Leistung

In der Praxis ist das Eluga keine Überraschung: Es schafft in etwa das, was das Datenblatt verspricht. Der kleine Dual-Core-Prozessor hat seine Mühen beim Scrollen und Zoomen durch hochauflösende Fotos und aufwändige Webseiten – hier gibt’s dann gut und gerne mal den einen oder anderen Ruckler. In der Praxis stört das wenig, es sei denn, man ist in diesem Punkt sehr empfindlich.

Wer lieber harte Zahlen und Fakten sprechen lassen möchte: Im Benchmark schlägt sich das Eluga ebenfalls mittelmäßig. Im Quadrant erreicht es 1652 Punkte, im GL Benchmark Standard Egypt Test 29 fps. Zum Vergleich, das ähnlich ausgestattete und minimal teurere HTC One S schafft hier mit 60 fps mehr als das Doppelte.

Der Akku hat eine Kapazität von 1150 mAh. Er lässt sich nicht austauschen. Es ist zwar schade, dass diese Unart inzwischen herstellerübergreifend zum Standard wird, aber beim Eluga in Anbetracht des wasserdichten Gehäuses durchaus nachvollziehbar. Während Panasonic 300 Stunden im Standby respektive 8 Stunden im Dauergespräch verspricht, kommen wir in der Praxis problemlos über einen Tag – müssen das Smartphone aber auf jeden Fall jeden Abend zum Laden an die Steckdose hängen.

Die Kamera kann in der Praxis leider nicht überzeugen. Das geht beim fehlenden LED-Blitz los, der jede Aufnahme in dunklen Umgebungen von vornherein vereitelt. Es zieht sich weiter durch die hohe Auslöseverzögerung, die häufig erst dann ein Bild auf die Speicherkarte schreibt, wenn sich das Motiv schon aus dem Bild bewegt hat, und auch das Fehlen einer Frontkamera empfinden wir in dieser Preisklasse schon als Negativpunkt.

In hellen Umgebungen, wenn Handy-Kameras eigentlich ihren großen Auftritt haben, kann sie immer noch nicht überzeugen. Es mangelt an Details, dafür rauscht es und die Farben wirken ausgewaschen. Einen großen Anteil daran hat die nicht sonderlich hochwertige Linse, und die ist es auch, die Video-Aufnahmen in einer ebenso überschaubarer Qualität erscheinen lässt. Für Facebook und Youtube reicht die Eluga-Kamera aus, aber das war’s dann auch schon.

Multimedia scheint generell nicht gerade eine Stärke von Panasonic zu sein. Eigentlich ist das verwunderlich, denn bei Digicams und Fernsehern macht das Unternehmen ja durchaus eine gute Figur. Das Eluga hingegen verfügt gar nicht erst über einen rückwertigen Lautsprecher, und demnach ist die Lautstärke beim Betrachten von Youtube & Co. nicht sonderlich hoch und der Klang nicht gerade kräftig. Leider gilt das auch für die Kopfhörerbuchse, die scheinbar ebenfalls zu wenig Power hat, um für ordentlichen und lauten Sound zu sorgen. Die Sprachqualität hingegen geht in Ordnung.

Fazit

Das Eluga sieht echt toll aus und ist darüber hinaus auch noch wasserdicht. Wenn diese beiden Punkte ausreichen, um die Kaufentscheidung zu treffen, spricht nichts gegen das Panasonic-Smartphone. Wer weiter in die Details blickt, stellt allerdings schnell fest, dass die Konkurrenz nicht schläft – und für vergleichbares Geld durchaus eine bessere Leistung zu bieten hat.

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