Software

Einen großen Minuspunkt muss sich Panasonic leider für die verwendete Android-Version einfangen: 2.3. Die ersten Geräte mit Android 4.0 sind schon seit Monaten auf dem Markt, und auch, wenn der Hersteller ein Update für Sommer bereits angekündigt hat – das hinterlässt einfach einen faden Beigeschmack. Schade.

Immerhin haben die Entwickler an der alten Android-Oberfläche noch Hand angelegt. Zumindest dezent – größtenteils sieht es so aus, wie wir es kennen. Hinzugekommen sind einige nette Effekte, aber die Bedienung ist teilweise etwas holperig: So benötigen wir vier Schritte, um die Icons neu anzuordnen, es hapert bei der SMS-Anwendung, es mangelt an coolemn neuen Widgets und so weiter. Und den Coolness-Faktor, den HTC mit seiner Sense-Oberfläche hinbekommt, vermissen wir vollständig.

Es gibt aber auch positive Beispiele. So lässt sich einstellen, wie viele Icons gleichzeitig angezeigt werden sollen: 20, 16 oder 9. Das kommt vor allem Menschen mit leichter Sehschwäche zu Gute. Die Galerie-Ansicht hat ein paar hübsche 3D-Effekte spendiert bekommen, und die Tastatur ermöglicht flottes Schreiben im Swype-Stil.

Ansonsten sind alle üblichen Apps inklusive Google Maps, Mail und einem ordentlichen Webbrowser vorinstalliert. Wer Bedarf nach weitere Software und nach Spielen hat, wird im Android App Store namens Google Play fündig – bis vor Kurzem hieß der noch Android Market.

Ausstattung

Das Display hat eine Diagonale von 4,3 Zoll und eine Auflösung von 960 mal 540 Pixeln. Das ist guter Durchschnitt und entspricht beispielsweise der Anzeige des HTC One S. Mit einer Auflösung von 256 Pixel pro Zoll (ppi) ist die Darstellung längst nicht auf dem Niveau der aktuellen Top-Klasse, aber durchaus scharf und hübsch anzusehen. Nur bei starkem Zoom wirkt die Schrift leicht unscharf. Die Blickwinkel können sich sehen lassen und die Farben sind kräftig, aber nicht übertrieben. Unterm Strich ist das Display also auf hohem Niveau.

Der Touchscreen führt ein Eigenleben. In den meisten Fällen reagiert er vorbildlich auf Nutzereingaben, manchmal ignoriert er Wisch- und Tippbewegungen aber völlig. Und das nervt. Die drei Soft-Touch-Tasten unterhalb der Anzeige reagieren im Test hingegen immer auf Anhieb.

Unter der Haube befindet sich ein 1 GHz schneller Dual-Core-Prozessor, was in diesem Preisbereich etwas unterdurchschnittlich ist. Ihm stehen 1 GByte Arbeitsspeicher und 8 GByte interner Speicher zur Verfügung. Während die RAM-Ausstattung noch angemessen ist, geht Intensivnutzern der nutzbare Speicher wohl schneller aus – schließlich lässt er sich nicht per Speicherkarte erweitern.

Die Kamera hat eine Auflösung von 8 Megapixeln und verfügt weder über einen Xenon-Blitz noch über eine Foto-LED. Dafür nimmt sie Videos in Full-HD-Auflösung auf.

Zur Kommunikation mit der Außenwelt stehen die üblichen Wege zur Verfügung: WLAN, Bluetooth, UMTS mit HSPA und so weiter. Zur Positionsbestimmung gibt es GPS; außerdem ist der Kurzstreckenfunk NFC mit an Bord. Mehr zu NFC verraten wir in diesem Beitrag.

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