Nikon D3200 ausprobiert: Einsteiger-DSLR mit 24 Megapixeln und Draht zum Handy

Einsteigerfreundlich mit dem Guide-Mode

Klar, jeder möchte mit seiner Kamera tolle Fotos schießen. Wie alle DSLRs bietet auch die Nikon D3200 das nötige Werkzeug, damit das auch unter schwierigen Bedingungen gelingt – man muss nur wissen, wie. Um Anfängern den Einstieg zu erleichtern, bietet die Spiegelreflex den von den Vorgängerinnen D3000 und D3100 bekannten Guide-Modus. Dabei handelt es sich um eine durchdachte Hilfefunktion, die nicht nur beim Schießen von ansehnlichen Bildern hilft, sondern dem Fotografen gleichzeitig auch verständlich macht, wieso die Fotos jetzt gut gelingen.

Unterm Strich wählt der Fotograf einfach aus, was er für ein Bild schießen möchte. Anschließend erklärt die Guide-Funktion, welche Anpassungen dafür erforderlich sind und ruft die entsprechenden Einstellungen auf. Während der Fotograf die Parameter anpasst, zeigt ein kleines Beispielbildchen, wie sich die Änderungen auf das Ergebnis auswirken. Möchte man also etwa die Rottöne in einem Sonnenuntergang betonen, gibt die entsprechende Option den Tipp, dazu den Weißabgleich anzupassen – und präsentiert dem Fotografen den passenden Dialog. Das Vorschau-Bildchen zeigt die Veränderungen leider nicht anhand des Motives vor der Kamera an, sondern anhand eines von Nikon vorinstallierten Bilds.


Der Guide-Modus erklärt dem Fotografen erst, worauf es bei einer bestimmten Aufnahmesituation ankommt (links) und führt ihn dann zu den entsprechenden Aufnahmeparametern (rechts).

Das Guide-Feature bietet außerdem beispielsweise auch Hilfestellungen für dunkle, stimmungsvolle Fotos, für unscharfe Hintergründe oder für das Einfrieren von schnellen Action-Motiven. Ausgefallen ist eine Option fürs Ablichten von schlafenden Babys, die alle Lichteffekte und Geräusche der Kamera aufs absolute Minimum beschränkt.

Aperture-App

Die Nikon D3200 gehört – zusammen mit Samsungs neuem NX-Trio – zu den ersten Wechselobjektiv-Kameras, die sich mit einem Handy verbinden. Im Gegensatz zu den Samsung-Digicams bringt die D3200 allerdings kein WLAN-Modul mit. Das muss der Fotograf erst noch dazukaufen. Ist das geschehen, dient das Smartphone dafür als drahtloser Sucher. Die geschossenen Fotos lassen sich anschließend auf Facebook hochladen oder per E-Mail verschicken. Apropos Fotos: Videos lassen sich mit der App leider derzeit noch nicht starten. Außerdem funktioniert die Smartphone-Fernsteuerung bis auf weiteres nur mit Android. Eine iPhone-Version ist erst für kommenden Herbst geplant.

Video: Full-HD-Video mit Autofokus

Abgesehen von der mangelnden Unterstützung durch die Remote-App ist die Nikon D3200 im Videomodus aber durchaus gut unterwegs. Sie fängt Bewegtbild-Aufnahmen mit maximal 1920 mal 1080 Pixeln bei wahlweise 30, 25 oder 24 Vollbildern pro Sekunde ein. Wer sich mit 720p zufrieden gibt, wird mit 60 respektive 50 Bildern pro Sekunde belohnt. Als Codec kommt H.264/MPEG-4 zum Einsatz. Um den Ton kümmert sich wahlweise das integrierte Mono-Mikrofon oder ein externes Mikrofon, das am entsprechenden Klinkenport angeschlossen ist. Die Länge der Aufnahmen ist auf 20 Minuten beschränkt. Nach erfolgter Aufnahme bietet die D3200 noch ein paar rudimentäre Videoschnitt-Möglichkeiten.

Ausblick

In Sachen Gehäuse ist die Nikon D3200 zwar vergleichsweise leicht, doch in puncto Ausstattung kommt sie durchaus schwergewichtig daher. Dennoch macht sie es auch Einsteigern leicht, den Überblick zu behalten: Der integrierte Fotokurs ist gelungen und erklärt Anfängern die wichtigsten fotografischen Prinzipien spielerisch. Wir warten gespannt auf ein finales Testgerät.

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