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Fujifilm X-Pro1 im Test: "Leica für Arme" mit gigantischer Bildqualität

Fazit

Am Ende steht also die Frage: Für wen ist diese Kamera gemacht? Denn zwar liefert die X-Pro1 eine professionelle Bildqualität ab, die Hochzeits- und Portrait-Fotografen begeistern dürfte. Doch wer regelmäßig große Mengen Fotos verarbeitet, wird vorerst noch Probleme haben, die Digicam mangels breit verfügbarer RAW-Unterstützung in seinen Workflow zu integrieren. Außerdem bräuchte man für ein Hochzeits-Shooting schon einen ganzen Sack voll Ersatzakkus.

So kommen wir schließlich zurück zur Fujifilm X-Pro1 als „Leica für Arme“. Das ist unterm Strich sicherlich nicht die Schlechteste aller Varianten – insbesondere wenn es noch einen Adapter für Leicas M-Mount gäbe. Auf der anderen Seite sieht sich der anspruchsvolle und gut betuchte Amateur inzwischen einer breiten Vielfalt gegenüber. Im Punkt Bildqualität steht die X-Pro1 sicherlich ganz weit oben, in anderen Disziplinen sieht es weniger rosig aus.

Aufnahmegeschwindigkeit (in Sekunden)
(kürzere Balken bedeuten bessere Leistung)
Zeit bis zur ersten Aufnahme   
Zeit zwischen zwei Aufnahmen (RAW)   
Zeit zwischen zwei Aufnahmen (JPEG)   
Auslöse- verzögerung (Zwielicht)   
Auslöse- verzögerung (Tageslicht)   
Sony Alpha NEX-7
0.9 
0.9 
0.6 
0.5 
0.2 
Canon EOS 60D
0.2 
0.6 
0.5 
0.5 
0.3 
Sony Alpha SLT-A77V
0.5 
0.6 
0.6 
0.6 
0.3 
Olympus PEN E-P3
0.6 
0.8 
0.7 
0.6 
0.3 
Sony Alpha NEX-5N
1.2 
1.1 
1 
0.6 
0.3 
Fujifilm X-Pro1
1 
1.5 
1.4 
0.8 
0.5 

Serienbildgeschwindigkeit (in Fotos pro Sekunde)
(längere Balken bedeuten bessere Leistung)
Fujifilm X-Pro1
5.2 

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CNET.de Redaktion

View Comments

  • Headline
    Kurze Anmerkung zum Stil und Ton:

    Jemand der 2200 Euro für eine Kamera aufbringen kann, würde ich nicht als arm bezeichnen. Zudem solltet ihr, auch wenn es verlockend - reißerisch ist, solche Headlines zu vergeben, diese überdenken. Ganz besonders deshalb, weil wirklich mittellose Menschen dadurch diskriminiert werden. Auch wenn diese Leute hier nur indirekt geimeint sind.

    LG
    HB

    • AW: Headline
      Hallo Herr Bröd,

      vielen Dank für Ihre konstruktive Kritik. Es lag natürlich keineswegs in unserer Absicht, mittellose Menschen mit unserer Headline zu diskriminieren oder zu verletzen. Im Gegensatz zu den Leica-Kameras, die gut und gerne das Zwei- bis Dreifache kosten, ist die Fujifilm X-Pro1 aber eben eine vergleichsweise günstige Alternative, wenn es denn unbedingt eine Kamera in diesem Stil sein soll. Daher bitten wir, die salopp formulierte Überschrift in diese Relation zu setzen und nicht verletztend zu sehen.

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

  • Fehler in der Tabelle
    Für die NX200 gibt es (leider) keinen elektronischen Sucher...

    • AW: Fehler in der Tabelle
      Hallo,

      vielen Dank für den Hinweis, das ist natürlich korrekt. Ich habe den Fehler korrigiert.

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

    • AW: Fehler
      Hallo Jan,

      vielen Dank für den Hinweis, ich habe den Bericht entsprechend korrigiert.

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

  • Hilfreicher Test
    Ein sehr hilfreicher Test, der mich allerdings in der Überzeugung bestärkt hat, daß die X-Pro1 noch kein DSLR-Ersatz ist. Als verwöhnter D700'er erwarte ich in diesem Preissegment einen abgedichteten Body und eine Autofokus-Geschwindigkeit auf DSLR-Niveau.

  • Fuji X Pro 1
    Es wäre sinnvoll, den Verkaufspreis einer Kamera aus Ihren Bewertungen herauszulassen bzw sollte der Preis nicht Wertungssachverhalt sein. Wenn jemand sich für eine Kamera wie Leica oder Fuji X PRO 1 entscheidet, dann ist ein hoher Preis stillschweigend akzeptiert wie wenn jemand einen Ferrari kauft. Sinnlos, nun deswegen Bewertungsabschläge zu machen. Wer das Geld für ein Spitzenprodukt ausgeben will, der hat ja den Preis im Vorwege akzeptiert. Der monetär begründete Bewertungsabschlag beeinträchtigt lediglich die Plausibilität der Leistungsbewertung.

  • Leica
    technisch gesehen ist die Leica so was wie ein BildröhrenFernseh.Manche erkennen eben die Zukunft zu Spät.

    • AW: Leica
      Was letztlich zählt ist das Bildergebnis und da ist Leica nicht nur bei der Optik so weit vor der japanischen Konkurrenz, daß diese noch jahrelang üben muß, um den Vorsprung einzuholen. Mechanik bei Canon - schauerlich; die klappern ja schon im Laden. Aussage eines Canonvertreters in Berlin: Bei Sonne wandert der Fokuspunkt wegen der Objektiverwärmung. Um dies zu vermeiden müsse man eben aus dem Schatten heraus fotografieren. Service für Cameras wird bei Canon auch bei Proficameras sieben Jahre nach Abkündigung des Modells eingestellt. Professionell sieht anders aus. Ich fotografiere mit Leica M3, M5, Canon EOS 20 D und EOS-1 N (leider inzwischen defekt und kein Service mehr). Bis auf ein einziges Objektiv setze ich inzwischen wegen mangelnder Qualität bezüglich Schärfe und Farbwiedergabe nur noch adaptierte Leica-R Objektive an der Canon ein. Autofocus brauche ich nicht und ein dreißig Jahre altes R-Objektiv sticht locker jedes neue Canon Objektiv aus.

      • Eine absurde Meinungsansammlung. Schau Dir mal an, womit die Fotografen im Dschungel, Krieg, am Speilfeldrand oder in Berlin fotografieren: Canon & Nikon...aber klar, alle keine Ahnung!

  • Fuji x pro 1
    Eine Fuji x pro 1 - ist n i c h t mit einer Leica M - Mess-Sucherkamera vergleichbar
    Die meisten User können mit einer Mess-Sucherkamera nicht umgehen
    R.Sieder
    fotografiere mit Leice M 6 - 7 - 8

  • X1-Pro vs. M9
    Hallo Herr Grunin, hallo Herr Möllenhoff,

    wieso erwähnen Sie so oft die Leica M9, stellen sie aber der X1-Pro kein bisschen gegenüber? Stattdessen vergleichen Sie die X1-Pro mit Kameras, die vom Konzept her ziemlich weit auseinander liegen und noch nicht mal einen optischen Sucher haben. Das macht keinen Sinn.

    Desweiteren würde mich interessieren, ob der Fokusring wieder nur ein "drive-by-wire" Konzept wie bei der X100 besitzt oder ob jetzt endlich eine mechanische Verbindung zu den Linsen besteht.

    Wie ist die Akkulaufzeit im Vergleich zur X100? Bei der X100 komme ich sehr weit mit einem Akku (weit >1000 Fotos). Ich halte die Kamera aber größtenteils am Auge mit dem fantastischen und sehr hellen optischen Sucher. Das macht den meisten Spaß (insbesondere bei schlechten Lichtbedingungen) und senkt den Energieverbrauch, weil sich das Display dabei abschaltet.

    Viele Grüße
    Peter F.

  • X-Pro 1 Vergleich mit Leica M9
    Hallo,

    es ist erstaunlich, dass immer wieder die X-Pro 1 mit einer M9 verglichen wird. Schon alleine die Tatsache, dass es sich bei der Fuji um alles andere als eine Messucherkamera handelt lässt diesen Vergleich in Sinnlosigkeit verpuffen. Ausssagen wie "Leica für Arme" verlieren in diesen Zusammenhang jegliche Seriösität...

    Lediglich der Stil und das Bedienkonzept erinnern
    an die alten Tage der Fotografie. Und das ist auch gut so!
    Aktuelle System- u. DSLR-Kameras sind überladen mit
    Funktionen und Programmen sodas es am Ende schwer
    fällt sich auf das eigentliche Motiv zu konzentrieren. Mal
    ganz zu schweigen von den dreifach belegbaren Knöpfen
    und schaltern etc. ... Diese Kameras erinnern mittlerweile eher an teure Spielzeuge und Gadgets..
    Und genau an der Stelle setzt Fujis
    Konzept an. Es redutziert auf das Notwendige! Sicherlich
    ist so etwas nicht Jerdemanns Sache. Aber der Erfolg
    der X100, X10 und der X-Pro 1 sprechen eindeutig ihre
    eigene Sprache! Fuji beweist, dass niemand einen
    fünfstelligen Betrag investieren muss um Freude an
    purer Fotografie geniessen zu dürfen!

    Keine momentan erhältliche Kamera ist perfekt. Das sollte
    jedem bewusst sein der sich für eine Neuanschaffung
    entschieden hat. Die Stärken der jeweiligen Kamera sollten
    zum Profil und Anspruch des Fotografen passen. Und man
    sollte ein positives Gefühl haben sobald man seine Kamera
    in der Hand hält. Sie soll einen motivieren rauszugehen und
    sich auf das konzentrieren worauf es ankommt: Fotografieren!

    Ich persönlich habe meine Canon DSLR-Ausrüstung aufgegeben
    und bin auf die X-Pro 1 umgestigen. Und ich bin mit dieser
    Entscheidung mehr als glücklich. Wer auch immer jetzt
    meint mich als Fuji-Fanboy zu bezeichnen der soll es
    meinetwegen tun. Dann muss er aber auch wirklich jeden
    so bezeichnen der von seinem erstandenen Produkt
    überzeugt ist...

    In diesem Sinne
    TimoB

  • X-Pro1
    Sehr geehrte Frau Grunin, sehr geehrter Herr Möllenhoff,

    Als gut verdienender Freiberufler kann man mich nicht zu den Armen zählen. Trotzdem habe ich es mir erlaubt eine
    sogenannte "Leica für Arme" zu kaufen. In der stillen Hoffnung sie keinem Bedürftigen weggeschnappt zu haben,
    verbleibe ich mit freundlichen Grüßen,

    Fritz.

    • Ich habe mir in 2016 eine X-Pro1 gekauft und nutze die Kamera mit Nikkor Ai Objektiven. Die Kamera verfügt weder über Wifi noch über Touchscreen. Fokussiert werden kann über den elektronischen Sucher, aber meistens schätze ich die Entfernung ab und stelle sie am Objektiv ein. Blende wähle ich am Objektiv. Das Herausstellungsmerkmal dieser Kamera ist der optische Sucher. Anders als mit anderen spiegellosen Kameras lassen sich mit der Fuji über 1000 Bilder mit einer Batterie machen, wenn auf den elektronischen Sucher verzichtet wird. Der Titel passt, finde ich. Die X-Pro1 ist gebraucht für ein paar Hundert Euro zu haben. Im Handling und in der Bildqualität merke ich den Unterschied zur Leica M9 nicht. Einschränkung, diese Aussage bezieht sich auf die Weise wie ich fotografiere, insbesondere auf den Verzicht über den Sucher zu fokussieren. Im letzteren Punkt liegt die Leica dann doch vorn.

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