Leistung

Die Geschwindigkeit ist der schwächste Punkt der Pentax Optio WG-2: Sie ist schlicht und erfreifend langsam. Bis nach dem Betätigen des Einschalters das erste Foto im Kasten ist, vergehen immerhin „nur“ 1,3 Sekunden. Zwischen jedem weiteren Bild genehmigt sich die Kamera allerdings ziemlich zähe Verschnaufpausen von 2,8 Sekunden. Positiv wiederum ist, dass sich dieser Wert mit zugeschaltetem Blitz nicht signifikant verschlechtert.

Um bei optimalen Bedingungen auf das Motiv zu fokussieren und das Bild einzufangen, benötigt die Pentax Optio WG-2 träge 0,7 Sekunden. Bei Motiven mit niedrigen Kontrasten respektive schlechter Beleuchtung verlängert sich die Auslöseverzögerung auf 0,9 Sekunden. Damit ist es schon sehr schwer, bewegte Motive zuverlässig zu treffen.

Unterm Strich fühlt sich die WG-2 einfach langsam an. Bei Landschaftsfotos oder Portraits von geduldigen Models mag das kein Problem sein. Aber wer regelmäßig auf Schnappschussjagd und Actionfoto-Tour unterwegs ist, sollte sich nach einem schnelleren Modell umsehen.

Bildqualität

Alles in allem ist die Bildqualität der Pentax Optio WG-2 für ihre Klasse gut. Allerdings sollte man hier, wie eingangs erwähnt, im Hinterkopf behalten, dass eine nicht-outdoor-taugliche Kompaktkamera in diesem Preisbereich deutlich bessere Fotos liefert. Und wenn die Digicam nur gelegentlich mal im Urlaub mit in den Pool oder ins Meer soll, dann ist ein zusätzliches Unterwassergehäuse möglicherweise die bessere Lösung. Die Pentax Optio WG-2 ist dagegen eher ein Fall für diejenigen, die ihre Kamera permanent quälen und sich keine Sorgen machen müssen, dass diese dabei eher früher als später die Grätsche macht.

Aber wie gesagt: Für eine Outdoor-Digicam schlägt sich die WG-2 grundsätzlich gut. Wer die Aufnahmen in voller Vergrößerung betrachtet, wird auch bei ISO 125 ein Bildrauschen entdecken, und feine Details wie Haare oder Fell sind bereits verschmiert. Bei steigenden Empfindlichkeiten verändert sich das Bildrauschen nicht wirklich, doch dafür werden die Aufnahmen zunehmend weicher, Details gehen verloren, und die Farbe lässt nach.

Bei verkleinerter Betrachtung weisen die Fotos auch bei höheren Empfindlichkeiten noch scheinbar gute Details auf. Allerdings gehen ab ISO 800 die Farben kaputt, und die Bilder wirken matschig und flau. Dennoch: Wer bei einigermaßen vernünftigen Lichtverhältnissen fotografiert und die Aufnahmen in erster Linie für Facebook & Co. oder kleine Abzüge verwendet, wird an der Bildqualität nichts auszusetzen haben. Nachdem die WG-2 primär für den Außeneinsatz – beim Rafting, in der Brandung oder am Badesee – gemacht wurde, geht das durchaus in Ordnung.

Abgesehen von gedeckten Tönen liefert die WG-2 keine besonders realitätsnahen Farben. Mit der Standardeinstellung Leuchtend liefert die Kamera jedoch schönere Fotos als mit der Option Natürlich, die für etwas zu platte Ergebnisse sorgt. Die WG-2 bietet die Möglichkeit, Schärfe, Kontrast und Sättigung an den eigenen Geschmack anzupassen. Mehr Details und Testfotos der Outdoor-Kamera gibt es in der folgenden Bildergalerie.

Wie die Fotoqualität geht auch die Videoqualität der WG-2 in Ordnung. Die 1080p-Aufnahmen weisen bei schlechten Lichtverhältinissen jedoch ein starkes Rauschen auf und geraten ziemlich weich. Unterm Strich bewegt sich die Digicam hier auf einem Niveau mit durchschnittlichen Pocket Camcordern oder Smartphones. Der große Vorteil ist aber eben, dass sich der Anwender keine Sorgen um Stöße oder Feuchtigkeit machen muss. Leider funktioniert der optische Zoom während der Aufnahme nicht. Der digitale Bildstabilisator steht ebenso zur Verfügung wie eine Intervallaufnahme- und eine Zeitlupenvideo-Funktion.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Pentax Optio WG-2 im Test: langsame Outdoor-Digicam mit guter Ausstattung

  • Am 16. Oktober 2012 um 18:32 von leopold Böckl

    pentax optio wg2
    Fische zu fotografieren, wie es in einem Korallenatoll üblich ist, ist mit diueser Kamera nahezu unmöglich. Denn Zufallsbilder, die so ghelingen sind uninterssant. Die Kamera hat eine miserable Software, sie ist viel zu langsam für quirlige Fische.Ein kleiner Test; Sie fotografieren Herrn X und schwenken die Kamera sofort auf die Frau Y. Sie haben die Frau Y fotografiert und nicht Herrn X.So darf eine Kamera nicht arbeiten. Das ist ein Witz.
    Mfg L.Böckl

    • Am 25. Juni 2013 um 17:41 von Anton Friedrich

      Hatte die Kamera im Zypern-Urlaub jeden Tag mit dabei! in 2 Wochen habe ich 670 tolle Fotos gemacht. wenn die kamera fokussiert hat, kann man sie schwenken und auch schnell auslösen! Der vorgänger Kommentar ist nicht richtig! Die Bilder sind gut. Bedenke: OHNE diese cam gäbs KEINE vergleichbaren Fotos aus dem Wasser! es ist keine „Fischfotografieren“ kamera sondern eine Outdoor kamera! Ich empfehle sei weiter!

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