puncto Geschwindigkeit auf einem Niveau mit den meisten CMOS-basierten Superzoom-Kompaktkameras. Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto im Kasten ist, vergehen 1,1 Sekunden. Zwischen jedem weiteren Bild genehmigt sich die Digicam eine Verschnaufpause von 1,8 Sekunden. Mit hinzugeschaltetem Blitz verschlechtert sich der Wert auf 4,0 Sekunden.

Um bei optimalen Bedingungen auf das Motiv scharfzustellen und das Foto einzufangen, benötigt die HX10V sehr gute 0,3 Sekunden. Im Zwielicht steigt die Auslöseverzögerung auf 0,7 Sekunden an. Im Serienbildmodus stemmt die Kamera bis zu zehn Fotos pro Sekunde. Wir messen 7,5 fps, einen immer noch ausgezeichneten Wert. Allerdings muss man bedenken, dass die Kamera Belichtung und Fokus nach dem ersten Foto nicht mehr anfasst. Verändern sich also während des Serienbild-Dauerfeuers die Aufnahmebedingungen deutlich, so misslingt ein Teil der Fotos. Außerdem benötigt die Kamera nach jeder Salve eine Auszeit zum Verarbeiten der Bilder, üblicherweise eine bis zwei Sekunden pro Aufnahme.

Damit bietet die Sony Cyber-shot DSC-HX10V für eine Kompaktkamera zwar ordentliche Leistungsdaten. Doch das Fotografieren von herumspringenden Kindern oder Haustieren ist immer noch Glückssache – hier sind die Anforderungen an den Autofokus noch ein ganzes Stück höher.

Bildqualität

Von der mit 18 Megapixeln gigantischen Auflösung der Cyber-shot DSC-HX10V sollte man nicht auf die Fotoqualität rückschließen. Wie bei praktisch allen Kompaktkameras helfen die unzähligen Bildpunkte in erster Linie Sonys Marketing-Abteilung und weniger dem Fotografen. Das gleiche gilt für die Empfindlichkeiten – die HX10V schafft hier zwar ISO 12.800, was angesichts unbrauchbarer Ergebnisse jedoch nicht viel nutzt. Nur weil man derartige Auflösungen und Empfindlichkeiten bei Spiegelreflexkameras findet, bedeutet das noch lange nicht, dass man bei Kompaktkameras auch nur annähernd die gleiche Qualität bekommt. Wer sich die Fotos in starker Vergrößerung auf dem Bildschirm ansieht, wird auch bei den niedrigsten ISO-Werten zahlreiche Artefakte anstelle feiner Details finden.

In kleinen Betrachtungsformaten dagegen sehen die Aufnahmen auch bei höheren Empfindlichkeiten wie ISO 800 noch schön aus. Wer die meisten Bilder auf Facebook hochlädt oder nicht größer als 15 mal 21 Zentimeter ausdruckt, wird mit den Ergebnissen vermutlich mehr als zufrieden sein. Und bei kleineren Abzügen gibt es zumindest noch ein bisschen Freiraum für Ausschnittsvergrößerungen, bevor die Bilder zu viele Artefakte aufweisen und wie gemalt aussehen.

Sony-Kameras bringen in den allermeisten Fällen helle und lebendige Farben auf die Fotos – und so auch die Cyber-shot DSC-HX10V. Wer mit den Voreinstellungen nicht glücklich ist, findet in den Einstellungen drei Schieberegler zum Anpassen von Helligkeit, Farbton und Sättigung vor. Erfreulicher- und außergewöhnlicherweise stehen diese auch in den Automatiken zur Verfügung. Mehr Details zur Fotoqualität der Sony Cyber-shot DSC-HX10V sowie haufenweise Beispielfotos gibt es in der folgenden Galerie.

Die Sony HX10V fängt ausgezeichnete Videos ein. Nachdem die Kamera im Full-HD-Modus 50 Halbbilder pro Sekunde einfängt und über einen Bildstabilisator verfügt, gelingen die Aufnahmen erfreulich smooth. Schnell bewegte Objekte sorgen auf den Clips allerdings für leichte Geisterbilder, und gelegentlich wirken die Filmchen etwas künstlich überschärft. Einen vollwertigen HD-Camcorder kann die HX10V zwar nicht ersetzen. Doch wer auf der Suche nach einer kompakten Digicam ist, die sowohl bei Stand- als auch bei Bewegtbildern eine solide Leistung bietet, sollte dieses Modell weit oben auf seine Liste schreiben. Der optische Zoom funktioniert erfreulicherweise während des Filmens, ist allerdings in leisen Aufnahmeumgebungen leicht auf den Clips zu hören. Um den Ton kümmert sich ein Stereo-Mikrofon.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Sony Cyber-shot DSC-HX10V im Test: 16-fach-Tausendsassa mit 18 Megapixeln

  • Am 11. April 2012 um 12:49 von Oliver

    kein 3:2 Aufnahemmodus
    Leider bietet die Kamera, wie auch andere Modelle von Sony keine Fotoaufnahme im Format 3:2 welche eigentlich seit Jahren Standard ist. Warum Sony darauf verzichtet, ist unverständlich. Allein deshalb war die Anschaffung einer Sony für mich ausgeschlossen (HX20V war in der engeren Auswahl) – habe jetzt eine Panasonic Lumix TZ31 und bin sehr zufrieden.
    Will man Fotoabzüge machen lassen, wird das 4:3 Format entweder beschnitten oder man hat unbedruckte Ränder. Entwicklung 16:9 ist um einiges teurer.
    Die Mehrheit der Nutzer macht sicher keine Fotobearbeitung mit einer entsprechenden Software, nur damit einige Abzüge bestellt werden könne.

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