Pentax K-01 im Test: Systemkamera-Sonderling mit gigantischer Bildqualität

von Lori Grunin und Stefan Möllenhoff am , 18:25 Uhr

Pro
  • setzt auf bestehendes Bajonett und bietet damit große Objektivauswahl
  • Adobe-DNG-RAW-Format
  • gigantische Bildqualität
Con
  • langsamer Autofokus
  • durchwachsenes Design
  • groß und klobig
Hersteller: Pentax Listenpreis: 730 Euro (mit 40-mm-Kitobjektiv)
ZDNet TESTURTEIL: GUT 7,4 von 10 Punkte
Fazit:

Die Pentax K-01 ist eine hervorragende Kamera für all diejenigen, die einen Schrank voll K-Mount-Objektive haben und eher unbewegte Motive fotografieren. Für den durchschnittlichen Einsteiger in die Welt der Systemkameras gibt es allerdings bessere Alternativen.

Die Pentax K-01 dürfte polarisieren wie kaum eine andere Kamera in ihrer Klasse. Das fängt an bei dem abgefahrenen Design und der teilweise gewöhnungsbedürftigen Bedienung, zieht sich weiter durch beim rückständigen Autofokus und der durchwachsenen Performance und endet schließlich in einer beeindruckenden Bildqualität, die ihresgleichen sucht. Kurz gesagt: Es gibt viele Höhen und Tiefen. Welche das im Detail sind, verrät der Testbericht.

Pentax ist der einzige Hersteller, der derzeit zwei verschiedene spiegellose Kamera-Systeme anbietet. Die Pentax Q [1] erblickte bereits im vergangenen Sommer das Licht der Welt und besticht durch ihr extrem kompaktes Format. Die jetzt gerade durchstartende Pentax K-01 dagegen ist die wohl sperrigste EVIL-Digicam, die es derzeit gibt. Und sie ist die erste EVIL-Digicam, die auf ein bestehendes Objektivbajonett setzt: Alle Linsen mit K-Mount, also die Linsen von Pentax‘ DSLRs und analogen Spiegelreflexkameras neuerer Bauart arbeiten mit der K-01 zusammen. Alle anderen Hersteller haben zusammen mit ihren spiegellosen Systemen ein neues Objektivsystem eingeführt.

Design & Ausstattung

Ganz unabhängig davon, ob man sich mit dem Aussehen der Pentax K-01 anfreunden kann oder nicht, hat das Design ein paar Unpässlichkeiten. Die Kamera ist groß und dick, da gibt es nichts zu beschönigen. Aber da kommt man eben auch nicht dran vorbei. Denn die K-Mount-Objektive sind eben so gerechnet, dass die mit einem hohen Abstand zum Bildsensor montiert werden, besitzen also ein hohes Auflagemaß. Die Konkurrenz mit ihren eigens für die kompakten Systemkameras entworfenen Optiken setzt auf ein um zwei bis drei Zentimeter geringeres Auflagemaß – und spart dann eben entsprechend Gehäusedicke ein.

Zwischen Bajonett und Sensor herrscht bei der K-01 gähnende Leere. Bei DSLRs sitzt hier der Spiegelkasten. [2]
Zwischen Bajonett und Sensor herrscht bei der K-01 gähnende Leere. Bei DSLRs sitzt hier der Spiegelkasten.

Dennoch ist die Kamera erstaunlich schwer, und der Griff fällt angesichts des mächtigen Gehäuses recht flach aus. Immerhin sorgt hier eine griffige Gummibeschichtung dafür, dass die Finger einen guten Halt am Gehäuse haben. Im Großen und Ganzen sind die Bedienelemente recht groß und einfach mit den Fingern zu erreichen. Aber eben auch nur im Großen und Ganzen.

Dem sehr „modernen“ Design zum Trotz verfügt die Pentax K-01 über ein ziemlich typisches Layout bei den Bedienelementen. Auf der Oberseite des Gehäuses sitzt das Modusrädchen mit den üblichen PASM- und Bulb-Modi, Motivprogrammen und Automatiken. Außerdem finden sich hier ein Videomodus sowie eine HDR-Funktion, die drei mit unterschiedlicher Belichtung geschossene Fotos in eine Aufnahme mit erhöhtem Dynamikumfang verrechnet. Rechts neben dem Modusrädchen befindet sich der in Kombination mit einem Ein/Aus-Schalter ausgeführte Auslöser. Dahinter bringt der Hersteller ein Einstellrädchen unter, das links von einer grünen Taste und rechts von einem roten Button und einem Knopf für die Belichtungskorrektur flankiert wird.

Die Pentax K-01 verfügt über einen Aufklapp-Blitz und einen Zubehörschuh. Ein elektronischer Sucher wird leider nicht unterstützt. [3]
Die Pentax K-01 verfügt über einen Aufklapp-Blitz und einen Zubehörschuh. Ein elektronischer Sucher wird leider nicht unterstützt.

Mit den Werkseinstellungen dient der grüne Button dazu, im Programm-Modus die Balance zwischen Blende und Belichtungszeit in Richtung kürzere beziehungsweise längere Verschlusszeit zu verschieben, der rote Knopf startet die Videoaufnahme. Beide Tasten lassen sich allerdings in ihrer Funktion neu belegen. Die grüne Taste auf der linken Seite liegt jedoch ziemlich ab vom Schuss und lässt sich weder mit dem Daumen noch dem Zeigefinger bequem erreichen. Ein weiteres Problem findet sich auf der linken Seite der Kamera – hier gibt es nämlich trotz der stattlichen Gehäusegröße fast keinen Platz für die Finger der linken Hand. Und so drücken wir in der Praxis häufig mal versehentlich auf die Taste, die den integrierten Blitz nach oben schnellen lässt.

Bei den Bedienelementen auf der Rückseite gibt es keine Überraschungen. Rechts unten an der Kamera sitzt ein Vier-Wege-Pad mit mittiger Ok-Taste, das neben der Navigation durch die Menüs auch zum Aufrufen der Einstellungen von ISO-Empfindlichkeit, Blitz, Weißabgleich und Selbstauslöser beziehugnsweise Serienbildmodus dient. Links daneben befinden sich in vertikaler Reihe vier Buttons für Fokus- und Belichtungsspeicher, zum Wechseln in den Wiedergabemodus sowie zum Aufrufen der wichtigsten Aufnahmerelevanten Parameter und des Hauptmenüs.

Die mit "Info" beschriftete Taste passt nicht etwa die auf dem Display dargestellten Informationen an, sondern ruft ein Schnellmenü mit den wichtigsten aufnahmerelevanten Einstellungen auf. [4]
Die mit „Info“ beschriftete Taste passt nicht etwa die auf dem Display dargestellten Informationen an, sondern ruft ein Schnellmenü mit den wichtigsten aufnahmerelevanten Einstellungen auf.

Am meisten am Design regt uns die schlaffe Gummiabdeckung für den SD-Kartenslot und die USB- sowie HDMI-Anschlüsse auf. Sie ist sehr schwierig und nur unter Zuhilfenahme beider Hände zu schließen. Außerdem sehen die beiden Gummihäkchen, die die Abdeckung am Gehäuse befestigen, sehr windig aus und wirken nicht gerade wie für die Ewigkeit gemacht. Immerhin befindet sich der SD-Kartenslot noch unter einer weiteren Abdeckung. Und: Im Gegensatz zu den allermeisten kompakten Systemkameras sitzt bei der Pentax K-01 der Kartenslot nicht unten, sondern seitlich am Gehäuse. Damit lässt sich das Speichermedium auch dann einfach wechseln, wenn die Digicam auf einem Stativ oder einer Stativplatte montiert ist.

Leider ist der Bildschirm der Pentax K-01 nicht beweglich aufgehängt. Angesichts der Anschaffungskosten von rund 700 Euro wäre das durchaus angebracht gewesen. Zumal die ziemlich dicke Kamera keine platzbedingte Ausrede vorweisen kann, dass kein elektronischer Sucher an Bord ist. Nicht einmal optional lässt sich ein Sucher anbringen – der Zubehörschuh ist dafür schlicht nicht ausgestattet. Immerhin: Das Display ist 3,0 Zoll groß, mit 640 mal 480 Pixeln (921.000 Subpixeln) erfreulich hochauflösend und hell. Bei hellem Sonnenschein ist es aber trotzdem sehr schwierig, auf der Anzeige etwas zu erkennen. Die einzige Rettung ist hier dann die Peaking-Funktion, die langsam von den Camcordern zu den Digitalkameras überschwappt. Hier markiert die Kamera während des Fokussierens Kanten in scharfen Bildbereichen farbig und erleichtert es so, die korrekte Fokussierung zu überprüfen.

Die exotische Doppelabdeckung für die Anschlüsse und den Speicherkartenslot gehört leider in die Schublade: Beim nächsten Mal bitte besser machen. [5]
Die exotische Doppelabdeckung für die Anschlüsse und den Speicherkartenslot gehört leider in die Schublade: Beim nächsten Mal bitte besser machen.

Das Menü ist intuitiv und logisch aufgebaut und erinnert stark an die Spiegelreflexkameras von Pentax. Das gleiche gilt für das interaktive Control-Panel, das ein Druck auf die rückseitige Info-Taste auf den Bildschirm bringt. Hier bringt der Hersteller alle Aufnahmeparameter unter, die sich nicht unmittelbar durch die Direktwahltasten erreichen lassen.

Die Pentax K-01 hat ein paar außergewöhnliche Features zu bieten. So ist beispielsweise eine Intervallaufnahmefunktion an Bord, die bis zu 999 Fotos im gewünschten zeitlichen Abstand schießt. Die gleiche Funktion steht auch im Videomodus zur Verfügung. Hier beträgt die maximale Länge allerdings 99 Stunden, das Videomaterial speichert die Kamera als einen AVI-Film ab. Eine Mehrfachbelichtungsfunktion gibt es ebenfalls.

Wie die meisten aktuellen Kameras bietet die K-01 eine Reihe von Spezialeffekten. Erfreulicherweise stehen für jeden Fotofilter mehrere Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Außerdem mit von der Partie ist eine HDR-Automatik, die drei Aufnahmen mit bis zu drei Lichtwerten Abstand schießt. Im Gegensatz zu den meisten Kameras, die hier vollautomatisch arbeiten, erlaubt die K-01 bei der HDR-Funktion eine Anpassung von ISO-Empfindlichkeit und Belichtungskorrektur. Außergewöhnlich ist noch eine Weißabgleich-Einstellung namens CTE (Color Temperature Enhancement), die die Farbtemperatur des Umgebungslichts und somit die Stimmung erhält.

Eine vollständige Liste aller Funktionen gibt es im Handbuch auf der Webseite des Herstellers [6]. Die folgende Tabelle zeigt noch einmal die wichtigsten technischen Daten der Pentax K-01 im direkten Vergleich mit zwei aktuellen Konkurrenten.

Hersteller Nikon Olympus Pentax Samsung [7]
Modell 1 V1 E-P3 K-01 NX200
Preis (günstigstes Kit) 640 Euro 720 Euro 685 Euro 640 Euro
Bildsensor CMOS (13,2 x 8,8 mm) Live MOS (17,3 x 13,0 mm) CMOS (23,7 x 15,7 mm) CMOS (23,5 x 15,7 mm)
Auflösung 10 Megapixel 12,3 Megapixel 16,3 Megapixel 20,3 Megapixel
Empfindlichkeiten ISO 100 – 6400 ISO 200 – 12.800 ISO 100 – 25.600 ISO 100 – 12.800
Formatfaktor 2,7 2,0 1,5 1,5
Serienbildgeschwindigkeit 5 fps 3,0 fps 3,0 fps 7,0 fps
Sucher elektronisch optional (elektronisch) nein optional (elektronisch)
Autofokus Phasenvergleichs-AF mit 73 Punkten; Kontrast-AF mit 135 Messfeldern Kontrast-AF mit 35 Messfeldern Kontrast-AF mit 81 Messfeldern Kontrast-AF mit 35 Messpunkten
Belichtungsmessung k. A. 324 Zonen 1024 Messfelder 221 Felder
Verschlusszeiten 1/16.000 – 30 s 60 – 1/4000 s, Bulb bis 30 min 30 – 1/4000 Sekunde, Bulb 30 – 1/4000 s, Bulb
Blitz nein integriert integriert optional (im Lieferumfang)
Display 3,0 Zoll, fest, 921.000 Pixel 3 Zoll, fest, 610.000 Pixel, OLED 3,0 Zoll, 921.000 Pixel 3-Zoll-AMOLED, fest, 614.000 Pixel
Touchscreen nein ja nein nein
Bildstabilisator optisch mechanisch mechanisch optisch
Videofunktion 1080p, H.264 1080i, AVCHD 1080p, H.264 1080/30p, H.264
Mikrofoneingang ja ja ja nein
Kopfhörerausgang nein nein nein nein
Max. Akkulaufzeit (CIPA) 350 Fotos 330 Fotos 500 Fotos 330 Fotos
Abmessungen 11,3 x 7,6 x 4,4 cm 12,2 x 6,9 x 3,4 cm 12,1 x 7,9 x 5,9 cm 11,7 x 6,3 x 3,6 cm
Gewicht 383 g 321 g 560 g 220 g

Leistung

Das Autofokus-System der Pentax K-01 ist enttäuschend. Insbesondere das Kitobjektiv treibt uns an den Rand des Wahnsinns. Die Festbrennweite pumpt durch die Gegend, wie sonst nur langsame Zoom-Optiken. Außerdem setzt es den Fokus nach jedem einzelnen Bild zurück. Schießt man mehrere Bilder von einem unbewegten Motiv, muss man jedes Mal neu fokussieren. Und wenn die Lichtverhältnisse dann noch schlechter werden, gelingt nicht einmal das zuverlässig. Manuelles Fokussieren geht schneller.

Um bei optimalen Bedingungen auf das Motiv zu fokussieren und das Bild einzufangen, benötigt die Kamera 0,6 Sekunden. Bei Motiven mit geringem Kontrast verschlechtert sich die Auslöseverzögerung auf 0,9 Sekunden. Damit ist die K-01 gerade einmal halb so schnell wie die Konkurrenz – und für ihre Anschaffungskosten in dieser Disziplin ziemlich enttäuschend.

Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto im Kasten ist, vergehen 1,8 Sekunden. Das klingt zwar nicht tragisch, ist aber lange genug, um den einen oder anderen Schnappschuss zu verpassen. Zwischen jedem weiteren JPEG-Bild genehmigt sich die K-01 eine recht zähe Verschnaufpause von 1,6 Sekunden, die sich im RAW-Modus noch weiter auf 2,7 Sekunden verschlechtert. Hier fordert die aufwändige Bildverarbeitung wohl ihren Tribut, der sich für diejenigen Fotografen mit höchsten Ansprüchen an die Qualität durchaus lohnen könnte – aber dazu später mehr im Abschnitt Bildqualität.

Im Serienbildmodus stemmt die Kamera 2,9 Fotos pro Sekunde mit voller Auflösung. Allerdings passt die Kamera den Fokus nach dem ersten geschossenen Bild nicht mehr an. Verändert sich also die Entfernung zwischen Fotograf und Motiv, ist ein Teil der Aufnahmen fehlfokussiert. Zudem ist der Bildschirm während der Serienbildaufnahme komplett schwarz, was ein Verfolgen bewegter Motive zur Glückssache macht. Darüber hinaus ist der Verschluss erstaunlich laut und sorgt für merkliche Vibrationen.

Bildqualität

Von allen Kameras bis 1000 Euro, die wir bislang getestet haben, hat die Pentax K-05 mit das beste Rauschprofil. Der von Sony [8] gebaute Sensor liefert ein extrem feines Bildrauschen, und die außergewöhnlich intelligente JPEG-Verarbeitung sorgt bis einschließlich ISO 800 für komplett saubere Fotos – und bis einschließlich ISO 3200 für sehr brauchbare. Bei keiner Empfindlichkeit konnten wir durch das Entwickeln von RAW-Aufnahmen signifikant bessere Ergebnisse erzielen. Auch bei höheren ISO-Werten treten nicht die hier typischen Probleme wie Hotpixel auf dunklen Hintergründen auf. Erfreulich ist hier noch, dass Pentax auf das von Adobe entwickelte Rohdatenformat DNG setzt.

[9] [10] [11]

Von links nach rechts mit ISO 100, ISO 800 und ISO 3200: Ein Klick auf die Mini-Fotos führt zu den Original-Aufnahmen aus der Pentax K-01.

Aber nicht nur in puncto Bildrauschen, sondern auch an anderen Maßstäben gemessen ist die Fotoqualität hervorragend für diese Klasse. Zwar übertreibt es das Standard-Farbprofil in puncto Sättigung und Kontrast so weit, dass Blau- und Violett-Töne unnatürlich wirken und Details verloren gehen. Doch mit der Einstellung Natürlich gibt es hier keine Probleme mehr, und die Fotos gelingen gleichermaßen akkurat und sehr ansehnlich. Die Belichtungsautomatik liefert zuverlässig gute Ergebnisse, und in sehr dunklen sowie sehr hellen Bildbereichen lassen sich noch erfreulich viele Details retten, wenn man den Umweg über das RAW-Format geht.

Das neue, lediglich 9,2 Millimeter (!!) dicke 40-Millimeter-Kitobjektiv ist ziemlich scharf, und dementsprechend gelingen auch die Fotos detailreich, ohne gleichzeitig künstlich überschärft zu wirken. Eine Verzeichnung stellen wir nicht fest. Dennoch hat die Optik auch ihre Nachteile: An Übergängen mit hohen Helligkeitsunterschieden bringt die Linse vergleichsweise starke Farbsäume auf die Fotos. Das rührt wohl von der extrem kompakten Bauweise her, die nicht ganz in Einklang mit dem vergleichsweise hohen Auflagemaß zu bringen ist, das das K-Bajonett fordert.

Mehr Details zu der Bildqualität und Beispielaufnahmen aus der Pentax K-01 gibt es in der folgenden Fotostrecke.

Die Videoqualität sorgt für eher gemischte Gefühle. Auf der einen Seite sehen die Clips bei guten Lichtverhältnissen hell, gesättigt und scharf aus. Andererseits hat die K-01 mit Rolling-Shutter-Artefakten und Halo-Effekten an Kanten zu kämpfen. Bei wenig Licht fallen die Videos weich und ziemlich verrauscht aus.

Bei gutem Licht nicht schlecht: Hier ist ein 100-Prozent-Ausschnitt aus einem Video-Standbild zu sehen. [13]
Bei gutem Licht nicht schlecht: Hier ist ein 100-Prozent-Ausschnitt aus einem Video-Standbild zu sehen.

Leider ist das Kitobjektiv komplett unbrauchbar für einen kontinuierlichen Autofokus während des Filmens. Der Autofokus-Schrittmotor und die Blendensteuerung veranstalten einen ziemlichen Lärm, der dann auch deutlich auf den Clips zu hören ist. Außerdem ist der Autofokus unzuverlässig und liegt viel zu häufig daneben. Der manuelle Fokus dagegen leistet gute Dienste. Der Fokusring des 40-Millimeter-Objektivs steuert die Fokussierung servo-elektronisch und arbeitet sowohl sehr weich als auch geräuschlos.

Fazit

Wer zuhause einen ganzen Stapel an hochwertigen Pentaxobjektiven liegen hat und gerne mit manuellem Fokus fotografiert, trifft mit der K-01 eine ausgezeichnete Wahl. Denn in diesem Fall wiegt die herausragende Bildqualität die anderen Nachteile durchaus auf.

Für alle anderen Fotografen, die einen – mehr oder weniger – kompakten Allrounder suchen, gibt es bessere Alternativen. Denn die K-01 kann mit ihrem klobigen Design und der langsamen Performance ganz schön frustrieren. Hier dürfte es sich für die meisten potenziellen Käufer lohnen, ein wenig Bildqualität zu opfern und dafür ein ausgewogeneres Modell ohne echte Schwächen zu kaufen – das am Ende möglicherweise sogar noch günstiger ausfällt.

Aufnahmegeschwindigkeit (in Sekunden)
(kürzere Balken bedeuten bessere Leistung)

Zeit bis zur ersten Aufnahme   
Zeit zwischen zwei Aufnahmen (RAW)   
Zeit zwischen zwei Aufnahmen (JPEG)   
Auslöse- verzögerung (Zwielicht)   
Auslöse- verzögerung (Tageslicht)   
Panasonic Lumix DMC-GX1 [14]

1 
0.6 
0.5 
0.6 
0.3 
Olympus E-P3 [15]

0.6 
0.8 
0.7 
0.6 
0.3 
Samsung NX200 [16]

1.6 
1.3 
1.3 
0.6 
0.3 
Pentax K-01

1.8 
2.7 
1.6 
0.9 
0.6 

Serienbildgeschwindigkeit (in Fotos pro Sekunde)
(längere Balken bedeuten bessere Leistung)
Samsung NX200 [16]

6.9 
Olympus E-P3 [15]

2.9 
Pentax K-01

2.9 

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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[1] Pentax Q: https://www.cnet.de/tests/digicam/41554378/preview/digicam_winzling_mit_wechselobjektiven_das_kann_die_pentax_q_mit_kompaktkamera_sensor.htm

[2] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41563627/pentax_k-01_bajonett.jpg

[3] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41563627/pentax_k-01_oben.jpg

[4] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41563627/pentax_k-01_hinten.jpg

[5] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41563627/pentax_k-01_seite.jpg

[6] Handbuch auf der Webseite des Herstellers: http://www.pentax.de/de/systemkameras/downloads/k-01.html

[7] Samsung: http://www.cnet.de/unternehmen/samsung/

[8] Sony: http://www.cnet.de/unternehmen/sony/

[9] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41563627/pentax_k-01_iso100.jpg

[10] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41563627/pentax_k-01_iso800.jpg

[11] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41563627/pentax_k-01_iso3200.jpg

[12] Testfotos: die Bildqualität der Pentax K-01: https://www.cnet.de/41563626/testfotos-die-bildqualitaet-der-pentax-k-01/?pid=1#sid=41563627

[13] Image: https://www.cnet.de/i/story_media/41563627/pentax_k-01_video-still.jpg

[14] Panasonic Lumix DMC-GX1: https://www.cnet.de/tests/digicam/41557628/testbericht/panasonic_lumix_dmc_gx1_im_test_schnelle_evil_kamera_fuer_anspruchsvolle_fotografen.htm

[15] Olympus E-P3: https://www.cnet.de/tests/digicam/41554473/testbericht/olympus_e_p3_im_test_blitzschnelle_systemkamera_mit_turboloch_bei_der_bildqualitaet.htm

[16] Samsung NX200: https://www.cnet.de/tests/digicam/41555651/preview/samsung_nx200_angetestet_vielversprechende__aber_kostspielige_evil_kamera.htm