Geschwindigkeit

Die Canon IXUS 500 HS bietet eine recht flotte Leistung. Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto im Kasten ist, vergehen 2,1 Sekunden. Zwischen jeder weiteren Aufnahme genehmigt sich die Kamera eine Verschnaufpause von 1,9 Sekunden. Mit zugeschaltetem Blitz verschlechtert sich der Wert auf 3,2 Sekunden.

Um bei idealen Bedingungen auf das Motiv zu fokussieren und das Bild einzufangen, benötigt die IXUS 500 HS flotte 0,3 Sekunden. Im Zwielicht steigt die Auslöseverzögerung auf immer noch sehr ordentliche 0,6 Sekunden an.

Der Serienbildmodus schafft im Test 2,8 Bilder pro Sekunde bei voller Auflösung. Allerdings passt die Kamera Belichtung und Fokus nach dem ersten geschossenen Foto nicht mehr an. Verändern sich also während der Serienbildaufnahme die Bedingungen, so misslingt ein Teil der Aufnahmen.

Bildqualität

Unterm Strich ist die Bildqualität der Canon IXUS 500 HS gut bis sehr gut. Doch angesichts dessen, was wir von anderen IXUS-Modellen der HS-Serie gewohnt sind, enttäuscht die Kompakte. Selbst bei den niedrigsten ISO-Empfindlichkeiten sehen die Motive weich und verrauscht aus, wenn man die Bilder vergrößert betrachtet. Damit bietet die 10-Megapixel-Auflösung leider nicht besonders viel Raum für Ausschnittsvergrößerungen. Ab ISO 400 nimmt die Bildqualität deutlich ab – insbesondere die Details verwaschen zunehmend. Immerhin: Bis ISO 800 bleiben die Farben auf einem konstant guten Niveau. Dennoch eignet sich die Kamera nur eingeschränkt für Aufnahmen in geschlossenen Räumen oder unter schlechten Lichtverhältnissen.

Bei ISO 1600 und 3200 vernichten Rauschen und Rauschunterdrückung feine Details fast vollständig. Die Aufnahmen wirken weich, verschmiert und sind von gelben Farbflecken übersät. Unterm Strich eignet sich die Canon IXUS 500 HS am besten für Aufnahmen bei Tageslicht. Wer die Bilder dann nur auf Faebook & Co. hochladen oder in kleinen Formaten abziehen möchte, wird kaum etwas zu meckern haben.

Dennoch: Woher kommt diese eher enttäuschende Bildqualität? Schließlich hätten wir bei einem 1/2,3 Zoll großen Sensor mit 10 Megapixeln vergleichsweise große Bildpunkte erwartet, die wiederum für eine bessere Qualität sorgen sollten. Der Grund ist einfach: Der Bildsensor in der IXUS 500 HS löst 16 und nicht 10 Megapixel auf. Um das 12-fach-Zoom-Objektiv so kompakt zu bauen, musste Canon allerdings ein Stück vom Bildkreis opfern, und damit belichtet die Optik lediglich einen Bereich im Inneren des Sensors.

Das zeigt auch der Vergleich zwischen Realbrennweite und Kleinbildäquivalent-Brennweite im Datenblatt. Die Canon IXUS 500 HS kommt hier auf einen Vergrößerungsfaktor von 7, ihre 16-Megapixel-Schwester IXUS 125 HS auf 5,6. Damit entspricht die Pixelgröße der IXUS 500 HS leider nicht der eines 1/2,3-Zoll-Sensors mit 10 Megapixeln, sondern der eines 1/3-Zoll-Sensors mit 10 Megapixeln. Und da bewegt man sich in dem Bereich, in dem sich auch bessere Kamera-Smartphones ansiedeln – und genau hier sortiert sich die 500 HS auch bei der Bildqualität ein. Schade.

Die Videoqualität der Canon IXUS 500 HS bewegt sich auf einem Niveau mit einfachen HD-Pocket-Camcordern oder besseren Smartphones. Für YouTube und Konsorten oder fürs gelegentliche Betrachten auf dem Fernseher reichen die Clips aus. Allerdings sorgen flotte Schwenks für Ruckeln, und schnell bewegte Objekte ziehen Geisterbilder hinter sich her. Der optische Zoom steht auch während der Videoaufnahme zur Verfügung. Allerdings ist – besonders bei niedrigem Umgebungslärm – der Motor des Objektivs auf den Aufnahmen zu hören.

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