Nikon D4 im Vorab-Test: Profi-DSLR mit ISO 204.800 und 16,2-Megapixel-Vollformat-Chip

Bildqualität

Wie man es von einer professionellen Spiegelreflexkamera dieses Kalibers erwarten darf, liefert die Nikon D4 makellose Fotos. Der native ISO-Bereich beginnt bei ISO 100 und endet bei ISO 12.800. Wer den erweiterten Bereich aktiviert, startet bei ISO 50 und erreicht maximal ISO 204.800.

Nicht schön, aber immerhin ein Bild: So sieht ein mit ISO 204.800 geschossenes Foto aus.
Nicht schön, aber immerhin ein Bild: So sieht ein mit ISO 204.800 geschossenes Foto aus.

Die Nikon D4 schlägt sich bei niedrigten und mittleren Empfindlichkeiten hervorragend. Bis einschließlich ISO 1600 liefert die Kamera scharfe und saubere Fotos. Und auch bei steigenden ISO-Werten hält sich besonders das Farbrauschen sehr stark in Grenzen. Wer die Nachtsicht-Fähigkeiten der D3S kennt, wird bei den fünf- und sechsstelligen Empfindlichkeiten keine dramatischen Veränderungen sehen. Die Aufnahmen der D4 wirken einen Hauch weicher und körniger als die der D3S, weisen dafür weniger Farbrauschen auf. Einen Schritt zurück hat Nikon sicherlich nicht gemacht, doch alleine auf Basis der höheren Maximalempfindlichkeit und eines möglicherweise besseren Rauschverhaltens lohnt sich das kostspielige Update auf die D4 nicht.

Die Belichtungsmessung – besonders die verbesserte 3D-Color-Matrixmessung III – liefert zuverlässig präzise Belichtungen. Der Matrixmodus macht Fotografen auch unter schwierigen Bedingungen das Leben leicht und optimiert die Ergebnisse stets auf Gesichter. Die Farbwiedergabe der JPEG-Bilder ist hervorragend, und die Fotos wirken etwas tiefer und dynamischer als die der Nikon D3S.

In dunklen Umgebungen schlägt sich nicht nur der Autofokus hervorragend, sondern auch der Bildsensor. Wie der folgende JPEG-RAW-Vergleich zeigt, weisen die Fotos auch bei hohen ISO-Empfindlichkeiten tiefe, satte Schwarztöne auf.

Oben RAW, unten JPEG: Die kamerainterne JPEG-Verarbeitung bügelt die Bilder etwas glatt, um das Rauschen bei ISO 10.000 einzudämmen. Dafür geht ein wenig Bildschärfe verloren.
Oben RAW, unten JPEG: Die kamerainterne JPEG-Verarbeitung bügelt die Bilder etwas glatt, um das Rauschen bei ISO 10.000 einzudämmen. Dafür geht ein wenig Bildschärfe verloren.

Zusätzlich hat die Nikon D4 eine Reihe zusätzlicher Aufnahmemodi und Extras zu bieten, darunter etwa eine Mehrfachbelichtungsfunktion, eine integrierte Rote-Augen-Korrektur und ein Schwarzweiß-Konvertierungsfeature. Außerdem ist auch eine HDR-Automatik mit von der Partie, die allerdings keine manuelle Umwandlung einer Belichtungsreihe am Rechner ersetzen kann und eher in die Kategorie „Spielzeug“ fällt.

     

Links: 1/30 Sekunde, F2.8, ISO 4000, rechts: 1/200 Sekunde, F2.8, ISO 8000

     

Links: 1/50 Sekunde, F2.8, ISO 160, rechts: 1/200 Sekunde, F6.3, ISO 250

     

Links: 1/3200 Sekunde, F2.8, ISO 100, rechts: 1/80 Sekunde, F4.5, ISO 100

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