Angetestet: Samsung Galaxy Tab 2 10.1 mit Android 4.0

Gleiche Power, neue Software

Am Prozessor hat sich nichts getan: Im Inneren werkelt ein Dual-Core-Chip mit einer Taktfrequenz von 1,0 GHz. Die Lautsprecher sind nun größer geworden und von den Ecken an den Rand des Displays gewandert. Ansonsten hat sich am Gehäuse nicht viel getan. Der proprietäre Dock-Connector verbindet das Tablet über ein proprietäres Kabel mit einem USB-Anschluss auf der anderen Seite mit dem mitgelieferten Netzteil oder einem Computer, und später wird es wohl noch Zubehör wie ein Dock mit HDMI-Ausgang geben.

Unser Testgerät verfügt darüber hinaus noch über eine Infrarot-Sendediode und wird damit zur Multifunktionsfernbedienung fürs Heimkino. Ob dieses äußerst wünschenswerte Ausstattungsmerkmal auch bei der erheblich teureren Ausführung für Deutschland zum Einsatz kommt, wissen wir leider noch nicht.

Was wir aber wissen, freut uns sehr: Das neue 10-Zoll-Galaxy-Tab kommt erstmals mit der neuen Android-Version 4 alias Ice Cream Sandwich. Wer es genau wissen will, das Statusfenster in den Einstellungen zeigt hier die Version 4.0.3. Natürlich haben es sich die Koreaner nicht nehmen lassen, das hauseigene TouchWIZ-User-Interface und den typischen Samsung-Anwendungen vorzuinstallieren. Das ist im Vergleich zum „nackten“ Android alias Vanilla-Android eine gute Sache, im Vergleich zu den Oberflächen anderer Hersteller hat sich hier aber nur wenig gegenüber des Standards getan.

Leistung, Kommunikation und Display

Beim Bedienen erfreut uns das Gerät mit flotten Reaktionen und flüssigen Animationen – das ist inzwischen Standard in diesem Segment. Die Wiedergabe von Full-HD-Videos bei 30 Bildern pro Sekunde ist ruckelfrei möglich. Dennoch fühlt sich vor allem das Scrollen und Zoomen von Webseiten und Fotos immer noch nicht so flüssig und gut an wie beim iPad.

Das Display ist ein LCD-Panel mit einer Auflösung von 1280 mal 800 Pixeln – so wie bei den Vorgängern. Das geht in Ordnung, ist aber vor allem seit der Präsentation des neuen iPads nichts mehr, mit dem man sich als Hersteller (und Käufer) brüsten kann. Immerhin überzeugt die PLS-Anzeigetechnik mit überdurchschnittlich guten Blickwinkeln und kräftigen Farben.

Zur Kommunikation mit der Außenwelt steht neben WLAN nach dem aktuellen n-Standard Bluetooth 3.0 zur Verfügung. Die UMTS-Ausführung funkt darüber hinaus mit HSPA+ in den Handynetzen und erreicht Datenraten bis zu 21 MBit/s beim Download und 5,7 MBit/s beim Upload. Außerdem ist Bluetooth zur Positionsbestimmung an Bord.

Das Tablet liegt gut in der Hand.

Vorläufiges Fazit

Zum USA-Verkaufspreis würden wir sofort sagen, nein, sogar rufen: Kaufen! Aber bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 499 Euro tun wir uns wahrlich schwer, das Gerät im direkten Vergleich zum günstigeren neuen iPad mit deutlich besserem Display und einer hochwertigeren Optik und Haptik zu empfehlen. Immerhin erwarten wir einen schnellen Preisverfall.

Neueste Kommentare 

6 Kommentare zu Angetestet: Samsung Galaxy Tab 2 10.1 mit Android 4.0

  • Am 24. April 2012 um 16:35 von daniel

    Selten sowas voreingenommes gelesen
    UVP 499€!!! wartet doch erst mal auf den strassenpreis bevor ihr es schon schlecht schreibt.

    also dieser artikell ist genauso schlecht wie der zum 7.7! ihr vergleicht amerikanische modelle und preise und schreibt die geräte schon schlecht bevor sie überhaupt auf dem europäischen markt sind…

    Der SD-slot ist der eines der besten neuerungen zum vorgänger! warum sollen da die teschnichen daten schlechter sein? wegen der kamera??? als ob man ein tab zum fotografieren nutzt…

    das ist einfach nur lobyismus was ihr da macht…

    • Am 25. April 2012 um 15:26 von Daniel Schraeder

      AW: Selten sowas voreingenommes gelesen
      Hallo Daniel,

      danke für den kritischen Kommentar.

      Sicher handelt es sich bei diesem Beitrag um das US-Modell, aber auch nur deswegen, weil es derzeit in Deutschland keinerlei weiterführende Informationen zu diesem Tablet gibt – und in Anbetracht der Tatsache, dass das Gerät bis auf Kleinigkeiten baugleich ist, ist dieses Preview bereits eine interessante Grundlage für diejenigen, die vor einer Kaufentscheidung stehen.

      Natürlich steht ein finaler Preis nicht fest, ebenso, wie es Unterschiede bei der Ausstattung geben kann. Das haben wir in diesem Beitrag offen kommuniziert und genau das ist auch der Grund, warum wir hier keine Note vergeben – dafür ist es zu früh. Sobald uns ein Testgerät aus Deutschland vorliegt, gibt es natürlich auch einen unvoreingenommenen Test dazu. Bis dahin können wir mit diesem Eindruck des US-Modells bereits die Neugierde der Interessenten befriedigen.

      Viele Grüße
      Daniel Schraeder, CNET.de

      • Am 26. April 2012 um 16:59 von daniel

        AW: AW: Selten sowas voreingenommes gelesen
        ach das ist doch nur um traffic auf der seite hier zu sammeln… wie schnell samsung tablets überarbeitet sah man doch am 10.1v – 10.1N!
        oder euer test beim galaxy tab 7.7, da habt ihr das amerikanische modell bewertet obwohl das europäische modell deutlich unterschiede hat! und das europäische modell ist verfügbar, ich habe es hier aus der schweiz! trotzdem lasst ihr dort falsche angaben stehen…

        beim galaxy tab 2 gibt es ja schon gerüchte das es überarbeitet und mit quad-core kommt, was bringt dann dieser test? nichts!

        also sorry, aber so kann man euch nicht ernst nehmen!

      • Am 26. April 2012 um 17:03 von daniel

        AW: AW: Selten sowas voreingenommes gelesen
        ach ja,beim Galaxy tab 7.7 habt ihr sogar wirklich einen "unvoreingenommen" test geschrieben! aber auch dort über das AMERIKANSICHE modell!

        warum ordert ihr euch nicht eins aus holland oder österreich und bewertet das mal?

        ihr seid absolut nicht unvoreingenommen!

      • Am 31. Mai 2012 um 14:19 von daniel

        AW: AW: Selten sowas voreingenommes gelesen
        könnt ihr diesen miesen test nicht endlich mal überarbeiten???

        das gerät wird im media markt für 369€ verkauft, weit unter dem UVP!!!

        und die beste neuerung ist der SD-slot!

  • Am 22. Mai 2012 um 11:48 von Bernhard

    In der Schweiz billiger
    In der Schweiz gibt es das Tablet deutlich billiger (z.B. 10"-Version ohne UMTS 359,10 Franken) – für jemand, der im Süden wohnt, lohnt es sich, auf der anderen Seite der Grenze nachzusehen.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *