Leistung

Die Canon IXUS 125 HS legt in Sachen Geschwindigkeit eine etwas durchwachsene Leistung hin. Um bei optimalen Bedingungen auf das Motiv zu fokussieren und das Bild einzufangen, benötigt die Kamera recht flotte 0,3 Sekunden. Im Zwielicht verschlechtert sich die Auslöseverzögerung auf immer noch sehr ordentliche 0,6 Sekunden.

Dennoch: Die Auszeiten zwischen zwei aufeinanderfolgenden Aufnahmen sind mit 2,2 Sekunden ohne und 3,6 Sekunden mit Blitz ziemlich zäh. Dafür ist die Kamera einigermaßen schnell Einsatzbereit: Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto im Kasten ist, vergehen 1,5 Sekunden.

Im Serienbildmodus hinkt die IXUS 125 HS mit maximale 2,1 Fotos pro Sekunde bei maximaler Auflösung etwas hinter der Konkurrenz hinterher. Dafür laufen die Pufferspeicher bei den teilweise über 10 fps schnellen Marktbegleitern oftmals schon nach einer Sekunde voll. Die Canon-Digicam knipst so lange, bis die Speicherkarte voll ist, oder der Fotograf den Finger vom Auslöser nimmt. Auch eine Zwangspause nach dem Serienbildgewitter zum Verarbeiten der Fotos gibt es hier nicht. Wenn es unbedingt schneller sein muss, gibt es noch einen 5,8 fps schnellen Serienbildmodus, der die Auflösung allerdings auf 4 Megapixel reduziert. Für Facebook & Co. oder kleine Abzüge reicht die Qualität noch aus. In beiden Serienbildmodi sind Fokus und Belichtung übrigens mit dem ersten Foto festgelegt. Ändern sich während des Dauerfeuers die Aufnahmebedingungen deutlich, etwa die Distanz zwischen Fotograf und Motiv, so misslingt ein Teil der Bilder.

Bildqualität

Für ihre Preisklasse bietet die Canon IXUS 125 HS eine sehr gute bis ausgezeichnete Bildqualität. Die mit 16 Megapixeln sehr hohe Auflösung nutzt allerdings eher der Marketing-Abteilung des Herstellers als dem Fotografen. Aber wer die Aufnahmen nicht gerade in 100-prozentiger Vergrößerung betrachtet, sollte mit den Ergebnissen zufrieden sein. Die Aufnahmen eignen sich am besten fürs Internet oder für Abzüge kleiner DIN A4. Unter optimalen Verhältnissen geschossene Bilder sehen aber auch im 45-mal-30-Zentimeter-Format noch gut aus.

Wie bei den allermeisten Kompaktkameras gilt auch hier: Je mehr Licht, desto besser. Nachdem die Canon IXUS 125 HS auch bei ISO 800 noch recht ordentliche Fotos liefert, eignet sie sich auch recht gut für Aufnahmen in geschlossenen Räumen oder bei Dämmerung. Die Aufnahmen bei hohen ISO-Werten verlieren zwar deutlich an Schärfe, gehen für kleine Formate aber noch in Ordnung – und zeigen deutlich, dass die Smartphones den dedizierten Kameras eben immer noch nicht das Wasser reichen können. Nur von ISO 3200 sollte man lieber komplett die Finger lassen.

Die Fotos bringen lebendige und strahlende Farben mit, wirken gleichzeitig aber nicht unnatürlich. Die Belichtungsautomatik liefert zuverlässig gute Dienste. Wie praktisch alle Kompaktkameras hat jedoch auch die IXUS 125 HS bei konstrastreichen Motiven mit überbelichteten Bildbereichen zu kämpfen. Im Gegensatz zu anderen mit BSI-CMOS-Sensoren ausgestatteten Kameras verfügt dieses Modell nicht über eine HDR-Automatik, die mehrere mit unterschiedlichen Helligkeiten geschossene Fotos miteinander kombiniert, um den Dynamikbereich zu verbessern. Mehr Details zur Bildqualität sowie eine Reihe von Testfotos gibt es in der folgenden Fotostrecke.

Die Videoqualität hat sich gegenüber der Vorgängerin deutlich verbessert. Zwar sorgen Kameraschwenks nach wie vor für Ruckler, und schnell bewegte Motive sorgen für Geisterbilder. Doch die Aufnahmen sehen auch auf großen HD-Fernsehern noch ordentlich aus und machen auf dem Rechner oder mobilen Endgeräten definitiv eine gute Figur. Erfreulicherweise steht während des Filmens nun auch der optische Zoom zur Verfügung, wenngleich der Objektivmotor beim Verändern der Brennweite leicht auf den Aufnahmen zu hören ist. Neben Full-HD-Videos fängt die Kamera auch Zeitlupen-Aufnahmen mit wahlweise 120 oder 240 fps ein. Die Auflösung ist hierbei dann allerdings auf 640 mal 480 beziehungsweise 320 mal 240 Pixel reduziert.

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