Ausstattung

Also was sind nun die Unterschiede zwischen dem A5 und dem A5+? Laut Audioengine haben die verschiedenen Versionen der 5+-Serie ein neues Kühlsystem für den Verstärker, und auch an den Anschlussmöglichkeiten sollen die Designer ziemlich herumgespielt haben.

Beim A5 saß auf der Oberseite des linken Lautsprechers ein zusätzlicher 3,5-Millimeter-AUX-Eingang zusammen mit einem USB-Port zum Aufladen von portablen Geräten. Beim A5+ wurde dieser AUX-Eingang wegrationalisiert und der USB-Port auf die Rückseite des linken Lautsprechers verbannt. Gut daran ist, dass das USB-Ladekabel angeschlossen bleiben kann und man es (und eventuell auch das zu ladende Gerät selbst) hinter dem Lautsprecher verstecken kann, so dass nicht immer ein USB-Kabel aus der Oberseite des Lautsprechers schaut. Aber man kann das auch negativ sehen und sagen, dass so ein leichter Zugang (und nebenbei auch noch der zusätzliche AUX-Eingang) verlorengegangen ist; die Oberseite ist eben doch einfacher zu erreichen als die Rückseite. So ist man fast schon „gezwungen“, das Kabel an der Rückseite angeschlossen zu lassen.

Das A5+ bietet einen 3,5-Millimeter-AUX- und einen RCA-Stereo-Eingang sowie einen USB-Ladeanschluss und einen RCA-Stereo-Ausgang (zum Beispiel für Audioengines S8-Subwoofer).

Um es nochmal klar zu sagen: Dieser USB-Port ist ausschließlich zur Stromversorgung gedacht, Dateien lassen sich damit nicht einlesen oder übertragen. Auch die Passtrough-Synchronisierung mit dem Computer ist mit ihm nicht möglich. Aber dennoch kann man dank der Kombination aus USB-Stromversorgung und Audioeingang den iPod oder das iPhone via USB aufladen, während Musik läuft. Und auch wenn das Audioengine 5+ aufgrund dieser ganzen Kabel beim iPod-Dock-verwöhnten Apple-Nutzer vielleicht nicht ganz so gut punkten kann, ist diese Konstellation in Sachen Kompatibilität dennoch viel vielseitiger als ein Dock. Denn so ist es möglich, jedes via USB mit Strom versorgte Endgerät aufzuladen und Musik von ihm abzuspielen, was so ziemlich alle Smartphones oder portablen Media-Player einschließt. Und im Gegensatz zu etlichen anderen USB-Stromquellen haben die Lautsprecher der 5+-Serie sogar genug Power, um auch Tablets aufzuladen – im Test haben wir ein iPad 2 und einen Kindle Fire völlig problemlos betankt.

An der älteren A5-Serie integrierte Audioengine einen voll funktionsfähigen Netzausgang an der Rückseite des linken Lautsprechers. Das Unternehmen brüstete sich mit der Tatsache, dass man einen Apple AirPort Express direkt an diesen Netzausgang anschließen und die Lautsprecher so mittels Apples AirPlay-Features in einen iTunes-Streamer verwandeln konnte. Natürlich versorgte dieser Ausgang auch jede beliebige andere Audioquelle mit Strom, beispielsweise einen Sonos-oder Squeezebox-Streamer oder einen CD-Player. Dieser Ausgang gehört wie gesagt ebenfalls der Vergangenheit an – aber wahrscheinlich werden ihm sowieso nicht all zu viele Anwender hinterhertrauern.

Aus Ausgleich für den eliminierten Netzausgang bietet das Audioengine 5+ einen zweiten Satz Composite-Eingänge (die Kabel werden mitgeliefert) sowie einen Satz Ausgänge für Anschluss und Ansteuerung eines Subwoofers.

Aber Achtung: Ein Hin- und Herschalten zwischen den Eingängen ist nicht möglich; alle sind ständig aktiv. Abhängig von den Vorlieben des Anwenders ist das praktisch oder nervig: Einerseits kann man so Musik vom iPod abspielen und ist dennoch in der Lage, Benachrichtigung und Warntöne vom Computer wahrzunehmen, aber andererseits muss man dann auch die eine Audioquelle auf lautlos stellen, damit sie nicht in die Wiedergabe der anderen hineinfunkt.

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