Leistung

Die Canon PowerShot SX150 IS ist sehr langsam, was leider für die meisten aktuellen Kameras gilt, die auf AA-Batterien setzen. Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto im Kasten ist, vergehen etwa zwei Sekunden. Zwischen jedem weiteren Foto genehmigt sich die Digicam eine Verschnaufpause von drei Sekunden. Mit zugeschaltetem Blitz verdoppelt sich die Wartezeit.

Um bei optimalen Bedingungen auf das Motiv zu fokussieren und das Foto einzufangen, benötigt die Kamera mindestens 0,5 Sekunden. Bei schlechteren Lichtverhältnissen und niedrigeren Kontrasten verschlechtert sich die Auslöseverzögerung auf 0,8 Sekunden, was sich schon sehr träge anfühlt.

Die SX150 IS bietet zwei verschiedene Serienbildmodi: einer passt den Autofokus nach jedem Foto an, der andere fasst Fokus und Belichtung nach dem ersten Bild nicht mehr. Letzterer ist mit etwa einem Foto pro Sekunde „schneller“ unterwegs, bricht aber auch keine Rekorde. Mit kontinuierlichem Autofokus drosselt die Kamera die Geschwindigkeit auf 0,6 fps. In Verbindung mit der deutlichen Auslöseverzögerung, die dem ersten Bild vorangeht, muss man unterm Strich schon fast hellseherische Fähigkeiten oder viel Glück mitbringen, um Actionfotos einzufangen. Wer viele schnell und unvorhersehbar bewegte Motive fotografiert, sollte sich nach einem anderen Modell umsehen.

Bildqualität

Die gegenüber der Vorgängerin auf 14 Megapixel gesteigerte Auflösung der Canon PowerShot SX150 IS bringt – abgesehen von mehr Bildrauschen – keinen Gewinn. Dennoch: Die Kamera schießt nach wie vor sehr gute Fotos. Wie die meisten Digicams in dieser Preisklasse liefert sie bis ISO 200 die besten Ergebnisse. Bei ISO 400 nehmen Rauschen und Weichzeichnung durch die einsetzende Rauschunterdrückung merklich zu. Die Bilder bei höheren ISO-Empfindlichkeiten eignen sich dann nur noch für kleine Abzüge oder für Facebook und Konsorten. Ab ISO 1600 treten auf den Bildern leichte gelbe Farbflecken auf.

Die SX150 IS liefert sehr schöne Farben. Die Aufnahmen gelingen hell, lebendig und erfreulich realitätsnah. Zwar verlieren sie ab ISO 800 etwas an Sättigung, doch die Entfärbung ist bei weitem nicht so dramatisch wie bei der Konkurrenz. Auch in puncto Belichtung und Weißabgleich liefert die Kamera sehr gute Ergebnisse. Mehr Details zur Fotoqualität und Beispielfotos gibt es in der folgenden Bildergalerie.

In Sachen Videoqualität bewegt sich die Canon PowerShot SX150 IS auf einer Stufe mit HD-Pocket-Camcordern oder besseren Smartphones. Die Clips sind nichts Besonderes und können ausgewachsenen Camcordern keine Konkurrenz machen. Für YouTube & Co. oder fürs gelegentliche Betrachten auf dem HD-Fernseher im Wohnzimmer reichen sie aber aus. Der optische Zoom funktioniert während der Aufnahme und arbeitet erfreulich leise. Er ist nur in sehr ruhigen Umgebungen auf den Clips zu hören.

Fazit

Die Canon PowerShot SX150 IS gehört einer aussterbenden Art an: Sie ist eine kompakte Megazoom-Kamera, die bei der Stromversorgung auf AA-Batterien setzt und Halbautomatiken sowie manuelle Aufnahmemodi bietet. Außerdem ist sie vergleichsweise günstig und bietet eine sehr gute Bildqualität. Allerdings ist die Kamera gnadenlos langsam und eignet sich damit nur für Fotografien, die in erster Linie Gebirgspanoramen und vergleichbar langsame und geduldige Motive ablichten.

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