Leistung

Im Großen und Ganzen ist die Samsung NX200 recht flott unterwegs, offenbart hier leider aber ein paar Schwächen. So kommt sie nur vergleichsweise langsam in die Puschen: Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto im Kasten ist, vergehen etwa 1,6 Sekunden. Auch die Verschnaufpausen zwischen den Fotos fallen recht lang aus: Im JPEG-Modus sind es 1,3 Sekunden. Auch bei der Wiedergabe von Aufnahmen – insbesondere von RAW+JPEG-Bildern – wirkt das Menü träge.

Um bei optimalen Lichtverhältnissen scharfzustellen und ein Foto einzufangen, benötigt die Samsung NX200 0,3 Sekunden. Im Zwielicht verschlechtert sich die Auslöseverzögerung auf 0,6 Sekunden. Das sind beides recht ordentliche, aber nicht herausragende Werte.

Die Samsung NX200 schafft im Serienbildmodus Kont. hoch 6,9 Fotos mit voller Auflösung pro Sekunde. Allerdings laufen die Pufferspeicher bereits nach elf Fotos voll – also nach weniger als zwei Sekunden. Mit der Einstellung Kont. niedrig sind drei Aufnahmen pro Sekunde drin, womit sich dann auch ein längerer Zeitraum überbrücken lässt. Wer sich dagegen höhere Geschwindigkeiten wünscht, muss auf Auflösung verzichten: Die Einstellung Burst-Signal stemmt bis zu 30 fps – mit immerhin noch 5 Megapixeln. Wie die allermeisten Kameras ohne Spiegelkasten eignet sich jedoch auch die NX200 nur eingeschränkt für Serienbildaufnahmen. Denn sie bietet kein Live-Fenster auf das Motiv, sondern zeigt stattdessen im Foto-Dauerfeuer immer nur das zuletzt geschossene Bild an. Das macht es sehr schwer, schnell bewegte Motive zuverlässig im Visier zu behalten.

Bildqualität

Die Samsung NX200 beschert uns bei der Bildqualität eine positive Überraschung. Die Kamera liefert bis einschließlich ISO 1600 noch sehr brauchbare Ergebnisse. Bis einschließlich ISO 400 gelingen die Aufnahmen sehr sauber, und man muss hier schon genau hinsehen, wenn man Artefakte entdecken möchte. Ab ISO 3200 lässt die Bildqualität dann deutlich nach – das Farbrauschen auf den JPEG-Bildern nimmt ab hier sprunghaft zu und verstärkt sich bei ISO 6400 weiter. ISO 12.800 schließlich eignet sich nur noch für Notfälle.

Wer den Umweg über das Rohdatenformat geht, kann aus den Fotos in puncto Bildrauschen gut eine Blende herausholen. Ein paar Handgriffe in Adobe Camera RAW reichen aus, um mit ISO 3200 noch ansehnliche Ergebnisse zu produzieren. Bei ISO 6400 ist dann aber auch die Geduld der RAW-Bilder erschöpft, und die Qualität lässt merklich nach.

Bei der Farbwiedergabe schlägt sich die Samsung NX200 sehr gut. Die Fotos sehen hell und lebendig aus und liegen recht nah an der Realität, sind jedoch wie bei vielen Kameras in dieser Klasse etwas zu stark gesättigt. Der Bildsensor kommt auch mit hellen und sehr intensiven Farben gut klar, allerdings scheitert hier die JPEG-Umwandlung, und es kommt zu Detailverlusten. Der Umweg über das RAW-Format hilft hier weiter. Die Belichtungsautomatik leistet zuverlässig gute Dienste. Mehr Details zur Bildqualität und massig Testaufnahmen gibt es in der folgenden Fotostrecke.

An der Videoqualität dürften die meisten Hobbyvideografen nichts auszusetzen haben – jedenfalls bei guten Lichtverhältnissen. Hier gelingen die Aufnahmen scharf, hell und satt. Moiré-, Aliasing- und Rolling-Shutter-Effekte halten sich recht gut in Grenzen. Bei schlechten Lichtverhältnissen bricht die Qualität allerdings deutlich ein, hier haben die Clips insbesondere mit einem sehr geringen Tonwertumfang zu kämpfen. Der Klang, den das Stereo-Mikrofon liefert, ist ordentlich.

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