Geschwindigkeit

Die Nikon Coolpix S30 ist enttäuschend langsam. Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto im Kasten ist, vergehen zähe 3,8 Sekunden. Und auch die Zwangspause zwischen zwei aufeinanderfolgenden Aufnahmen ist mit 3,3 Sekunden vergleichsweise lang. Mit zugeschaltetem Blitz verschlechtert sich der Wert um noch einmal etwa eine Sekunde. Übrigens gibt es keine Möglichkeit, die Digicam zum blitzen zu zwingen.

Um bei optimalen Bedingungen auf das Motiv zu fokussieren und das Bild einzufangen, benötigt die Kamera recht lange 0,5 Sekunden. Im Zwielicht steigt die Auslöseverzögerung immerhin nur auf 0,7 Sekunden an. Der Serienbildmodus schafft eine maximale Geschwindigkeit von 1,5 fps. Allerdings laufen die Pufferspeicher bereits nach vier Sekunden voll, und dann benötigt die Kamera eine Verschnaufpause zum Abspeichern der Bilder. In unserem Test kommt die Serienbildfunktion allerdings auf lediglich 0,7 Bilder pro Sekunde.

Rechts auf der Oberseite befindet sich der Auslöser, links oben sitzt die Taste zum Starten der Videoaufnahme.
Rechts auf der Oberseite befindet sich der Auslöser, links oben sitzt die Taste zum Starten der Videoaufnahme.

Bildqualität

In Sachen Bildqualität bewegt sich die Nikon Coolpix S30 auf dem Niveau, das wir bei einem Preispunkt von 100 Euro erwartet hätten. Die Kamera liefert recht ordentliche Fotos und 720p-Videos, benötigt dafür allerdings viel Licht. Damit bewegt sich die Digicam auf einer Stufe mit den besten Kamera-Handys. Das gilt übrigens auch für den 1/3-Zoll-Sensor, der 10 Megapixel auflöst. Angesichts der Tatsache, dass die Knipse für den Außengebrauch am Pool, am Strand oder am Badesee gemacht wurde, ist das für die Zielgruppe gar nicht so tragisch.

Wer allerdings nach einer Kamera sucht, die bei wenig Licht noch tolle Fotos schießt, sollte sich besser woanders umsehen. Oberhalb von ISO 200 nimmt das Bildrauschen deutlich zu, und viele Details gehen verloren. Und genau diese Empfindlichkeiten benötigt man, um in geschlossenen Räumen oder in der Dämmerung unverwackelte Fotos schießen zu können. Je weniger Licht, desto mehr Rauschen und desto weniger Details. Bei Sonnenlicht liefert die S30 schöne Ergebnisse, für Umgebungen mit wenig Licht können wir die Kamera nicht empfehlen.

Bei guten Lichtverhältnissen liefert die Nikon Coolpix S30 lebendige und ansprechende Farben. Wer mit den Ergebnissen nicht zufrieden ist, findet ein paar Schieberegler zum Anpassen von Helligkeit, Sättigung und Farbton vor. Mehr Details zur Bildqualität gibt es in der folgenden Fotostrecke.

Die Videoqualität – sowohl über als auch unter Wasser – ist gut genug für YouTube und Konsorten. Es treten Bildrauschen und Artefakte auf, doch bei verkleinerter Betrachtung sehen die Clips ordentlich aus. Der optische Zoom steht während der Aufnahme leider nicht zur Verfügung. Wer unbedingt möchte, kann digital vergrößern, wovon wir aufgrund der schlechten Ergebnisse aber abraten.

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