LG 55EM9600 im Hands-on: der vielleicht beste Fernseher aller Zeiten – für 10.000 Dollar

Design & Ausstattung

Der LG 55EM9600 ist extrem schlank – gerade einmal vier Millimeter misst das Gehäuse in der Tiefe und ist damit nur halb so dick wie die derzeit dünnsten Smartphones. Damit der Fernseher ob der flachen Konstruktion nicht beim nächsten Windstoß zusammengefaltet wird, ist das Chassis aus Carbon gefertigt. Da ist es fast schade, dass man die Rückseite des Geräts in den allermeisten Heimkinos niemals zu Gesicht bekommen wird. Oder es herumtragen wird: Denn mit rund 7,5 Kilogramm ist das Gerät nur halb so schwer wie viele aktuelle LCD-TVs. Darüber freut sich dann aber wohl lediglich das Umzugsunternehmen, wenn es die Glotze von Luxus-Apartement zu Luxus-Apartement schleppt. Der Rahmen rund um das Panel auf der Vorderseite ist übrigens ebenfalls extrem schmal.

Der OLED-Fernseher von LG ist nicht einmal so dick wie ein Standard-Kugelschreiber.
Der OLED-Fernseher von LG ist nicht einmal so dick wie ein Standard-Kugelschreiber.

Prinzipiell bietet LG drei Möglichkeiten, den Fernseher aufzustellen: Wandmontage, kleiner Tisch-Standfuß, großer Boden-Standfuß. Welche Varianten es schließlich auf den europäischen beziehungsweise deutschen Markt schaffen werden, steht derzeit noch nicht fest. Allerdings müssen die drei Varianten einen Nachteil des extrem schlanken Gehäuses ausgleichen. In dem Display gibt es nämlich keinen Platz für die Anschlüsse – darum kümmert sich eine kleine Mediabox, die entweder in den Standfuß integriert ist oder bei der Wandmontage-Version irgendwo in der näheren Umgebung angebracht werden muss. Die Kommunikation zwischen Bildschirm und der Kiste läuft mittels eines unauffälligen, weil transparenten Lichtleiterkabels ab. Für die Energieversorgung des Displays ist natürlich noch eine weitere Strippe notwendig.

Blick auf die Rückseite des Geräts: Bei der Serienversion soll ein einziges Lichtleiter-Kabel ausreichen, um Display und Basis-Einheit miteinander zu verbinden.
Blick auf die Rückseite des Geräts: Bei der Serienversion soll ein einziges Lichtleiter-Kabel ausreichen, um Display und Basis-Einheit miteinander zu verbinden.

Das Vorseriengerät, das LG in Monaco gezeigt hat, verfügt unter anderem über vier HDMI-Anschlüsse, drei USB-Ports und eine Ethernet-Buchse. Außerdem kommuniziert das Gerät via WLAN drahtlos mit der Außenwelt. Mit an Bord ist auch Intels Wireless-Display-Technologie (WiDi), die das drahtlose Streamen von Inhalten von kompatiblen Notebooks an den Fernseher erlaubt.

In der kleinen Kiste mit den vielen Anschlüssen steckt übrigens auch die Intelligenz des Fernsehers. So sorgt unter anderem ein Dual-Core-Prozessor für Rechenleistung – und schließlich dafür, dass der Fernseher unter anderem einen digitalen Videorekorder, einen Mediaplayer, diverse Internet-Features – Samsungs Smart TV – aufbietet. Außerdem ist ein Webbrowser an Bord, der die neueste Flash-Version unterstützt.

Dieses Foto zeigt die Ports auf der rechten Seite des Fernsehers beziehungsweise dessen Standfußes.
Dieses Foto zeigt die Ports auf der rechten Seite des Fernsehers beziehungsweise dessen Standfußes.

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