Asus PadFone im Vorab-Test: Android-Smartphone mit Tablet-Dock und Ansteck-Tastatur

Die PadFone Station ist mit 724 Gramm alles andere als ein Leichtgewicht. In Verbindung mit den 129 Gramm des PadFone hält der Anwender dann jedes Mal 853 Gramm in den Händen, wenn er ein Buch lesen oder im Internet surfen möchte. Zum Vergleich: Das neue iPad 3 wiegt in der Mobil-Internet-Version 662 Gramm, das Samsung Galaxy Tab 2 10.1 bringt es auf 588 Gramm. Unsere Arme haben sich auf jeden Fall mit der Zeit nach einem leichteren Gerät gesehnt.

Wer das PadFone schließlich mit dem Tablet-Dock und dem PadFone Station Dock zu einem Notebook macht, muss noch einmal 646 Gramm aufschlagen. Und damit bewegt man sich dann bereits in Sphären, in denen auch ausgewachsene Notebooks hausen – gewichtstechnisch, nicht in Sachen Leistung. Denn ein Android-Smartphone hat in Sachen Leistung einfach noch nicht so viel zu bieten. Wer außerdem Smartphone und Notebook einzeln kauft und mitschleppt, hat unterm Strich vermutlich sogar auch weniger zu schleppen – muss allerdings wohl auch mehr Geld auf den Tisch legen, als für Smartphone mitsamt der zwei Docks fällig werden. Hier bewegt man sich bei etwa 700 bis 850 Euro.

Immerhin: Die Tastatur bietet gegenüber der virtuellen Klaviatur auf dem Tablet-Display deutliche Vorteile. Allerdings ist sie vom Optimus dennoch weit entfernt. So lässt sich beispielsweise der Bildschirm nicht besonders weit nach hinten kippen – der maximale Winkel liegt bei gerade einmal 100 Grad. Das kann je nach Sitzposition schon für Unmut sorgen – auf dem Sofa fläzen geht gut, im Flugzeug guckt man schon recht schräg von oben auf die Anzeige. Außerdem berühren wir beim Tippen immer wieder versehentlich das Touchpad mit den Handgelenken. Nachdem dann der Cursor irgendwo durchs Bild geschoben wird, sind häufige Tippfehler und eine Laune im freien Fall die Folgen. Immerhin: Wer längere Texte tippen möchte, kann das Touchpad auch vorher deaktivieren.

Ausstattung

Das Asus PadFone verwandelt sich mittels PadFone Station in ein Tablet und via PadFone Station Dock schließlich in ein Notebook. Wir fühlen uns zwangsläufigerweise an Motorolas Atrix erinnert. Im Gegensatz zu Motorola setzt Asus allerdings nicht auf ein eigenes Betriebssystem für den Tablet-Betrieb (hier: Webtop OS), sondern setzt vollständig auf die Flexibilität, die Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) bietet.

Im Einzelbetrieb ist das PadFone ein ganz normales Mobiltelefon mit Android 4.0. Nach dem Einstecken in die PadFone Station schaltet das Betriebssystem auf die Tablet-Version um. Das Einstecken des PadFone in die PadFone Station ist einfach: Man zielt mit dem Smartphone auf die Stecker und drückt so lange, bis ein Klicken ertönt. Nachdem die PadFone Station selbst keine rückseitige Kamera mitbringt, gibt es in dem Einschub für das PadFone ein kleines Loch, durch das die Linse der 8-Megapixel-Digicam guckt. Übrigens wollte Asus bislang keine Angaben dazu machen, ob zukünftige Smartphones mit dem Tablet-Dock zusammenarbeiten werden.

Die Abdeckung für das PadFone weist zwei Löcher auf: eines für die Kamera und eines für den LED-Blitz.
Die Abdeckung für das PadFone weist zwei Löcher auf: eines für die Kamera und eines für den LED-Blitz.

Neben der 8-Megapixel-Kamera verfügt das PadFone auf der Vorderseite über eine VGA-Webcam. Sobald das Smartphone in dem Tablet eingedockt ist, wird diese deaktiviert. Für Videotelefonate bietet die PadFone Station praktischerweise eine eigene 1,3-Megapixel-Kamera oberhalb des Displays.

Der Übergang zwischen der Smartphone- und der Tablet-Version von Android 4.0 geschieht weitgehend nahtlos. Aber auch nur weitgehend. Während die Standard-Apps beim Umschalten keine Probleme machen und einfach weiterlaufen, gibt es bei exotischeren Anwendungen gelegentlich Probleme. In diesem Fall teilt dem Anwender eine Fehlermeldung mit, dass die fragliche App gerade gekillt wurde. Um einen Neustart der Software kommt man dann nicht herum – und hoffentlich gab es keine ungespeicherten Dokumente oder Highscores. Das Problem tritt jedes Mal auf, wenn man das PadFone aus der Docking-Station herausnimmt oder es einsteckt.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Asus PadFone im Vorab-Test: Android-Smartphone mit Tablet-Dock und Ansteck-Tastatur

  • Am 6. Mai 2012 um 21:51 von Jeremias

    Fragen:
    Gibts es eine Möglichkeit das Touchpad per Tastenkombination auszuschalten?
    War das Tablet, als ihr getestet habt, wie schnell es lädt, in Benutzung?
    Verbindungsprobleme zwischen PadFone und Dock: wie oft ist gelegentlich? Wäre für mich ein konkretes Ausschlusskriterium.
    Denkt ihr, dass es der Kamera noch ein Softwareupdate gibt? In Puncto Geschwindigkeit beim Auslösen.

  • Am 7. Mai 2012 um 11:24 von Planet

    Alte Fotos
    Hallo, weshalb verbreiten sie denn teilweise immer noch die alten Fotos mit dem 2011er Design (und auch noch gleich das erste)?

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