Ausstattung

Samsung hat nicht nur die Kamera, sondern auch seine i-Function-Objektive überarbeitet. Das neue 18-bis-55-Millimeter-Kitobjektiv ist mit einem Blendenbereich von F3,5 bis F5,6 – wie alle Standard-Kitobjektive in dieser Preisklasse – recht lichtschwach, fühlt sich aber hochwertiger und edler an als die ältere 20-bis-50-Millimeter-Linse. Dafür ist die Optik aber auch ein ganzes Eck sperriger. Aber wirklich kompakte Zoom-Objektive gibt es derzeit ausschließlich bei Panasonic mit der X-Serie-Linse Lumix G X Vario PZ 14-42mm F3,5-5,6.

Samsungs i-Function-System besteht im Wesentlichen aus einer Taste auf dem Objektiv. Nach einem Druck auf diese öffnet sich ein vom aktuellen Aufnahmemodus abhängiges Menü, das sich mit dem Fokusring der Linse durchblättern lässt. So soll gewährleistet sein, dass der Fotograf seine Handposition nicht verändern muss, um nur schnell einen Parameter anzupassen. Das System funktioniert ähnlich wie bei den Kompaktkameras Canon PowerShot S100 oder Olympus XZ-1. Wie das Eingabesystem genau arbeitet, zeigt unser Video zur Samsung NX100. Wer schon viel fotografiert hat, wird das System in der Praxis eher links liegen lassen – schließlich hat man sich ja schon auf seine Bedienung eingeschossen. Aber insbesondere Neulingen dürfte i-Function durchaus den Einstieg erleichtern. Welche Parameter in den i-Function-Menüs der jeweiligen Modi auftauchen, lässt sich in den Einstellungen konfigurieren.

Kleine Kamera, riesiges Objektiv: Die meisten Optiken wirken an der NX200 überproportional groß.
Kleine Kamera, riesiges Objektiv: Die meisten Optiken wirken an der NX200 überproportional groß.

Wie es sich für eine 640 Euro teure Kamera gehört, verfügt die Samsung NX200 über die Halbautomatiken Blenden- und Belichtungspriorität sowie einen komplett manuellen Modus. Im manuellen Modus dient das Rändelrädchen auf der Oberseite der Kamera zum Einstellen der Verschlusszeit, das Rädchen am Vier-Wege-Pad ist für die Blende zuständig. In den Halbautomatiken steuern beide Drehelemente den jeweils zu konfigurierenden Parameter, in der Programmautomatik verschieben sie die Balance zwischen Blende und Belichtungszeit.

Außerdem ist auch eine Automatik an Bord, die das Geschehen vor dem Objektiv analysiert und selbsttätig das dazu passende Motivprogramm auswählt. Wer möchte, kann die Motivprogramme auch händisch auswählen. Es stehen insgesamt 15 Stück zur Verfügung. Darunter finden sich in erster Linie Standards wie Landschaft, Portrait und Feuerwerk. Außerdem ist noch ein Feature namens Tonbild an Bord, das zum Foto einen kurzen Audioclip aufnimmt. Wie das dann konkret aussieht, haben wir bereits an anderer Stelle erklärt.

Ein Druck auf die
Ein Druck auf die „Fn“-Taste ruft das sogenannte Smart Panel auf, das die wichtigsten Aufnahmeparameter bereit hält.

Für Panoramafans gibt es eine Funktion, die nach einem Schwenk mit der Kamera über das Motiv automatisch ein Ultrabreitbild zusammenrechnet. Das funktioniert in der Praxis recht gut, allerdings bewegt sich die Auflösung der Panorama-Bilder im Bereich um die 7 Megapixel. Die Qualität ist für Facebook & Co. ganz in Ordnung, eine Fototapete kann man mit den Aufnahmen beileibe nicht ausdrucken.

Ebenfalls eher für Facebook geeignet sind die sogenannten Magic-Rahmen, mit denen sich der Fotografierte beispielsweise in Schwarzweiß in einen Retro-Fernseher oder auf ein an einer Wäscheleine aufgehängtes T-Shirt verpflanzen lässt. Außerdem sind noch eine Reihe von Smart Filtern an Bord, die sich zum kreativen Spielen oder zum Aufpeppen langweiliger Fotos eignen. Zur Auswahl stehen Vignettierung, Miniatur, Fischauge, Skizze, Anti-Nebel, Halbton, Soft-Fokus, Antik-Film 1, Antik-Film 2 und Negativ. Etwas dezenter gehen die diversen Fotofilter zu Werke, die sich unter dem Punkt Bildassistent vereinen. Hier finden sich neben Farbprofilen wie Lebhaft, Retro, Kühl und Natur auch drei benutzerdefinierte Slots, in denen der Anwender selbst Werte für Farbe, Sättigung, Schärfe und Kontrast festlegen kann.

Die Samsung NX200 bietet eine Belichtungsreihenfunktion, die leider nur maximal drei Aufnahmen umfasst. Immerhin lässt sich der Umfang in Drittelblendenstunden auf bis zu plus und minus drei Lichtwerte einstellen. Darüber hinaus gibt es auch Fotoserienfunktionen für Weißabgleich und Bildeffekte. Eine HDR-Automatik bietet die NX200 übrigens nicht. Dafür hat die Kamera ein Feature namens Smart Range an Bord, das den Kontrast verbessern soll. Der Effekt ist allerdings eher subtil.

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